Hallo Aquilegia,
ja und? Es ist doch ein riesiger Unterschied, ob ich mal 1
oder 2 Jahre nicht zum Grillfest von Susi gehen kann (nach
einiger Zeit hat sich das Verhältnis zum Ex meiner Erfahrung
nach meist wieder so normalisiert/neutralisiert, dass man ein
Zusammentreffen nicht mehr schlimm findet) oder ob ich ihm
TÄGLICH im Büro gegenüber sitze.
warum ich das erwähnte:
Eine Freundin von mir hat aktuell das Problem, zu Treffen, Parties, Ausflügen etc. mit ihrer Clique „nicht gehen zu können“, weil es dort permanent eine Person gibt, mit der sie sich nicht versteht.
Die Stammkneipe ist aus dem selben Grund „tabu“.
Die Firma, mein Job, das Gehalt - das sind die
wirtschaftlichen Grundlagen für mein Leben. Da kann ich nicht
eben einfach mal sagen ‚ich komme jetzt mal ne Weile nicht
mehr, weil ich will den Dingsbums nicht sehen‘.
Selbstverständlich ist mir der Unterschied dahingehend klar.
Nur: Eine gewisse Grundlage fürs Leben sind aber auch soziale Kontakte.
Genausowenig, wie man seine Arbeitsstelle rasch wechseln kann/will, kann/will man seinen Freundeskreis ruckzuck austauschen, weil dort häufig eine bestimmte Person, mit der man sich nicht mehr versteht, auftaucht.
Prinzipiell lässt sich auch in der Firma einer Person, die man nicht mehr ausstehen kann, aus dem Weg gehen (außer, es wird gemobbt).
Auch der Vergleich hinkt. Eine neue Wohnung ist in der Regel
schneller gefunden als ein neuer Job. Oftmals kann auch einer
von beiden bei Freunden oder der Familie unterkommen.
Aber auch nicht unmittelbar - darauf hatte ich Bezug genommen
Gemeinsame Wohnung ist ferner für manche ein Grund, eine Trennung hinauszuzögern.
Und: Nicht jeder kann bei Freunden oder Familie schnell „unterschlüpfen“ (Familie z.B. so weit weg, dass man seine Arbeitsstelle oder die Uni nicht erreichen könnte; Haustier das man eigentlich gerne mitnehmen würde (… aber zieh mal mit Dogge in den dritten Stock ohne Aufzug
)).
Viele Grüße
Nina