Arbeitsplatz: Einer muss gehen

Hallo,

ich möchte jetzt nicht die ganze Vorgeschichte erzählen. Auf jeden Fall geht es um eine Trennung, die nicht ganz einfach ist, weil „sie“ eben in der selben Abteilung arbeitet und man sich deshalb ohne Arbeitsplatzwechsel nicht aus dem Weg gehen kann.

Dass es miteinander nicht funktioniert, darüber sind sich beide einig. Natürlich kennt sie ihn sehr gut und weiß, wie sie ihm wehtun kann. Da sich dies in letzter Zeit häuft, ist davon auszugehen, dass sie ihn gerne zu einem Wechsel bewegen möchte.

Es ist alles schon schwer genug, trotzdem scheint eben jetzt der Kampf zu beginnen, wer von beiden nun geht und wer bleibt. Für beide ist der Arbeitsplatz allerdings - wenn denn der andere nicht wäre - eigentlich ideal, etwas besseres wird man kaum finden.

Mit ihr zu reden ist absolut unmöglich. Man hat sich einfach zu oft wehgetan. Wer Schuld hat, ist egal. Was kann man tun? Führt kein Weg daran vorbei, diesen nervenaufreibenden Kampf solange zu führen, bis einer aufgibt?

Gruß
Ultra

Hi,

Was kann man tun?
Führt kein Weg daran vorbei, diesen nervenaufreibenden Kampf
solange zu führen, bis einer aufgibt?

Da erinnere ich mich an den schönen alten Spruch: „Never fuck (in) the company“.

Es wird der gehen, der am meisten leidet - oder auch nicht.

Gruß,

Anja
etwas lapidar heute Abend :wink:

Hei,

Da erinnere ich mich an den schönen alten Spruch: „Never fuck
(in) the company“.

das war auch mein erster Gedanke… :smile:

Anja
etwas lapidar heute Abend :wink:

Nö, finde ich gar nicht. Und damit zum Ursprungsposting: Wer sich auf eine Beziehung mit einem Arbeitskollegen einlässt, sollte sich der möglichen Folgen bewusst sein. Natürlich überwiegt am Anfang der Beziehung die rosarote Brille, aber trotzdem sollte beiden klar sein, dass im Falle von Streitigkeiten oder - wie in diesem Fall - einer Trennung Schwierigkeiten im Job auftreten können.

Nicht jeder ist so professionell, dass er klar zwischen Arbeit und Privatleben differenzieren kann. Und gerade diejenigen, die von sich wissen, dass sie sehr emotional reagieren und das auch in die Arbeitswelt übertragen, sollten nochmal doppel drüber nachdenken, ob den Gefühlen wirklich nachgegeben werden sollte, man sich von vorneherein gegen die Beziehung entscheidet oder aber, wenn man doch zu verliebt ist, sich auch auf schlechte Zeiten vorbereiten.

Vielleicht beruhigt sich die Stimmung ja wieder, ansonsten wird es wohl wirklich darauf hinauslaufen, dass der ‚Schwächere‘ von Euch gehen wird. Immer noch besser, als sich tagtäglich kaputt zu machen.

Grüße
Natascha

Hallo,

ich möchte jetzt nicht die ganze Vorgeschichte erzählen.

Das ist vielleicht auch nicht notwendig (auch wenn sich im Verlaufe eines Threads und zahlreicher eingeworfener Aspekte häufig anderes ergibt), aber zumindest eines wäre erforderlich: Wer hat sich von wem getrennt?

Grüße
Tommy

vorahnend, sie von ihm?

Hallo,

Da erinnere ich mich an den schönen alten Spruch: „Never fuck
(in) the company“.

das war auch mein erster Gedanke… :smile:

Trifft vielleicht(!) für Vorgesetzte-Untergebene zu, aber kaum für Beziehungen auf gleicher Hierarchieebene.

Grüße
Tommy

Hallo Tommy,
doch das trifft auf jeder Hierarchieebene zu.

Viele Grüße

Hallo,

vorahnend, sie von ihm?

Ja richtig. Vorher aber er von ihr. Davor wieder sie von ihm, davor bestimmt auch schon mal er von ihr und zwischendurch auch mal in beiderseitigem Einvernehmen. Nein, es geht hierbei nicht um die Enttäuschung durch das Verlassenwerden.

Zu den anderen Antworten: ich mag vielleicht altmodisch sein. Aber Liebe entwickele ich persönlich nicht nach ausgeprägter Überlegung, ob man eine Beziehung eingehen möchte. Auch die Ergebnisse der Internet-Partneranalyse sind für mich kein Kriterium, sondern es passiert einfach.

Und eine Trennung, nach der man nach drei Wochen schon drüber hinweg ist, kenne ich auch. Hilft bloß nichts, wenn es in diesem Fall anders ist.

Gruß
Ultra

1 „Gefällt mir“

Hei,

Trifft vielleicht(!) für Vorgesetzte-Untergebene zu, aber kaum
für Beziehungen auf gleicher Hierarchieebene.

doch, es trifft immer dann zu, wenn man miteinander arbeitet. Wenn man natürlich in einem großen Unternehmen in zwei verschiedenen Abteilungen, die absolut nichts miteinander zu tun haben, tätig ist, sieht die Sache etwas anders aus. Dann kann es, sofern man nicht in benachbarten Büros sitzt, vielleicht gut gehen.

Grüße
Natascha

1 „Gefällt mir“

Hei,

Zu den anderen Antworten: ich mag vielleicht altmodisch sein.
Aber Liebe entwickele ich persönlich nicht nach ausgeprägter
Überlegung, ob man eine Beziehung eingehen möchte.

das meinte ich auch nicht. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Beziehung irgendwann vorbei sein kann und das zu Schwierigkeiten im gemeinsamen Job führen könnte - wenn man sich darauf einstellt (womit ich nicht sagen will, dass man immer davon ausgehen sollte, dass es schiefgehen kann - aber ausschließen kann man es halt auch nicht), und zwar beiderseits, kann drüber gesprochen werden, was eventuell im Falle eines Falles hilfreich ist.

Mannomann, so viel könnte/hätte/sollte… Was ich meine: Die beiden sind wahrscheinlich erwachsen und sollten sich wenigstens auf der Arbeit so verhalten. Tut es einer nicht und der andere ist der Sensiblere von beiden, ist das Pech und da müssen sie durch. Ob nun weiterhin am selben Arbeitsplatz oder nicht, müssen die beiden für sich entscheiden. Aber einer von beiden fühlt sich in der beschriebenen Situation ja nunmal schlechter - und wenn er das loswerden will, muss er entweder Klartext mit dem Ex-Partner reden oder gehen.

Grüße
Natascha

Hallo,

Trifft vielleicht(!) für Vorgesetzte-Untergebene zu, aber kaum
für Beziehungen auf gleicher Hierarchieebene.

doch, es trifft immer dann zu, wenn man miteinander arbeitet.

Ich war etwas einseitig eingestellt, zugegeben. In Richtung Abhängigkeitsverhältnis und Konsequenzen daraus.

Es ist dennoch nicht unüblich, dass nach Trennungen der gemeinsame Freundeskreis (oder hier Arbeitskreis) nach wie vor bestehen bleibt. Trennungen können freundschaftlich oder eher in Richtung „hässlich“ erfolgen. Es kommt auf die jeweiligen Partner an.

Wenn man natürlich in einem großen Unternehmen in zwei
verschiedenen Abteilungen

Erleichtert es für beide Richtungen, freundschaftlich oder hässlich.

Grüße
Tommy

Hei,

Es ist dennoch nicht unüblich, dass nach Trennungen der
gemeinsame Freundeskreis (oder hier Arbeitskreis) nach wie vor
bestehen bleibt. Trennungen können freundschaftlich oder eher
in Richtung „hässlich“ erfolgen. Es kommt auf die jeweiligen
Partner an.

natürlich - ich habe es auf den genannten Fall bezogen, in dem es halt nicht gut geht.

Grüße
Natascha

Hallo,

Nein, es geht hierbei
nicht um die Enttäuschung durch das Verlassenwerden.

Dann sicherlich auch nicht darum, dass einer gehen muss oder soll. Nach dem vergangenen Hin und Her sollte auch Einverständnis darüber bestehen, dass es zwar nicht miteinander geht, aber auch keiner drastische Konsequenzen außerhalb des privaten Bereichs ziehen muss. Es hat sich eine Position durch irgendwelche Einflüsse von außen nach längerer Zeit verändert. Darin sehe ich keinen Anlass, diesem neuen Ansinnen nachzugeben. Schlichte Trennung zwischen Privat und Job ist jetzt angesagt.

Grüße
Tommy

Hallo Anja,

Da erinnere ich mich an den schönen alten Spruch: „Never fuck
(in) the company“.

dann dürfte man im Prinzip keinerlei Beziehung zu jemandem eingehen, den man über Gemeinsames kennenlernt und dem man somit auch nach einer Trennung noch über den Weg laufen würde:

Nicht in Arbeitskollegen, Mitschüler, Kommilitonen, Vereinskollegen, Forenbekanntschaften, Menschen aus dem Freundeskreis, Menschen aus dem eigenen Ort (wenn es ein kleiner Ort ist) verlieben…
Ganz schön einschränkend, finde ich jedenfalls.

Viele Grüße,
Nina

1 „Gefällt mir“

Hei,

dann dürfte man im Prinzip keinerlei Beziehung zu jemandem
eingehen, den man über Gemeinsames kennenlernt und dem man
somit auch nach einer Trennung noch über den Weg laufen würde:

das sehe ich anders - im Privatleben kann man immer noch auf die Rücksichtnahme der anderen zählen, die wissen, was los ist. Im Job sind die Kollegen nicht unbedingt ‚eingeweiht‘, und selbst wenn, geht es hier nunmal zuvorderst darum, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten (bei den meisten Menschen zumindest), sodass Privates dort nichts zu suchen hat oder zumindest soweit ausgegrenzt werden sollte, dass die Arbeit nicht darunter leidet.

Grüße
Natascha

1 „Gefällt mir“

Hallo Nina,

ja, du hast es so ungefähr erfasst. Dieser Spruch, überspitzt, vulgarisiert und eingängig in der Formulierung beschreibt im Prinzip nichts weiter, als die relative Unmöglichkeit, nach jedem Beziehungsabbruch erbost und tränenerstickt sogleich sein Ränzel zu schnüren, auf einen anderen Kontinent auszuwandern und ein völlig neues Leben zu führen.

Am Arbeitsplatz hat es halt die am meisten ins Auge springende Auswirkung, quasi in aller Öffentlichkeit. Wenn man mit jemanden im selben Büro oder in der gleichen Putzkolonne malocht, kann man schlecht andauernd die Strassenseite wechseln oder sich heulend in einer Ecke verkriechen.

Gruß

Annie

Hallo Natascha,

sodass Privates dort nichts zu suchen hat oder
zumindest soweit ausgegrenzt werden sollte, dass die Arbeit
nicht darunter leidet.

viele gute Freundschaften (und auch Partnerschaften) entstehen aber über eine gemeinsame Ausbildung oder einen Arbeitsplatz in der selben Firma.

Sicherlich hast du Recht damit, dass man im Zweifelsfall auch mal Privates und Arbeit voneinander trennen muss (d.h. mit jemandem zusammen arbeiten, den man privat nicht ausstehen kann).

Viele Grüße,
Nina

Hallo Annie,

Am Arbeitsplatz hat es halt die am meisten ins Auge springende
Auswirkung, quasi in aller Öffentlichkeit. Wenn man mit
jemanden im selben Büro oder in der gleichen Putzkolonne
malocht, kann man schlecht andauernd die Strassenseite
wechseln oder sich heulend in einer Ecke verkriechen.

das Problem hat man aber in anderen Situationen auch:

Jemand war mit dem Bruder der besten Freundin liiert.
Die Geburtstagsparty der besten Freundin Susi, das Grillfest bei Susi, die Geburtstagsfeier von Susis Eltern (mit denen man sich super versteht), Susis Vereinsstand am Sommerfest - man „kann dann nicht hingehen“, da Susis Bruder, mit dem sie sich einfach klasse versteht und der natürlich dabei ist, der eigene Ex-Partner ist dem man nie, nie wieder unter die Augen kommen will.

Somit dürfte man nur Personen kennenlernen, die man einzeln aus dem eigenen Leben streichen kann und die keine Verbindungen zu anderen Menschen, mit denen man zu tun hat, haben.
Und das wird nur selten der Fall sein - oft hat man doch gemeinsame Freunde, kennt sich über diesen oder jenen, würde sich bei der Ausübung gemeinsamer Hobbies wiedertreffen (im Verein kennengelernt, den Verein verlassen will man auch nicht so einfach, da das Hobby nur im Verein durchführbar ist) etc.
Jemanden ohne weitere Kontakte kennenzulernen, ist selten, finde ich.
Wenn ich da mal mich im Freundeskreis und bei Verwandten umgucke:

  • Freund ist ehemaliger Mitschüler (schon zu Schulzeiten zusammen gewesen)
  • Freundin ist Kommilitone aus dem selben Fach, das an der Hochschule nur 20 Leute studieren (sprich: bei Trennung Hochschulwechsel, oder es aushalten, mit dem Ex-Partner in jeder Uni-Veranstaltung zu sitzen und evl. obendrein noch für eine Gruppenarbeit zusammengelost zu werden)
  • Freund ist Bruder der besten Freundin
  • Freundin ist Vereinskollegin; Hobby ist nur im Verein, den es dort nur einmal gibt, durchführbar (bei eventueller Trennung: es aushalten, sich einmal pro Woche vereinsmäßig zu treffen, oder heißgeliebtes Hobby aufgeben müssen)
  • Freund ist Mitglied des selben Internetforums

  • Welche, die sich einfach mal so ganz zufällig beim Einkaufen oder so kennengelernt haben, kenne ich nur arg wenige.

Ich jedenfalls finde das zu einschränkend (nichts mit den Arbeitskollegen, den Vereinskollegen, der besten Freundin Bruder etc. privat zu tun zu haben (egal ob nun verliebt oder befreundet, denn auch in letzterem Fall könnte es ja passieren, dass man sich später übel zerzofft), aber das kann jeder halten, wie er will.
Dann dürfte man im Prinzip auch nie zusammen ziehen, weil es schwerer ist, dann sofort und unmittelbar zu „verschwinden“.

Viele Grüße,
Nina

'Marleen - einer von uns beiden muss nun gehn…
…drum bitt ich dich: Geh du, Marleen!"
Über diese Liedzeile kmonnte ich mich immer köstlich amüsieren, weil sie so durchsichtig ist: Erst heißt es „ganz sachlich“ e i n e ® von uns beiden, dann aber wirds schön deutlich: Geh du! Ick will nämlich bleiben, vastehste.
Mit anderen Worten: Wenn du es da nic ht mehr aushälst musst du halt gehen.
Gruß,
Branden

Verstehe das Problem nicht.

Entweder grenzt du dich ab, dann wird dir das Getrieze am Allerwertesten vorbeigehen oder aber, du kannst dich nicht abgrenzen und du leidest, dann solltest du gehen.

nur mal so in den Raum geworfen…

das Problem hat man aber in anderen Situationen auch:

Jemand war mit dem Bruder der besten Freundin liiert.
Die Geburtstagsparty der besten Freundin Susi, das Grillfest
bei Susi, die Geburtstagsfeier von Susis Eltern (mit denen man
sich super versteht), Susis Vereinsstand am Sommerfest - man
„kann dann nicht hingehen“, da Susis Bruder, mit dem sie sich
einfach klasse versteht und der natürlich dabei ist, der
eigene Ex-Partner ist dem man nie, nie wieder unter die Augen
kommen will.

ja und? Es ist doch ein riesiger Unterschied, ob ich mal 1 oder 2 Jahre nicht zum Grillfest von Susi gehen kann (nach einiger Zeit hat sich das Verhältnis zum Ex meiner Erfahrung nach meist wieder so normalisiert/neutralisiert, dass man ein Zusammentreffen nicht mehr schlimm findet) oder ob ich ihm TÄGLICH im Büro gegenüber sitze.

Die Firma, mein Job, das Gehalt - das sind die wirtschaftlichen Grundlagen für mein Leben. Da kann ich nicht eben einfach mal sagen ‚ich komme jetzt mal ne Weile nicht mehr, weil ich will den Dingsbums nicht sehen‘.

Somit dürfte man nur Personen kennenlernen, die man einzeln
aus dem eigenen Leben streichen kann und die keine
Verbindungen zu anderen Menschen, mit denen man zu tun hat,
haben.

Unsinn - aber man sollte sich sehr genau überlegen, ob eine Liebesbeziehung sinnvoll ist, die einem die Möglichkeit nimmt, sich aus dem Weg zu gehen im Ernstfall.

Ich jedenfalls finde das zu einschränkend (nichts mit den
Arbeitskollegen, den Vereinskollegen, der besten Freundin
Bruder etc. privat zu tun zu haben (egal ob nun verliebt oder
befreundet, denn auch in letzterem Fall könnte es ja
passieren, dass man sich später übel zerzofft), aber das kann
jeder halten, wie er will.

Also ich persönlich habe am Arbeitsplatz ein Mal eine etwas ernsthaftere Beziehung gehabt, sie führte dazu, dass ich das Unternehmen verlassen habe.

Ansonsten kann ich nur aus dem Freundeskreis plaudern, dass es äußerst schwierig ist, weiter gemeinsam zu arbeiten, wenn einer von beiden den Schlussstrich zieht.

Dann dürfte man im Pr.

inzip auch nie zusammen ziehen, weil es

schwerer ist, dann sofort und unmittelbar zu „verschwinden“.

Auch der Vergleich hinkt. Eine neue Wohnung ist in der Regel schneller gefunden als ein neuer Job. Oftmals kann auch einer von beiden bei Freunden oder der Familie unterkommen.

Viele Grüße
Aquilegia A.

3 „Gefällt mir“