Arbeitsplatz wechsel

Hallo,

ich denke schon seit einigen Monaten darüber nach, meinen Arbeitsplatz zu wechseln.
Meine momentane Situation sieht so aus:

Ich habe einen angenehmen Job, nette Kollegen, verstehe mich mit allen ganz gut, Verdienst ist nicht schlecht, Arbeit macht Spaß und ist das, was ich immer machen wollte.

Nun zwei Probleme:
Ich fühle mich etwas unterfordert. Die Arbeit dort ist mittelmäßig abwechslungsreich und ich würde gerne eher in den intensivmedizinischen Bereich wechseln, da ich nun seit Jahren in der Psychiatrie bin (Krankenpfleger) und die eigentliche somatische Behandlung zu kurz bin, habe ich den Eindruck, viele Dinge zu „verlernen“. Es werden zwar regelmäßig Fortbildungsangebote ausgehängt, nur das beschränkt sich dann meistens auf die Klugscheisserei.

Das andere Problem ist, dass ich gerne wieder zurück in die Heimat möchte, wo ich ürsprünglich herkomme. Das wären 88km von hier.

Nun weiß ich, dass man sich nicht immer nur die Rosinen rauspicken kann und eigentlich froh drum sein kann, einen unbefristeten halbwegs sicheren Arbeitsplatz zu haben.
Nur auf längere Sicht sehe ich für mich keine Zukunft darin.

Meine Fragen:
Mir stehen ansich nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

  • entweder in der Psychiatrie bleiben und 88km weiter wegziehen und jeden Tag zur Arbeit gurken
  • mich woanders in der Nähe in einem somatisch-orientierten Krankenhaus neu zu bewerben. Das würde allerdings wieder bedeuten: befristeter Arbeitsvertrag, keine Zusicherung auf Weiterbeschäftigung -> drohende Arbeitslosigkeit.

oder

  • alles laufen lassen, wie es ist.

Würdet ihr für den Arbeitsweg jeden Tag 180km fahren?
Würdet ihr euch in meiner Situation woanders bewerben?

Es bestünde noch die Möglichkeit einer Versetzung; eine Kollegin von mir kam so dorthin, wo sie jetzt ist, da ihr Mann auch dort arbeitet.

Ich habe auch überlegt, einen Versetzungsantrag zu stellen. Nur, wenn daraus nichts wird (ich habe da keinerlei Erfahrung drin, wie das abläuft), dann stehe ich blöd da, als einer der viel Wind um nichts gemacht hat und reumütig wieder zurückgekrochen kommt…

Für inspirierende Meinungen aus einer anderen Sicht als meiner wäre ich sehr dankbar.

gruss
levi

Du hast keinen Zeitdruck.
Hi,

Ich habe einen angenehmen Job, nette Kollegen, verstehe mich
mit allen ganz gut, Verdienst ist nicht schlecht, Arbeit macht
Spaß und ist das, was ich immer machen wollte.

Nun zwei Probleme:
Ich fühle mich etwas unterfordert.

(…)

Das andere Problem ist, dass ich gerne wieder zurück in die
Heimat möchte, wo ich ürsprünglich herkomme. Das wären 88km
von hier.

Ich denke, dir geht es überdurchschnittlich gut.
Trotzdem scheint es dich zu plagen.
(…)

Würdet ihr für den Arbeitsweg jeden Tag 180km fahren?

Die weitaus wichtigere Frage ist:
Wie lange dauern die 180 km?
Bei mir sind es zufällig genau 178 km, aber diese dauern im langfristigen Mittel nur 1:50.
In einem Mercedes reisst man das auf einer Arschbacke runter.
Ich würde mir in den kommenden Wochen mal ein realistisches Bild von der Fahrzeit machen.

Würdet ihr euch in meiner Situation woanders bewerben?

Ja, auf jeden Fall.
Aber du hast keinerlei Zeitdruck.
Und vor allem:
Zwischen 0 und 88 km gibt es ja auch Zwischenwerte.
Ich meine sowohl den Arbeitsplatz als auch den Wohnort.

Nochwas:
Lässt deine jetzige Arbeitsstelle wirklich keinerlei Spielraum in Richtung „Auslastung“ zu?
Ist es möglich, sich die Fortbildungen selber auszusuchen (aus einer nicht vorhandenen Liste) ?

vergiss nicht:
Deine jetzige Arbeit macht Spass.

Gruss,

Auch Hallo,

in Deinem Alter wuerde ich nicht Sicherheit vor alles andere stellen. paar Jahre hast du ja doch noch zur Rente :wink:und Unterforderung kann auch schnell zur Routine werden. Wie aber schn angemerkt wurde, hast Du keinen Druck und kannst in Ruhe nach Alternativen suchen. Im psychiatrischen Bereich siehts ja Bedarfsmäßig noch ganz gut aus…

Oder eben weiterbilden - Studium nebenbei? (Geht mit Berufserfahrung auch ohne Abi - Vorraussetzungen jedoch Bundeslandabhängig)…

Gruß anna

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