Arbeitsplatz

Hallo

Meine Arbeitskollegin macht mich fix und fertig.
Wenn sie schlechte Laune hat läßt sie alles an mir aus, weil ich die einzigste unter den Kollegen bin, die niemals Widerworte geben würde und sich alles gefallen läßt.
Ich fahre jeden Abend heulend nach Hause.

Was schont meine Nerven mehr:

  1. Da kündigen, und dafür arbeitslos sein und
    sich Sorgen machen , wie es weiter geht
  2. Da bleiben und jeden Abend einen Heulanfall
    haben

Danke

Hi
ich selbst habe wegen so einer gekündigt, nachdem nach 1,5 Jahren Betriebsrat, Chef, Mediation nichts besser war und keine Aussicht auf Änderung mehr bestand.

Aber versuchen solltest du: Betriebsrat informieren, Vorgesetzten informieren. Wenn gar nix geht krankschreiben lassen, nur nicht länger als 5 Wochen, da sonst dein Arbeitgeber keinen Druck verspürt etwas zu tun, wenn die KK deine gehalt zahlt. Also nach 5 Wochen ein Paar tage hin und wieder Krankschreiben lassen.
ich hasse mobber. Meine hat inzwischen noch 2 Kollegen rausgeekelt, eine zZ krank, der andere in Frührente. Und keiner wird wach in dem Laden.

http://www.mobbing-web.de/

HH

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Meine Arbeitskollegin macht mich fix und fertig.
Wenn sie schlechte Laune hat läßt sie alles an mir aus,

Hallo, Meike,

das ist eine scheußliche Situation!

Aber vielleicht könntest du daran

weil
ich die einzigste unter den Kollegen bin, die niemals
Widerworte geben würde und sich alles gefallen läßt

etwas ändern, z.B. mit professioneller Beratung? Ich weiß von ein paar Leuten, die es geschafft haben, irgendwann einmal über der Sache zu stehen und jetzt froh sind, dass sie nicht aufgegeben haben. Anlaufstellen kannst du bestimmt im IN finden.

Ich wünsche dir alles Gute
Kreszenz

Hallo,
das Problem hast Du doch fein erkannt und die Lsg. so offensichtlich - gib kontra (ok, das sagt sich vielleicht leichter, als es umsetzbar ist). Das Lästermaul wird sicher keinen besonders hohen Status bei anderen Kollegen genießen, daß Risiko plötzlich gegen eine ganze Gruppe von Kollegen kämpfen zu müssen erscheint mir daher gering. Beim Kontra geben ist noch zu beachten, daß es vorzugsweise als Schock auf sie wirken sollte. Es sollte also gänzlich von Deinen typischen Verhalten abweichen - ein einfaches „halt endlich die Fresse“ laut gebrüllt, kann Wunder wirken *g*.

Gruss
Enno

Hi Meike,
noch was: ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, so eine morgens mit „wunderschönen guten Morgen, ist heute nicht ein herrlicher Tag“ zu begrüßen. Mit Hinweisen darauf, wie schön das Leben ist. Also mit genau dem gegenteiligen Verhalten, das die betreffende Tussi hatte.
Dadurch schaffst du eine gewisse Barriere zu ihr! Und das scheinst du wirklich zu brauchen!
Lass dich nicht runterbringen, du bist doch für dich selbst das wichtigste! Du hast es nicht nötig, dir allen Scheiß gefallen zu lassen. DU bist Klasse, und deshalb darfst du dich wehren.
Ablenken ist auch gut, wenn sie rumlästert, sage einfach, wie sehr du dich auf das Wochenende freust, wo du deine unglaublich netten Freunde triffst, oder so ähnlich.
Wegen so einer Schlampe wirst du doch nicht deinen Job aufgeben!!!
Tina

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Hi Meike,
ich habe noch was vergessen: DU BRAUCHST KEINEN PSYCHOLOGEN! Wenn den einer braucht, dann die bekloppte Kollegin!
Tina

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Hi Enno

ein einfaches „halt endlich
die Fresse“ laut gebrüllt, kann Wunder wirken *g*.

Kann. Muss nicht. Bei mir war dann eine Weile Ruhe. Nur, in dieser Ruhe baute die Dame dann 1,5 volle Jahre an einem Geflecht was kaum zu übertreffen war. Imagepflege nach außen: Immer nett zu allen, im beisein 3tter immer total korrekt mir gegenüber. nebenbei legte sie eine Akte über mich an, kontrollierte und dokumentierte meine Anwesenheit, kommentierte meine Beziehungen zu Kollegen, zermürbte mich durch desinformation (ihr Bekannte Termine mit den Vorgestzten verschweigen, ebenso mit Dienstleistern und Lieferanten oder Kurieren, Ziel den Kollegen auflaufen, unvorbereitet und blöd dastehen zu lassen. Beispiel, eiliger Druckauftrag, rufe den Fahrer der Druckerei an und höre dass er vor ner halben Stunde da war, just zu der Zeit als Kollegin aufwändig eine Zig.-Pause vorbereitete um vom eigentlichen Sinn des verlassen des Raums abzulenken, und im volen Bewusstsein dass sie am gleichen Termin arbeitet wie ich. Macht auf Dauer auch böses Blut mit dritten. Behauptungen dritten gegenüber, der Kollege hätte gesagt… klappt nicht bei allen aber bei vielen. Wenn so etwas über längeren Zeitraum vorbereitet wird und Auissenstehende den Eindruck haben dass in der Abteilung FriedeFreudeusw. herscht und die Kollegin ja soooooo ne nette ist - dann kommt der Tag an dem dir fast keiner mehr glaubt was da tatsächlich abläuft. Die Dame warauf jedes zur Entspannung der Situation geführte Gespräch mit ausgearbeiten Doku-Mappen erschienen… eine Abmahnung wegen ihrer Überwachungsmethoden und die Aussage des Chefs" was die da sammelt interessiert mich gar nicht" änderten aber nix daran das ich mich täglich 8-10 Stundenmit der Frau zusammenarbeiten musste. Wenn dann über 3 Quartzale keinerlei Iniitiative von Oben und vom Betriebsrat kommt, bist du irgendwann am Ende. ich hab am dritten Quartalsende meine Kündigung eingereicht und um einen Auflösungsvertrag gebeten - und bin dann noch gezwungen worden 6 Monate KüFri abzureiten, weil Chef dann einen auf beleidigt das ich ihn nach 15 jahren verlasse (nur wegen ner Frau, werdense mit der denn nicht fertig…) gemacht hat. Das Problem ist als Mann uU auch noch, das Frau immer als das schwache Opfer angesehen wird und man als Mann irrsinig darauf achten muss korrekt und pc zu agieren. Die Öffentlichkeit tendiert immer dahin der Frau einen Vorschuß zu geben und deren Handlungen irgendwie geschönt zu betrachten.
Mittlerweile wachen die Leutze da auf, denn ein Weiter Kollege ist inzw. gegangen und eine nmach mir in die Abteilung gerückte befindet sich zZ im Krankenstand seit fast 8 Wochen, weil sie das Arbeitszimmer nicht mehr betreten will und täglich Heulkrämpfe bekam… ich kann mir gut vorstellen was da abgeht. Gegen paranoide, zielstrebige kranke Hirne (gibts da eine Bezeichnung für) hat man eigentlich keine Chance.
HH

Hallo,
ziemlich extrem und sicher eine gute Motivation für einen Mord. Ich hatte bisher im Berufsleben glücklicherweise noch nie größeren Streß mit KollegInen.

Gruss
Enno

hallo meike,

Meine Arbeitskollegin macht mich fix und fertig.
Wenn sie schlechte Laune hat läßt sie alles an mir aus, weil
ich die einzigste unter den Kollegen bin, die niemals
Widerworte geben würde und sich alles gefallen läßt.
Ich fahre jeden Abend heulend nach Hause.

und warum gibst du niemals „widerworte“? (allein deine wortwahl finde ich schon seltsam. du bist doch ein erwachsener mensch und kein kleines schulmädchen, oder?)

warum läßt du dir alles gefallen, obwohl du weißt, dass es nicht richtig ist?

Was schont meine Nerven mehr:

  1. Da kündigen, und dafür arbeitslos sein und
    sich Sorgen machen , wie es weiter geht

macht dir das denn spaß?

  1. Da bleiben und jeden Abend einen Heulanfall
    haben

oder das etwa? wäre es denn nicht ein schöne und sinnvolle alternative, wenn die verursacherin selbst unter ihrer bosheit leiden würde?

nun, ich kann dir höchstens raten, was deine nerven und dein rückgrat auf längere sicht stärken würden. und das ist die möglichkeit 3.: sich wehren!
um den prozess der persönlichkeitsbildung kommt du eh nicht herum - warum nicht also jetzt damit anfangen? wenn du vor deinem problem weggrennst, kannst du es nie lösen.
und noch eine floskel - nichtsdestoweniger wahr: wer kämpft, kann verlieren. wer nicht kämpft, hat schon verloren.

und jetzt mal praktisch:
kannst du dir vielleicht auch vorstellen, wie toll es ist, wenn man ein problem gelöst hat? stelle dich doch mal vor den spiegel, schaue dich an und stelle dir vor, wie du wohl aussiehst, wenn du ihr (der kollegin) einmal richtig kontra gegeben hast! genieße doch mal diesen gedanken, bewege ihn in deinem kopf herum, nimm dir zeit dazu.
schau dir dein gesicht jetzt ganz genau an. siehst du, wie dein blick fester wird, deine mundwinkel lächeln? etwas spöttisch vielleicht? präge es dir ein! denn mit diesem gesicht sollst du auch deiner kollegin begegnen, wenn du ihr einmal mit fester stimme die meinung sagst! (und ich garantiere dir: sie wird dich danach anderes behandeln!)

nachgeben und kissen vollheulen verschiebt dein problem allenfalls. und dazu fühlst du dich mies dabei.
also lieber so: pack die kuh bei den hörnern! :wink:

liebe grüße
ann

Hi
Den Gedanken hatte ich - und hab lieber gekündigt bevor ichs noch getan hätte. ZZeit mache ich gerade ihre Urlaubsvertretung, da die andere Krank geschrieben ist - da musste ich auch schlucken, denn ihr noch Urlaub zur Belohnung zu ermöglichen hielt ich erst für verfehlt.
HH

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Hallo Meike,

um es gleich vorneweg zu sagen: ich hab die anderen Antwortpostings (auch die auf Deine anderen Anfragen) nicht alle gelesen, es kann also sein, daß ich jetzt doppeltes schreibe.
Ich war mal in ner ähnlichen Situation, mit der Ausnahme, daß ich da schon 10 Jahre älter war als Du und von Auftreten und Ausbildung her in einer Position war, daß ich nicht gemobbt wurde. Trotzdem bin ich fast verzweifelt: als sehr fröhlicher und lustiger Mensch plötzlich in einem „Team“ von 50-jährigen, ernsten, vom Leben enttäuschter Menschen zu sitzen. Die Arbeit war gut und spannend, die Zusammenarbeit mit den Kollegen auf rein fachlicher Ebene war okay. Aber ständig die mißbilligenden Blicke, wenn ich es mal gewagt habe zu lachen. Oder gar beim Mittagessen über so uninteressante Dinge wie das Wetter zu plaudern. *schauder* Was ich dann getan hab, war folgendes: Ich hab mir eine Frist gesetzt, in der ich versucht habe, „frischen Wind“ reinzubringen, mit dem Chef zu reden und natürlich auch mit Freunden darüber zu diskutieren, was ich machen könnte etc. Nach Ablauf dieser Frist hab ich mir die Samstagszeitungen gekauft und nochmal 2 Monate später war ich dort weg.

Meine Arbeitskollegin macht mich fix und fertig.

Spontan würde mir einfallen, daß Du ihr vielleicht einen höflichen Brief (ich find’s bei sowas immer gut, das handschriftlich zu tun…) schreibst, in dem Du ihr Deine Situation schilderst. Möglichst ohne Vorwürfe. Also nicht „Sie machen immer…“ sondern „neulich, als Sie xxx gesagt/getan haben, habe ich mich yyy gefühlt. Für die Zukunft bitte ich Sie…“ Wenn das nix bringt, würd ich nochmal mit ihr persönlich reden (eventuell lad sie zu Dir nach Hause ein oder Ihr trefft Euch in nem Café). Nun - und falls das auch scheitert, unterhältst Du Dich mit Deinem Chef und bittest ihn um seine Mithilfe. Naja, und schon der Kauf einer Samstagszeitung (und dem Aktivieren irgendwelcher Suchagenten im Internet) lassen Dich in manchen Situationen derart grinsen, daß Deine möglicherweise letzte Zeit in diesem Laden nicht soo grausig wird.

Liebe Grüße und wie mein Papa immer sagt „Kopf hoch auch wenn der Hals dreckig ist“ :smile:

Petzi