Arbeitsrecht

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,

Meine Frage bezieht sich auf den Bereich des Arbeitsrechts - ich bin mir bewusst, dass über
wer-weiß-was keine Rechtsberatung stattfinden darf, aber mich würde dennoch zumindest Ihre
Meinung interessieren.

Ich bin in meinem ersten Job nach dem Studium innerhalb der Probezeit gekündigt worden. Die
Gründe sind recht vielfältig, zum einen gab es gewisse Tätigkeiten, die nicht Bestandteil meiner
Ausbildung waren und mit denen ich mich (entgegen dem, was mein Chef von mir erwartet hatte)
auch nicht auskannte, darüber hinaus habe ich mich nicht schnell genug in alles eingearbeitet und
wurde als zu langsam bezeichnet. Mein ehemaliger Chef hat mir aus Kulanz aber zugesichert, mir
ein gutes Arbeitszeugnis auszustellen, in dem nichts von der Kündigung erwähnt wird. Darüber
hinaus bin ich nun einen Monat freigestellt und danach dann noch zwei Monate geringfügig
beschäftigt (d.h. ich soll dort einmal im Monat Kleinkramaufgaben übernehmen, wie etwa die
Homepage aktualisieren, so dass ich noch eine Weile sozialversichert bin).

Die Stelle war ursprünglich auf ein Jahr befristet und nun sind erst fünf Monate vergangen, ich
schreibe bei neuen Bewerbungen immer, dass ich derzeit in der Firma eine befristete Stelle habe
(wobei ich nicht erwähne, dass ich vor Ende der Befristung gekündigt wurde und dass ich derzeit
freigestellt bin). Ich sage auch nicht, dass ich gekündigt wurde und rede gewissermaßen darum
herum. Etwa, dass ich derzeit noch gewisse Projekte übernehme, aber nicht mehr Vollzeit arbeite
oder dass ich mir die Stelle mit meinem Nachfolger teile). Es wird ja tatsächlich einen Nachfolger
geben, nur dass ich mir mit dem ja in Wahrheit nicht die Stelle teile, sondern der wird mich nun
ersetzen und wenn ich dann vielleicht noch mal in die Firma komme, um die Homepage zu
aktualisieren, werde ich vielleicht mal kurz parallel mit diesem arbeiten, aber mehr auch nicht).

Meine Frage ist nun, ob mir aufgrund dieser Sprachkonstrukte, dieses “Darum-Herumredens” später
Probleme entstehen können, etwa wenn ein neuer Arbeitgeber dann auf verschlungenen Pfaden
herausbekommt, dass ich doch gekündigt wurde. Oder bin ich so lange auf der sicheren Seite, wie
ich nicht explizit nach einer Kündigung gefragt werde und das verneine. Sind solche sprachlichen
Spielerein erlaubt?

Viele Grüße

Ob man gekündigt wurde oder selbst gekündigt hat, hat eigentlich in einer Bewerbung nichts zu suchen. Dafür gibt es genügend -Ausweichformulierungen-. Z.B. … bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung… .
Allerdings, wenn Du Deinen Sachverhalt mit der Eigenkündigung erwähnst, dann solltest Du bei der Wahrheit auch bleiben.

Mein Tipp, lass das weg und suche die neuen Herausforderungen!!!

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