'Arbeitsscheu' oder nicht?!

Hallo zusammen,

angenommen jemand fängt eine neue Stelle in einem neugegründeten Unternehmen an (bspw. einem neuen Elektronikmarkt einer großen Kette).
Nach 8 Monaten kündigt er/sie, wegen einer neu manifestierten, chronischen Erkrankung und Mobbings (Mobbing nicht als offizieller Grund).
In einem Scheidungsverfahren wird ihm/ihr nun vorgeworfen gekündigt zu haben, weil" Arbeit nicht so ihr/sein Ding sei".

Drei Jahre nach Eröffnung des Marktes arbeiten von den 70 Mitarbeitern bei Eröffnung nur noch 9 Mitarbeiter für das Haus. Der Rest wurde ersetzt bzw. hat selbst gekündigt.

Ist der Vorwurf der „Unlust“ unter diesen Parametern stichhaltig oder lässt sich anhand der Mitarbeiterfluktuation etwas anderes ableiten?

Gruß
Bori

Hallo zusammen,

angenommen jemand fängt eine neue Stelle in einem
neugegründeten Unternehmen an (bspw. einem neuen
Elektronikmarkt einer großen Kette).
Nach 8 Monaten kündigt er/sie, wegen einer neu manifestierten,
chronischen Erkrankung und Mobbings (Mobbing nicht als
offizieller Grund).
In einem Scheidungsverfahren wird ihm/ihr nun vorgeworfen
gekündigt zu haben, weil" Arbeit nicht so ihr/sein Ding sei".

Drei Jahre nach Eröffnung des Marktes arbeiten von den 70
Mitarbeitern bei Eröffnung nur noch 9 Mitarbeiter für das
Haus. Der Rest wurde ersetzt bzw. hat selbst gekündigt.

Ist der Vorwurf der „Unlust“ unter diesen Parametern
stichhaltig oder lässt sich anhand der Mitarbeiterfluktuation
etwas anderes ableiten?

im scheidungsverfahren ist weniger der vorwurf, dass man gekündigt hat, sondern dass man sich nicht unverzüglich eine neue arbeit gesucht hat…
wenn die kündigung wegen einer erkrankung erfolgte, dann wurde auch sicherlich ein attest ausgestellt.

Hallo Bori,

Ist der Vorwurf der „Unlust“ unter diesen Parametern
stichhaltig oder lässt sich anhand der Mitarbeiterfluktuation
etwas anderes ableiten?

Der Fakt, dass einem spezifischen Arbeitgeber die Mitarbeiter reihenweise wegrennen, ist kein Beweis dafür, dass eine einzelner Mitarbeiter nicht faul war. Er ist allenfalls ein Hinweis dafür, dass dieser Arbeitgeber keine sonderlich gute Arbeitsbedingungen hat.

In Arbeitsgerichten sitzen erfahrene Richter, die es gewohnt sind von beiden Seiten sehr subjektive Aussagen zu bekommen oder Aussagen, die einer objektiven Prüfung niemals standhalten.

Ein Hinweis ist, ob es eine Abmahnung gab, die in diese Richtung gab.
Weiterhin stellt sich die Frage, warum der Mitarbeiter nicht schon in der Probezeit entlassen wurde.

Weiterhin tauchen nicht alle Arbeitgeber im proportional gleichen Verhältnis bei den Arbeitsgerichten auf. Die Richter kennen ihre Pappenheimer und wissen die Aussagen zu bewerten.

Du bist also vor einem Arbeitsgericht und wirst mit Dreck beschmissen. Das kränkt dich und reist dich runter.
Es tut mir leid für dich.

Leider musst du es ertragen, solange es läuft. Lass deine Anwalt seine Arbeit machen. Vor Arbeitsgerichten haben überwiegend die Arbeitnehmer Erfolg.

Gruß
Carlos