Hallo
Ich habe eine Arbeit die mich sowohl körperlich als auch mittlerweile auch Seelisch stark belastet. Ich hatte dies ja in letzten Monaten schon ab und zu mal hier angesprochen.
Im Moment ist es so, das ich mich mit Mühe auf den Beinen halten muß, wenn ich zur Arbeitsstelle gehe, bzw. zu meinem Arbeitsplatz. Meine Beine sind weich, mir ist Schwindelig und unwohl.
Dabei ist es - nach meinem Empfinden - nicht mal so, das ich irgendwie „Keine Lust“ habe, sondern es ist wirklich Angst vor dem was kommt und der Druck der gleich auf mich lasten wird.
Diese Symptome lassen dann im Laufe des Arbeitstages nach und in der Freizeit sind sie gar nicht zu bemerken.
Nun bin ich leider so ein „Kämpfer“, der sich sagt „Durchhalten um jeden Preis“. Manchmal denke ich mir aber auch, das ich meinen weichen Knien einfach mal nachgeben soll und mich hinzuklatschen.
Davon habe ich auch gestern meinem Arzt erzählt, als ich zur Quartalsuntersuchung (wg. Diabetes) da war. Er sagte, das diese „Symptome“ von der Arbeit kommen können. Das war es aber auch.
Nun gebe ich zu, das ich bei solchen Arztgesprächen immer „etwas dämlich“ bin. Ich bin nicht der Typ, der sich da hinsetzt und sagt „Ach mir geht es ja sooo schlecht“. Ich sage immer, ein Arzt muß selber entscheiden, wann er einen Patienten zu Hause lässt und wann nicht.
Aber nichts dergleichen. Keine Medikamente, keine Tips, nüschts.
Ein Freund von mir ist Lehrer. Und er beklagt sich seit Anfang der Woche über ganz ähnliche Symptome. Er war gestern ebenfalls bei einem (anderen) Arzt und wurde wegen „Stresssymptomen“ auf Anhieb 2 Wochen krank geschrieben.
Das ist doch irgendwie recht sonderbar, oder?
Wie soll man sich da verhalten? Wie gesagt, ich bin so einer der sich nie beschwert und es „allen Recht machen will“ und mein Arzt z.B. sagte, er dürfe nicht „einfach so“ jemanden krank schreiben.
Deswegen frage ich da auch schon gar nicht mehr nach.
Nun weiß ich auch nicht. Ist dieser Stress für mich gefährlich? Sollte ich mich krank schreiben lassen, oder ist das nur eine Art „Faulheitsfieber“?
Was wäre wenn ich auf der Arbeit wirklich einmal umkippe (was wohl ohnehin nicht mehr lange dauern dürfte)?
Nebenbei bemerkt sei noch, das meine Arbeit bei meiner Abwesenheit (Urlaub) von 2-3 Leuten gemacht werden muß, da sie „nicht so schnell sind wie ich“.
Wobei ich auch immer sage, das es alles zu viel für mich ist. Aber es muß ja die Produktion „effektiv laufen“ …
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Sowas wie „Noch mal mit dem Arzt reden“ oder „Arzt wechseln“ kann ausgelassen werden. Ersteres klappt bei mir sowieso nicht (wobei es mir auch immer wieder passiert, das ich mich MAL dazu durchringen kann mich ein paar Tage krank schreiben zu lassen wegen etwas und mich dann vom Chef doch wieder belabern lasse, das ich doch komme) und Arzt wechseln würde ich auch gerne machen, aber ich weiß nicht ob das so gut ist, weil ich ja in diesem „Diabetes-Programm“ drin bin und „der Arzt so ja ganz nett ist“ und „was wird er dann von mir denken“ usw…
Ja, bei mir ist „einiges nicht ganz in Ordnung“ 
Trotzdem danke für eure Antworten.
Gruß
Andreas


