Arbeitsunfall (?) und Krankenkassenwechsel

Hallo erstmal ,

ich habe hier schon einmal geschrieben.

Was kann ich nun tun? Ich habe letztes Jahr im Juli mir eine Verletzung am Knie beim Heben einer Tonne geholt. Das ganze ereignete sich während meiner Arbeitszeit als Kurier (Werkstudent).
Damals hieß es von Seiten des Arztes der mich in der Notaufnahme röntgete: nicht so schlimm nehmen sie voltaren emulgel. Ich wusste aber dass es was schlimmeres ist, da ich noch nie so ein Gefühl in meinm Knie hatte.
Auch ist der Arzt der Ansicht gewesen, dass das kein Arbeitsunfall ist. (es wirkte keine Kraft von außen auf mein Knie)
Dabei war der Hergang folgender: ich ziehe eine Tonne von der Rampe, gehe in die Knie, und dabei passiert´s, meniskus halt!

Im Durchgangsbericht, den ich mir inzwischen vom Krankenhaus kommen lassen habe steht´s :
„in der Kapellenstr. beim Anheben einer Tonne (ohne Unfall) aus der Hocke schmerzen im Knie“

Röntgenergebnis: „Rechtes Knie in 2.eb: keine Fraktur“
Diagnose: „Distorsion rechtes Knie“

Kein Unfall im Sinne des Gesetzes: „JA“
Besteht konkreter Anlass, dass der Versicherte von einem Mitarbeiter des UV-Trägers beraten wird? „NEIN“

Art der Heilbehandlung: ES WIRD KEINE HEILBEHANDLUNG ZULASTEN DER UV DURCHGEFÜHRT WEIL (leer)

Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit: (leer)

Ist die Zuziehung von Konsiliarärzten zur Klärung der Diagnose und oder Mitbehandlung erforderlich? NEIN

Ich habe auch nach dem Unfall weiter als Kurier (unter gelegentlichen Schmerzen) gearbeitet. Ich bin auch nicht so dunnhäutig.
Wer selbst mal einen Meniskusriss hatte, weiß dass viele Leute so etwas verschleppen…

Inzwischen, fast ein Jahr nach dem Durchgangsarztbericht weiß ich dass ich mir damals einen Innenmeniskus Korbhenkelriss zugezogen habe.
Nach der endgültigen Befund durch einen Radiologen mittels RöhrenEMG (?) ist das Ding vor einem Monat auch operiert wurden.

Nun war ich damals in der Debeka, seit Anfang des Jahres bin ich bei der AOK.
Die AOK musste ja nun die Kosten meiner Orthoskopie (Meniskusoperation) tragen. Die haben mir ein Formular geschickt, wo sie noch mal wissen wollen, wie es eigentlich zu dem Meniskusriss kam.

Nun, ich habe mehrere Ärzte durchlaufen bis ich endlich die Diagnose hatte. Wobei mein behandelnder Orthopäde gut war!

1.) Kann die AOK nun im Nachhinein den Unfallversicherungsträger, ich war ja Werkstudent, belasten?

2.) Wie stehe ich eigentlich da, bei der Orthoskopie wurde eine Knorpelschaden Stufe III diagnostiziert. Wenn ich in 15 Jahren eine Arthrose habe, wer zahlt dann?

3.) Ist der Durchgangsbericht in der Sache richtig=? wird dieser nicht durch die zwar späte Entdeckung meines Meniskusschadens relativiert?

Ich denke ich werde in jedem Fall mal mit der AOK telefonieren…
Auf dem Formular dass ich für die AOK ausfüllen soll unterschreibe ich auch, dass meine behandelnden Ärzte/Krankenhäuser etc von der Schweigepflicht entbinde wenn so die AOK Ersatzabnsprüche durchsetzen kann.

Was meint ihr Fachleute?
Vielen Dank, Daniel

Kläre das bitte mit der AOK - dazu kann eigentlich
nur die AOK etwas sagen bzw. die jetzige oder die ehemalige Krankenkasse!

Die muss das auch mit der BG klären, wenn und soweit Du dort überhaupt gemeldet und versichert warst!

Ohne vollständige Akteneinsicht und Mandat kann sonst niemand etwas tun!

Fülle alles so aus wie es war und besprich es mit den Leuten!

Thorulf Müller

Hallo,
theoretisch ist es denkbar dass die Kasse versucht bei der BG.
auf Arbeitsunfall hinzuwirken - in der Praxis hab solche „Versuche“
allerdings keine Chancen. Das Unfallereignis ist zu lange her und
die Diagnose allein lässt auch nicht auf einen Unfall schliessen.
Was die Behandlungskosten betrifft, wird immer die gerade zuständige Krankenkasse diese übernehmen. Offen bleibt dann nur die Frage wenn
diese Erkrankung/Verletzung zu einem dauerhaften Schaden führt -
hier wäre mein Rat sich eine Rechtsberatung einzuholen.
Gruss
Czauderna