seid längerer Zeit beschäftigt mich nun schon eine Frage die nicht ganz so einfach zu stellen ist, ich werde versuchen die Vorgeschichte passend zu erläutern um die Antworten auf ein bestimmtes Maß zu begrenzen.
Ich bin ein ehemaliger Maler und Lackierer und musste mich aus Gesundheitlichen Gründen ( Epilepsie ) neu orientieren.
Durch meine neu aufgetretene Krankheit blieb die Wahl sich den " passenden " Beruf auszusuchen recht begrenzt.
Ich wollte was anspruchsvolles lernen und auch etwas wo ich realistische Chancen auf eine Beschäftigung habe.
Ich wählte den Beruf des Industriekaufmannes, ich habe zu Beginn dieses Jahres eine schriftliche Prüfung abgelegt und absolviere gerade mein, in diese Ausbildung integriertes, Praktikum ab.
In der Firma wo ich dieses gerade ableiste hat man mir schon vor länmgerer Zeit signalisiert das ich bleiben könne wenn ich denn wollte.
Über die finanzielle Seite bzw. ergänzende Informationen ist bislang kein einziges Wort gefallen.
Als da wären : Gehalt / Lohn / Urlaubstage / Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld / 13. Monatsentgeld .
Nun stellt sich für mich folgende Frage:
Welches Gehalt darf ich als Neueinsteiger im Bereich Flachdach / Dachdämmung verlangen?
Wir stellen Dachdämmung her bzw. Gefälledämmung.
Ich würde ( so glaube ich ) nicht als Industriekaufmann angestellt werden, diesen Titel würde ich aber gerne in diesem Arbeitsvertrag drin stehen sehen um mir mögliche Weiterbildungsmöglichkeiten nicht zu verbauen, wo es wichtig sein könnte das man nachweist das man 5 Jahre im Bereich Indutriekaufmann gearbeitet hat.
Ich arbeite im Bereich Verkauf ,derzeiz. Und würde auch für diesen Bereich eingestellt werden.
Welche Inhalte sind selbstverständlich und welche Inhalte muss ich beachten um nicht ungünstig abzuschneiden.
Ich möchte das verdienen was in diesem Bereich üblich ist, nicht weniger.
Ich weiss das meine Chefs mit denen ich im selben Büro sitze sehr clever sind, was solche Dinge anbelangt.
Muss ich z.B Auf Weihnachtsgeld , Urlaubsgeld , 13. Monatsgehalt gesondert eingehen?
Fragen:
Welche vertraglichen Inhalte sind in dieser Branche üblich?
Was ist gehaltstechnisch üblich?
Was darf / sollte ein Industriekaufmann als Startgehalt verlangen?
Worauf sollte ich besonders achten?
Wen mir jemand auf meine Fragen antworten könnte wäre ich schon erleichtert, bitte keine Scherzantworten, oder gar abfällige Bemerkungen.
Ich würde ( so glaube ich ) nicht als Industriekaufmann
angestellt werden, diesen Titel würde ich aber gerne in diesem
Arbeitsvertrag drin stehen sehen um mir mögliche
Weiterbildungsmöglichkeiten nicht zu verbauen, wo es wichtig
sein könnte das man nachweist das man 5 Jahre im Bereich
Indutriekaufmann gearbeitet hat.
Hallo Sven, ich weiß nicht welche Weiterbildungen in dem Bereich möglich sind und was du dafür nachweisen musst.
Welche Inhalte sind selbstverständlich und welche Inhalte muss
ich beachten um nicht ungünstig abzuschneiden.
Muss ich z.B Auf Weihnachtsgeld , Urlaubsgeld , 13.
Monatsgehalt gesondert eingehen?
Das kommt darauf an, ob es einen gültigen Tarifvertrag gibt, der das vielleicht regelt. Ansonsten ist das Verhandlungssache.
Worauf sollte ich besonders achten?
Das zumindest die Mindestangaben nach dem Nachweisgesetz drinstehen. Wenn ihr was zusätzliches vereinbart, dann sollte das natürlich auch rein. Mündliche Absprachen - Nach dem Motto „Das gewähren wir ihnen auch noch, aber das brauchen wir nicht schriftlich im Vertrag aufzunehmen. Da geb ich ihnen meine Hand drauf.“ o.ä. sind im Zweifelsfalle schlecht nachweisbar.
Wen mir jemand auf meine Fragen antworten könnte wäre ich
schon erleichtert, bitte keine Scherzantworten, oder gar
abfällige Bemerkungen.
Sven, ich kann dir nicht auf alle deine Fragen antworten, weil branchebspezifische Sachen doch sehr unterschiedlich geregelt sind und selbst, wenn hier jemand aus deiner Branche antwortet, könnten da nochmal von Bundesland zu Bundesland oder von Firma zu Firma Unterschiede bestehen. Da mögen dir zwar Angaben als Richtschnur was helfen, aber sie stellen nicht unbedingt ein Muss dar.
nach dem ich deinen Artikel gelesen habe, beglückwünsche ich dich erst einmal recht herzlich zu diesen Aussichten. Ich glaube kaum, dass es in deiner Umschulungsklasse noch viele Leute gibt, denen dieses Glück vergönnt wird.
Ich selbst habe zwar ebenfalls den Industriekaufmann als Umschüler gelernt, war aber nie in dem Job tätig und somit kann ich dir auch nichts über die Höhe des Gehalts sagen. Hier könntest du aber deine Lehrer fragen, sie haben da bestimmt einen Anhaltspunkt für dich. Was die Anzahl der Urlaubstage betrifft, so würde ich mich im Betrieb bei den Arbeitskollegen kundig machen. Im allgemeinen ist das im jeweiligen Betrieb gleich gehalten.
Beim Verlangen nach Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und 13. Monatsgehalt wäre ich vorsichtig, das sind für mich Zulagen zu denen der Betrieb nicht verpflichtet ist. In vielen Firmen wurde das schon ganz radikal gekürzt oder in so genannte Arbeitszeitkonto geparkt.
Mein Vorschlag wäre allerdings den Arbeitgeber auf dich zukommen zu lassen. In der heutigen Zeit ist es (auch mit vielen gelernten Berufen) nicht leicht einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Du kannst ja gern sagen, dass du im Arbeitsvertrag als Industriekaufmann angestellt werden möchtest. Doch bedenke, dass später im Arbeitszeugnis ganz andere Aufgabenbereiche aufgezählt werden.
Leider vergisst du bei deiner Aufzählung völlig, dass der Arbeitgeber nach wie vor das Recht hat dir eine Probezeit aufzuerlegen, selbst wenn du schon einige Zeit (2 Monate?) im Praktikum gearbeitet hast. Man könnte mit dem Arbeitgeber schon während der Probezeit vereinbaren, dass z.B. nach Ablauf der Probezeit und Zufriedenheit des Arbeitgebers eine nach Jahren gestaffelte Gehaltserhöhung erfolgt. Da ich nicht weiss, in wie weit die Gewerkschaft ihr Süppchen in der Firma mitkocht und du auf eine gewisse Art und Weise die Preissteigerungen ausgleichen willst.
Vielleicht (aber nur vielleicht!) kämen auch gesonderte Konditionen in Betracht, wie z.B. vermögenswirksame Leistungen, Direktversicherung oder Firmenwagen.
Es ist alles Verhandlungssache und es kommt immer darauf an, wie gut du dich verkaufen kannst.
Mich würde mal interssieren was Ihr so in Zahlen ausgedrückt nehmen würdet, für eine Verkausorientierte Tätigkeit wo direkter Kundenkontakt und eine hohe Zuverlässigkeit gefordert wird.
Und in einem muss ich euch zu stimmen , ich bin in unserer Umschulungsklasse der einzige mit Aussicht auf eine bezahlte Tätigkeit.
Was sollte ich bei Steuerklasse Brutto nehmen / bzw verlangen ?
2000 Brutto?
2500 Brutto?
Was würdest ihr für diese Tätigkeit Netto haben wollen?
Hallo Sven, ein gut gemeinter Tipp von mir (du kannst es natürlich auch anders machen): Lass den Arbeitgeber den Vortritt und lass ihn ein Angebot machen (insofern es nicht sowieso Vorgaben durch einen Tarifvertrag gibt) und dann überlegst du halt, ob du darauf eingehen möchtest.
und dann überlegst du halt, ob du darauf eingehen möchtest.
In der heutigen Situation auf dem Arbeitsmarkt muss man froh sein, dass man einen Job hat! Ich denke, man wird da nicht viel handeln. Außer, du hast eine reiche Frau und kannst dir Arbeitslosigkeit leisten.
Wenn dir das Gehalt nicht gefällt, stimme trotzdem zu und such dir schnell etwas anderes. Wenn du einen besser bezahlten Job findest, kannst du immer noch kündigen.
Deine Wünsche hören sich - für meinen Geschmack - etwas zu hoch an. Allerding muss ich zugeben, dass ich die Branche nicht kenne.
Ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen - lass deinen Chef den ersten Schritt machen.
Natürlich ist es immer gut eine feste Anstellung zu haben, aber es ist ja nun mal leider so das viele Chefs sich die Unwissenheit und Unbeholfenheit der jungen AN zu nutze machen.
Fakt ist nun mal das ich mir dieses Vertrauen hart erarbeitet habe in dem 6 monatigen Praktikum.
Es war sehr viel im Punkto lernen gefragt und vor allem im Thema Anpassung allgemein.
Meine Vorgesetzten hätten mir , wenn Sie meine Arbeit nicht brauchten bzw wollten ,sicher keine Option , zum bleiben gegeben.
Fakt ist nun mal auch das ich angemessen bezahlt werden möchte , ich möchte nur gerecht bezahlt werden, und nicht mit so einer Art Almosen abgefertigt werden.
Ich will Arbeiten und ich werde Arbeiten, aber gegen eine Abzocke wehre ich mich.
Leider ist das heute nun mal ein direkter Arbeitgeber-Markt und leider bedeutet das auch das viele Chefs der Überzeugung sind, das es ein Privileg sein müsse für 850€(netto) in deren Firma zu arbeiten.
Natürlich gibt es auch andere AG, aber jeder Chef ist ein „Einkäufer“ und wenn er sich günstige / billige AN sichern kann , die ausreichend Qualifiziert sind, dann tut er das nun mal.
diese „Verdienstmöglichkeiten“, die die Arbeitsagentur da angibt, die würde ich mit Vorsicht genießen.
Ich habe im letzten Sommer eine Umschulung zur Steuerfachangestellten mit Bestnoten abgeschlossen und konnte, trotz identischer Angaben zu den Verdienstmöglichkeiten , nur 1.600 brutto Anfangsgehalt rausholen (ursprünglich wollten die mir sogar nur 1400 zahlen) , kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld und auch keine vwL. 24 Tage Urlaub, mehr gibts nicht.
Und bei mir spielt sich das ganze in einer deutschen Großstadt mit dem angeblich höchsten Lohnniveau ab.
Beate
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