Arbeitszeit

Hallo,

ich würde gerne Eure Meinung zu folgendem Problem erfahren.
Ich bin seid einem halben Jahr arbeitslos.
Jetzt hat man mir eine Stelle angeboten in einem interessanten Bereich.
Finanziell ist es absolut nicht berauschend. Etwas mehr als jetzt.
Das Problem: Bei dieser Stelle ist hauptsächlich Nachtarbeit (23 - 7) angesagt (Kundensupport nach Amerika, Neuseeland) und der Anfahrtsweg für mich ist 1 1/4 Stunden einfache Strecke.
Meine Tochter ist 12 und nicht mehr so selbstständig wie mit 9 (wir rasen mit Riesenschritten durch die Pubertät :smile: )
Mein Bauchgefühl sagt „Nein“. Ich kann sie jetzt noch nicht so lange alleine lassen - tagsüber werde ich nämlich reichlich kaputt sein.
Mein Kopf sagt „JA“ greif zu.
Einspringende Verwandtschaft ist nicht vorhanden.

Wie würdet Ihr Euch entscheiden?

Liebe Grüße

Carina

Hallo Carina,
eigentlich muss ja schon alles annehmen, was einem angeboten wird…
Nach den genannten Zeiten , wärst du dann ab ca. 21.30 Uhr bis 8.30Uhr weg.
Wenn du denkst, das du diesen Job und dein Kind wuppen kannst - dann mach es!
Wenn du aber denkst, so denke ich auch, das dein Kind zu kurz kommt, dann lass es. Und suche dir etwas von der Zeit her besseres.
Ich hatte vor kurzem ja auch dieses Problem hier beschrieben( 3Jährige Tochter und 3 ganze Tage arbeiten), und habe mich für die freie Zeit mit meiner Tochter entschieden.
Viel Glück bei deiner Entscheidung
MAnu

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lass es!
Hi!

Ich gebe Dir jetzt nur meine Meinung!

Finanziell ist es absolut nicht berauschend. Etwas mehr als
jetzt.

Mein Bauchgefühl sagt „Nein“. Ich kann sie jetzt noch nicht so
lange alleine lassen - tagsüber werde ich nämlich reichlich
kaputt sein.

Einspringende Verwandtschaft ist nicht vorhanden.

Du stellst Dich finanziell nur unwesentlich besser, Deine Tochter wird zusammen mit Dir vermutlich größere Probleme bekommen, und eine Lösung dafür existiert nicht!

Wie willst Du unter diesen Umständen arbeitsmäßig bei der Sache sein (sprich: Den Job vernünftig erledigen)?

Es ehrt Dich, dass Du ins Arbeitsleben willst, aber ich denke, dass man das nicht um jeden Preis machen sollte!

Und dieser Preis erscheint mir zu hoch…
Da solltest Du lieber suchen, bis Du etwas besseres findest!

LG
Guido

Guten Morgen,

obwohl ich bekanntermaßen eine Verfechterin bin davon auch mit Kind um fast jeden Preis wieder zu arbeiten, doch erscheint mir Deine Lösung als nicht akzeptabel. Du wirst morgens völlig fertig heimkommen und erstmal schlafen wollen. Vor Nachmittag wirst Du auch nicht wieder ausgeruht aufstehen können. Und dann gibt es ja auch noch Sachen wie Einkäufe, Haushalt, Arztbesuche etc…nee, da bleibt nahezu keine Zeit mehr für Deine Tochter. Auch wenn sie vermutlich schon relativ eigenständig und selbständig ist, so meine ich ist die Gefahr dass sie gerade in der Pupertät vom „rechten“ Weg abdriftet zu groß…dann such Dir lieber etwas „weniger Anspruchsvolles“, das Du mit der Pupertierenden vereinbaren kannst.

Grüße
Dora

Guten Morgen Dora,

so schwer es mir auch fällt wird das wohl meine Entscheidung sein. Es ist wirklich übel und mit geht es damit gar nicht gut. Aber bei meiner Tochter habe ich schon das Gefühl, dass bei fehlender Kommunikation sie mir „abdriftet“. Sie ist so der Typ „Rebell“ und das dürfte wirklich schwierig werden. Man sagt ja immer „12 ist erst der Anfang“.

Liebe Grüße

Carina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Danke Euch allen
Guten Morgen,

es ist wirklich schwierig. Aber ich denke auch, dass ich das nicht schaffen werde ohne das entweder die Beziehung zu meiner Tochter oder ich daran „draufgehen“ werde.
Mein Kind braucht viel Gespräche und könnte mit einer scheinbar desinteressierten Mutter nicht umgehen. Oma oder Opa sind auch nicht greifbar.

Danke für Eure Meinungen

Liebe Grüße

Carina

„Nein“. Ich kann sie jetzt noch nicht so

lange alleine lassen - tagsüber werde ich nämlich reichlich
kaputt sein.
Mein Kopf sagt „JA“ greif zu.
Einspringende Verwandtschaft ist nicht vorhanden.

Wie würdet Ihr Euch entscheiden?

Ich möchte Dir dazu mur erzählen, das einige Deiner Bedenken unbegründet sind.

Die Arbeitszeit als solches ist nämlich ideal.
Meine Mutter hat viele Jahre ausschließlich nachts gearbeitet, sie mußte schon um 20.15 aus dem Haus.
Nachts braucht Dich Deine Tochter doch wohl am allerwenigsten. Du gehst, wenn sie im Prinzip schon schlafen geht und kommst nach Hause, wenn wie zur Schule muß. Du schläfst, während sie in der Schule ist…sollte es mal nötig sein, kannst Du aber auch erst später schlafen und mit Ihr Termine wahrnehmen oder in den Ferien auch mal was unternehmen. Kommt sie aus der Schule, bist du auf jeden Fall da…auch wenn Du noch schläfst, sollte was wichtiges sein, kann sie Dich wecken und ansprechen. So flexibel bist Du mit keiner anderen Arbeitsszeit. Ich weiß jetzt nicht, wie es mit Wochenenden ist, da würde ich es nicht so toll finden.

Die Frage richtet sich auf was anderes. Hätte Deine Tochter ein mentales Problem damit, daß sie nachts allein ist. Ich habe Geschwister, da ist man ja faktisch nie allein. Sind wenigstens Nachbarn da, die sie in Notfällen ansprechen könnte?
Und bist Du der Typ, der Nachtarbeit aushält…das ist nämlich nicht jedermanns Sache…meine Mutter war eh ein Nachtmensch, da spielte das nie eine Rolle.

Lieber Gruß,
Maid

Hallo Carina!

Gerade im Support läuft doch alles über Telekommunikation - sprich Telefon und Internet.

Kann sich deine (zukünftige) Firma nicht vorstellen, dass du 90 % dieser Sache von zuhause aus machst?

Dann fiele die Fahrtzeit weg, du bist da um zu sehen, ob deine Tochter wirklich (alleine) im Bett ist, bzw. sie muss auch nicht Angst haben, alleine in der Nacht zuhause sein zu müssen.

Und Schlafen kannst du am vormittag und mittag, wenn sie in der Schule ist.

Dann wäre die Geschichte nämlich ideal, und viele Firmen gehen schon darauf ein.
Frag einfach mal nach.

lg. Christine

ich rate ab
carina, ich rate dir ab, denn du bleibst auf der strecke,
im wahrsten sinn des wortes. das ist auf dauer nur machbar
wenn du a) unterstützung bekommst und b) sehr stabil bist.
ich selbst habe diese situation nach 1,5 jahren wegen zunehmend
migräne-wochenenden aufgegeben und komme seit 2 monaten wieder
zu mir. 3 std/tag fahrtzeit … let it be!
gruß susanne