Arbeitszeit/Gehälter in BWL-Berufen

Mich würde mal interessieren was der durchschnittliche Diplombetriebswirt so für eine Arbeitsstundenanzahl pro Woche hat, und evtl. mit was für Einstiegsgehältern und Gehältern im weiteren Verlauf man so rechnen kann, v.a. interessiert mich aber die Arbeitszeit!

(Ich weiß, dass es wahrscheinlich sehr schwer ist, dass so pauschal zu sagen…)

Hi!

Deine Frage ist schon sehr allgemein gestellt.
Ich arbeite als Global Accounter und meine Wochenzeiten liegen zwischen 55 und 80 Stunden, schätze ich.
Als Vertriebsleiter (habe ich vorher gemacht) lag die Arbeitszeit ähnlich, allerdings sass ich auch oft am Wochenende über Mitarbeiterbewertungen und Strategiemeeting-Vorbereitungen.
Davon bin ich aktuell glücklicherweise frei und ich verdiene dennoch etwas besser, als früher mit Personalverantwortung.

Beide Jobs sind mit viel Reisetätigkeit verbunden, daher ist es schwer, hier Arbeitszeiten genau zu definieren.
Im öffentlichen Dienst werden wohl Fahrtzeiten mit eingerechnet, bei uns im Sales in der freien Wirtschaft gibt es es jedoch seltenst Überstundenausgleiche und die Arbeitszeit einer Reisewoche mit 3 asiatischen Ländern über Reisezeiten zu definieren ist müssig.

Zum Thema Gehalt wäre es interessant zu wissen, in welche Richtung Du gehen möchtest.
Ein guter Vertriebsaussendienstmitarbeiter kannn schon mal über dem Gehalt des Controlling-Directors liegen. Daher müsstest Du uns wenigstens eine grobe Richtung und auch Deinen Studienschwerpunkt nennen.

Einstiegsgehälter generell variieren aktuell so stark, dass eine globale Aussage nicht leicht zu treffen ist. Du wirst hier jedoch Tips bekommen, wenn Du Branche und Position angibst.

Grüße,

Mathias

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Hola!
Mal gaaaanz grob: In grösseren Unternehmen ungefähr 35-40 TEUR brutto Einstiegsgehalt. Variiert natürlich stark und ist von vielen Faktoren abhängig. Als Anhaltspunkt hauts aber hin. Tendenz zzt. eher nach unten… :wink:
Arbeitszeiten von ca. 60 Stunden sind absolut normal. Überstunden werden erwartet und selten bezahlt.
Gruß + Happy X-Mas!
Iceman

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Hallo Patrick,

Mich würde mal interessieren was der durchschnittliche
Diplombetriebswirt so für eine Arbeitsstundenanzahl pro Woche
hat, und evtl. mit was für Einstiegsgehältern und Gehältern im
weiteren Verlauf man so rechnen kann, v.a. interessiert mich
aber die Arbeitszeit!

Automobilzulieferindustrie in und um Stuttgart:

Anfangsgehalt ca. 30 - 40 T€ (kleine - große Unternehmen)

Arbeitsstunden / Woche: Karrieretyp: > 50 Stunden, ohne Karriere: 35 - 40 Stunden (je nach Tarifvertrag bzw. Betriebsvereinbarung)

weitere Karriere / Gehaltssprünge:
bei 35 -40 Std. / Woche: => max. 55 T€ nach ca. 10 Jahren
bei Engagement > 50 Std. / Woche => je nach Karriereentwicklung bis zum Geschäftsführer (xxx T€)

Nach ein paar Jahren scheiden sich die Geister und es zeigt sich, wer etwas leistet. Dementsprechend gibt’s dann auch Gehalt.

(Das Problem der dt. Wirtschaft ist meiner Meinung nach übrigens, dass viele so wie der Geschäftsführer verdienen, aber keine Überstunden machen wollen.)

Grüsse

Sven

Hallo,
was mich noch interessieren würde ist, inwiefern erst möglich ist nachdem man einige Jahre gearbeitet hat kürzer zu treten und dann (für weniger Gehalt natürlich) weniger zu arbeiten. Nicht, dass ich das von vorneherein vorhätte, aber ein Minimum von 50h hört sich schon nach sehr viel Arbeit an und ich weiß nich ob ich das mein ganzes Leben lang machen wollen würde.
Hört sich jetz vielleicht ein bischen kleinlich an, aber is ne Mittagspause von ner bestimmten Länge zufällig bei der Arbeitszeit normalerweise eingerechnet und schauts so aus, dass man dann die ganze Zeit am arbeiten ist?..habe nämlich irgendwo mal gelesen, dass ne Firma das Experiment eines Emailmaulkorbes gemacht hat, weil die Mitarbeiter ca. 1 Stunde ihrer Arbeitszeit allein damit verbracht haben, private Emails etc. zu schreiben.

Mfg

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Hallo Fragezeichen,

was mich noch interessieren würde ist, inwiefern erst möglich
ist nachdem man einige Jahre gearbeitet hat kürzer zu treten
und dann (für weniger Gehalt natürlich) weniger zu arbeiten.

Du kannst Dich auf die tarifliche Arbeitszeit „zurückfallen lassen“. Das hat erstmal keine direkten Auswirkungen auf das Gehalt (ausser Du hast variable Bestandteile), Dein weiterer Karriereaufstieg ist dadurch aber jäh beendet.

Nicht, dass ich das von vorneherein vorhätte, aber ein Minimum
von 50h hört sich schon nach sehr viel Arbeit an und ich weiß
nich ob ich das mein ganzes Leben lang machen wollen würde.

Wie bereits gesagt, kürzer treten geht schon, wird aber nicht so gerne gesehen, abgesehen vom Sabbatical (Auszeit nehmen für eine gewisse Zeit - da wird aber auch mehr versprochen, als hinterher gehalten).

Hört sich jetz vielleicht ein bischen kleinlich an, aber is ne
Mittagspause von ner bestimmten Länge zufällig bei der
Arbeitszeit normalerweise eingerechnet

Nein, Pausenzeiten sind keine Arbeitszeiten. Aber bitte ja nicht beim Bewerbungsgespräch nach solchen Themen fragen, das wäre (zumindest in meinen Augen) das Aus.

und schauts so aus,

dass man dann die ganze Zeit am arbeiten ist?

Nein, man macht schon Pause (irgendwann kommt der Hunger…). Bei Bedarf wird die Pause aber „variabel“ gelegt (also nicht mitten im Meeting aufstehen und auf die Uhr hinweisen).

…habe nämlich

irgendwo mal gelesen, dass ne Firma das Experiment eines
Emailmaulkorbes gemacht hat, weil die Mitarbeiter ca. 1 Stunde
ihrer Arbeitszeit allein damit verbracht haben, private Emails
etc. zu schreiben.

Private emails am Arbeitsplatz sind eigentlich eh verboten (ausser der AG genehmigt es). Finde ich auch gut so, da man zum Arbeiten da ist und nicht zum email-Schreiben (das kann man auch abends machen). Meine Erfahrung ist, dass viele MA emails schreiben, weil sie zu Hause keinen PC haben (sollen sich halt einen kaufen…).

Grüsse

Sven

Ist jetz zwar eine noch viel pauschalere Frage, aber, angenommen man entscheidet sich dafür, dass man Karriere machen will und arbeitet 60+ Stunden die Woche, mit was für einer Gehaltsentwicklung etc. kann man so im Durchschnitt rechnen? (Mir ist klar, dass das natürlich noch viel schwerer fest zu machen ist, als ein Einstiegsgehalt…aber vielleicht gibts da ja auch Durchschnittswerte?)
Ich hatte vor kurzem gelesen, dass 2003, das Einstiegsgehalt für Unibetriebswirte bei 43 TEUR lag (bei FH auch knapp 40 TEUR), woanders aber dass es in Bayern im Schnitt mit 38 am höchsten is(vielleicht ältere Zahlen?würde dann ja aber auch keinen Sinn ergeben wenn die Gehälter im Moment eher auf dem absteigenden Ast sind).

Ich würde auch gern noch wissen (ich glaub sowas ähnliches habe ich in nem andere Artikel schon mal gefragt) inwieweit es möglich ist später kürzer zu treten (also von der Arbeitszeit und auch dem Lohn her). Angenommen man arbeitet ein paar Jahre lang richtig fleißig, ist es dann noch möglich eine niedrigere Position die mit weniger Verantwortung und somit weniger Arbeitszeit verbunden ist ohne dass das Gehalt überproportional abnimmt? oder z.b. nur ein halbes Jahr zu arbeiten?

Irgendeine Möglichkeit für einen Zwischenweg einer 35-40 Stundenarbeitszeit mit kaum vorhandenen Aufstiegsmöglichkeiten und einer 60-80 Stundenwoche mit guten Aufstiegschancen scheint es ja nicht zu geben oder?

Das hört sich jetz vielleicht alles so an als ob ich total faul und unmotiviert wär, was aber nich zutrifft, sondern ich will einfach nicht, dass mein Beruf später nahezu mein einziger Lebensihalt ist (Denn so kommt es mir schon vor wenn ich was von 60-80 Stundenwochen hör…wären ja immerhin ca. Mo-Sa 10-13h Arbeit und dann hat man ja bestimmt für fast nichts anderes mehr Zeit angenommen wann will normal schlafen)

Mfg

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Also selbst pauschal kann man dazu schwer was sagen. Es kommt drauf an wie gut dein Abschluss ist. Welche Hauptfächer du hattest. In welchen Industriezweig du gehst. Inland oder Ausland? Dann die Abteilung ( Vertrieb kriegt schonmal mehr, vor allem Variable ). Der Aufgabenbereich kommt ja auch noch dazu. Hast du Führungsverantwortung, gar Verantwortung für einen großen Teil des Umsatzes usw. Und die Arbeitszeit ist zwar im Vertrag festgelegt, aber wenn viel zu tun ist halt viel zu tun und die Überstunden wachsen.
Das Anfangsgehalt wird mit Sicherheit so um die 40T€Brutto liegen.

Ich kann nur vom Unternehmen berichten wo ich arbeite ( Teilzeit wegen Studium ) und da liegt das Einstiegsgehalt zwischen 45T€ und 50T€Brutto.

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