Arbeitszeit und Überstunden - welche Relation ?

Hallo Leute,

brauche einen Tipp wegen des Jobs meiner Freundin.

Sie arbeitet seit Januar bei der bundesweit größten Fitness-Firma aus dem englischspachigen Raum.

Im Arbeitsvertrag steht, daß die Regelarbeitszeit 40 Stunden, verteilt auf 5-6 Tage ist. Ausserdem wird ein gewisses Mass an Bereitschaft zum Ableisten von (finanziell nicht abgegoltenen)Überstunden verlangt.

Soweit so gut, es ist ja auch nix gegen 2 oder 3 Stunden pro Woche zu sagen, aber im Schnitt besteht ihre Arbeitswoche aus ca. 50 - 60 Stunden (z.T. auch an Wochenenden). Sie wird am Wochenende für „Tag der offenen Tür“ eingeteilt, insgesamt ca. 2 x 10 Stunden, nachdem sie eh schon die ganze Woche ihre ca. 45 Stunden durchgeackert hat. Auf die Frage an ihren Chef, wann sie einen Zeitausgleich dafür erhält, antwortet er „weiss ich nicht“ und erzählt ihr im selben Moment, daß sie am nächsten Tag (als Anfänger) eine 12-Stunden Schicht fahren soll. Und so geht das schon die ganze Zeit … !

Gibts denn da keine Grenzen bei den Überstunden, wo man mal sagen kann „so bitte nicht“ oder muss man sich alles gefallen lassen. Das kann doch nicht sein, oder ?

Bitte um konstruktive Hilfe !

Danke im voraus …

Hallo

Gibts denn da keine Grenzen

Doch, die schreibt das ArbZG vor:

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/index…

In Kurzform mal die Eckpunkte: durchschnittlich 48 Stunden / Woche sind erlaubt. Unbezahlte Pausen von mindestens 30 Minuten sind nach 6 Stunden (und mindestens 45 Minuten nach 9 Stunden) Arbeitszeit zwingend zu gewähren. Lies Dir vielleicht erst einmal das o.g. Gesetz durch und frage Unklarheiten dann hier konkret ab.

Überstunden sind zu bezahlen oder in Freizeit auszugleichen, wenn sie nicht vertraglich wirksam im Grundgehalt impliziert sind (was übrigens selten der Fall ist).

Gruß,
LeoLo