In einem ca 100 Mann Betrieb ohne Betriebsrat ist ein KFZ - Mech. 29
Jahre tätig. Der Mech. ist 57 Jahre alt und hat einen
Altersteilzeitvertrag mit sechs Jahren, drei im
Betrieb, drei Zuhause. Bisher ist ein Jahr Altersteilzeit im Betrieb
vorbei. Alle bekamen am 29.05.09 einen Brief das zum 1. 06. 09 das
Urlaubsgeld, befristet auf zwei Jahre, wenn Konjunktur sich bessert,
wegfällt. Des weiteren wird Arbeitszeit wiederum um zwei Stunden ohne
Lohnausgleich erhöht, das erste mal 1998 mit wegfall des Weihnachsgeldes,
das wäre jetzt eine 40 Std. Woche, davon 36 Std. bezahlt werden.
Im oben genannten Brief wird verlangt, das er Unterschrieben zurückgegeben
wird.
Jeder Kollege fragt sich warum wird die unbezahlte Arbeitszeit
jetzt nochmal erhöht, wo doch die Erhöhung von damals nichts gebracht hat,
alle Arbeiter haben nur zwei drittel der Produktivstunden Arbeit,
-Besserung nicht in Sicht.
Ist es ratsam so was zu Unterschreiben und mit allem Einverstanden zu
sein, oder ist dies ein Freifahrtschein zur Entlassung weil immer mehr
unproduktiv Stunden anfallen
Hallo,
so etwas sollte NIE ohne vorherige (fach-)anwaltliche Beratung unterschrieben werden, da mit einer Unterschrift die Vorschriften des Kündigungsschutzes (Änderungskündigung) unterlaufen werden.
Im Fall der ATZ dürfte eine Änderungskündigung noch schwerer sein als bei den anderen AN, da hier idR ein verstärkter Vertrauensschutz gilt.
Außerdem sollte in so einem Betrieb schleunigst ein BR gegründet werden.
&Tschüß
Wolfgang