Liebe/-r Experte/-in,
meine Freundin hat das folgende Zeugnis erhalten:
Zeugnis
für Frau (hier einfach als Sonnenschein bezeichnet)
Frau Sonnenschein, geb. xxxxx, war vom 15.03.2009 bis einschließlich 15.10.2009 an der xxxxx ehemals xxxxx e. V, als Mitarbeiterin in der Heilpädagogik beschäftigt.
Ihre Tätigkeit umfasste die Betreuung von seelenpflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen in einer heilpädagogischen Gruppe im Alter von 10 bis 18 Jahren. Ihr oblag die Assistenz sowie die Unterstützung bei der Nachmittagsbetreuung. Auch arbeitete sie an den Nachmittagen mit jungen zu betreuenden Erwachsenen, speziell in unserem Garten in xxxxx. Auch hospitierte sie eine Woche lang in verschiedenen Klassenstufen unserer Schule.
Frau Sonnenschein führte die ihr übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Sie war immer pünktlich, zuverlässig, ehrlich, sehr interessiert und hilfsbereit. Auch engagierte sie sich über die Regelarbeitszeit hinaus für unsere Einrichtung.
Einvernehmlich wurde das Arbeitsverhältnis zum 15. Oktober 2009 aufgelöst.
Wir wünschen Frau Sonnenschein alles Gute für ihren weiteren beruflichen Werdegang.
xxxxx, 29.Oktober.2009
Geschäftsleitung Vorstand
Nun hätte ich, oder besser sie, gerne gewusst, wie dieses Zeugnis zu beurteilen ist. Ist es gut, schlecht oder Top? Wie würden Sie es allgemein bewerten?
Frau Sonnenschein war eine sehr engagierte Person und hat dort deutlich mehr und vielfältigeres geleistet, als im Zeugnis aufgeführt wurde.
Kann dies beim Zeugnisschreiber moniert werden?
Sind die Angaben „ stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ und der weitere Text konform? Müsste, gemessen an den aufgeführten Pluspunkten, der einleitende Satz nicht ein „zur vollsten Zufriedenheit“ enthalten?
„Auch engagierte sie sich über die Regelarbeitszeit hinaus für unsere Einrichtung.“ Könnte dieser Satz vom Leser auch negativ bewertet werden, also so ausgelegt werden als ob Frau Sonnenschein zu langsam arbeiten würde und ihr Tagespensum nicht bewältigen kann? Wie könnte der Satz anders lauten?
„Einvernehmlich … „ – mir gefällt dieser Satz gar nicht. Er klingt , aus meiner Sicht; nach rausschmiss. Würden Sie das anders sehen? Wie könnte so was noch formuliert werden?
Der wahre Kündigungsgrund (während der Probezeit) liegt wohl an einer wirtschaftlichen Situation und zu einem großen Teil an Mobbing.
Ist der Wunsch für die Zukunft OK?
Jetzt habe ich ganz viele Fragen gestellt und hoffe, dass ich Ihre Zeit nicht allzu sehr überstrapaziert habe, aber es liegt mir auch sehr am Herzen, meiner Freundin zu einem guten, oder besser, sehr guten Zeugnis zu verhelfen.
Für Ihre Mühe im Voraus schon mal ganz herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Hepp