Arbeitszeugnis - Fallen ? EILT SEHR !

Hallo zusammen,

heute brauche ich dringend Euren Rat.

Was haltet Ihr von diesem Auszug eines Arbeitszeugnisses:

Zeugnistext für Sachbearbeiterin im Telefonvertrieb (Großhandel):

…Aufgrund ihrer sehr guten Auffassungsgabe arbeitete sie sich in ihren Arbeitsbereich sehr schnell ein und ist bei Kunden und Lieferanten als kompetente Ansprechpartnerin geschätzt. Hervorzuheben ist besonders ihre Hilfsbereitschaft gegenüber Kunden und Kollegen und ihre stets offene und freundliche Art auch in schwierigen Verhandlungen. …

Die Sache ist wirklich sehr eilig und ich bitte Euch (Fachleute) um schnelle Beurteilung. Wie ist dieser Auszug zu bewerten, erkennt ihr ggf. versteckte Fallen ???

Vorab vielen vielen Dank an Euch!
(Verzeit mir bitte auch das Doppelposting - mache ich normal nicht !!!)
Gruß

Winni

Hallo Winni,

zunächst mal als Kritik: wenn schon Doppelposting, dann bitte mit Angabe, wo der Thread geführt werden soll!

Zum Thema: Ohne ein Fachmann zu sein, fällt mir auf, dass zwar der Kontakt zu Kunde und Kollege bewertet wird, aber mit keinem Wort der zum Vorgesetzten erwähnt wird. Auch für ihn solltest Du eine kompetente Ansprechpartnerin gewesen sein. Wenn also kein weiterer Vehaltenspassus inkl. Vorgesetztem in Deinem Zeugnis auftaucht, dann würde ich stutzig werden… Das kann nämlich schnell bedeuten, dass da ein „Kommunikations“-Problem bestand!

Grüße
Jürgen

Hallo Winni,

was das Verhalten gegenüber Vorgesetzten betrifft, schließe ich mich der Meinung von Juergen an. Hierzu muß auf jeden Fall eine Aussage vorhanden sein. Das Weglassen dieser Aussage wird als nicht vorhanden - sprich ungenügendes Verhalten gegenüber Vorgesetzten gewertet.

Zu der Textpassage „… und ihre stets offene und freundliche Art auch in schwierigen Verhandlungen. …“ fällt mir folgendes auf: Sind die schwierigen Verhandlungen von Erfolg gekrönt? Verfügt sie über entsprechendes Verhandlungsgeschick? Muß sie bei Verhandlungen entschlossener/energischer auftreten? Eine Sachbearbeiterin im Telefonvertrieb muß sich am Erfolg (Verkauf) messen lassen. Fehlen hierzu aussagen, kann dies als Schlechtleistung gewertet werden.

Freundliche Grüße

Jan
http://www.abc-der-krankenkassen.de

Hallo Winni,

der Gesamteindruck des Zeugnisses ist entscheidend. Erst daraus ergibt sich, ob der Verfasser dazu neigt, die volle Zufriedenheit zur vollsten Zufriedenheit zu verballhornen. Nur aus dem Kontext ist zu entnehmen, ob irgendwo hintersinnig Hinterlistiges lauert.

Lies zunächst, was dort steht und das scheint in Ordnung, soweit die aus dem Zusammenhang gerissene Passage überhaupt bewertbar ist. Es trägt zuweilen groteske Züge, was Leute in Texte hinein interpretieren, die einfach nur gutwillig und zügig geschrieben wurden.

Handelt es sich um eines der scheußlichen Formel-Zeugnisse, sollte sich auch das volle 08/15-Programm wiederfinden. Geht das Zeugnis aber individuell auf den ehemaligen Mitarbeiter und seine Tätigkeit ein, erwarte nicht auch noch eine Floskelsammlung, die das Schriftstück letztlich als liebloses und beliebig austauschbares 5-Minuten-Machwerk entwertet.

Ein Arbeitszeugnis wirft stets auch ein Schlaglicht auf den Verfasser und dessen Fähigkeit, sich schriftlich und strukturiert zu äußern. Daraus ergibt sich ohne weiteres, daß ein Zeugnis inhaltlich nicht überbewertet werden darf.

Gruß
Wolfgang

Winni.

Einschätzungen über Auszüge eines Zeugnisses kann man getrost in die Tonne kloppen. Du solltest das komplette Zeugnis hier hineinstellen. Alles andere ist wildes Ins-Blaue-Raten.

Gruß,
LeoLo