Arbeitszeugnis - rechtliche Situation

Hallo Forum,

ich habe im November meinen Job gewechselt. Bis heute habe ich noch kein ordentliches Zeugnis von meinem alten Arbeitsgeber. Die ersten Entwürfe waren inhaltlich falsch, nicht vollständig, ab und zu auf Kopierpapier statt auf richtigem Briefpapier… einfach sehr unprofessionell und habe langsam die Nase voll.

Wenn ich jetzt rechtliche Schritte einlegen will, muß ich vorher Fristen setzen? Ich habe die letzte Version im Januar bekommen. Seitdem immer wieder angerufen oder Mails geschickt und nachgefragt, wo mein Zeugnis bleibt.

Ich habe keine Rechtschutzversicherung. Könnte ich mich selbst vertreten vor dem AG. Ist das überhaupt empfehlenswert?

Berät mich das Arbeitsgericht?

Viele Fragen und keine Antworten :smile: über Tipps und Infos freue ich mich sehr.

Vielen Dank

Uli

Hallo Uli,

es wäre durchaus sinnvoll, dem Arbeitgeber eine allerletzte Frist zu setzen und ihm zugleich anzudrohen, daß Du Deinen Anspruch auf das Zeugnis nach Ablauf dieser Frist gerichtlich geltend machen wirst. Das zieht meistens…

Rückt er dann immer noch nicht mit einem ordentlichen (im Sinne von: falsche Angaben, kein Geschäftspapier, etc.) raus: KLAGEN!

In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht brauchst Du keinen Anwalt (der erste Termin ist ohnehin ein Gütetermin). Außerdem trägt jede Partei in der ersten Instanz die Kosten selbst. Bei Geschichten, in denen es um ein Arbeitszeugnis geht, lohnt es sich - meistens - nicht, einen Anwalt einzuschalten.

Beste Grüße

Tessa

PS. Wenn Du noch dazu Fragen hast, kannst Du mir gerne auch direkt anmailen.