Arbeitszeugnis - so in Ordnung?

Hallo Ihr Lieben,

folgendes Zeugnis habe ich für eine 3-monatige Tätigkeit für ein Zeitarbeitsunternehmen bekommen. Ich war dort studienbegleitend beschäftigt und nur in einem Kundenunternehmen eingesetzt. Da im ursprünglichen Entwurf der Firma einige Tipp-Fehler waren, habe ich jetzt noch kleine inhaltliche Korrekturen vorgenommen.

Es ist sicher kein wahnsinnig wichtiges Zeugnis (drei Monate…), ich würde mich trotzdem über Eure Kommentare freuen.

"XXX, geboren am XXX in XXX, war vom 01.11.2003 bis 01.02.2004 während ihres Masterstudiums für unser Unternehmen als Teilzeit-Bürofachkraft bei Kundenunternehmen eingesetzt.

kurze Unternehmensinfo

XXX war bei unserem Kunden als Sekretärin der Geschäftsleitung eingesetzt. Zu ihrem Aufgabengebiet gehörten unter anderem:

Tätigkeitsbeschreibung, nach Wichtigkeit geordnet; im Wesentlichen Sekretariats- und Assistenzaufgaben

XXX identifizierte sich durch ihr Interesse und ihr Engagement mit ihrem Aufgabengebiet stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Durch ihr Pflichtbewusstsein kombiniert mit ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrem Organisationstalent erledigte sie die ihr übertragenen Aufgaben stets mit äußerster Sorgfalt und größter Genauigkeit. Ihr selbständiges und systematisches Arbeiten war beispielhaft.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets vorbildlich.

Die positive Arbeitseinstellung gepaart mit dem Fachwissen hat unseren Kunden Name veranlasst, XXX vorzeitig als YYY zu einzustellen.

Wir freuen uns für XXX über diese positive Entwicklung und bedanken uns für die stets sehr guten Leistungen.

Wir wünschen XXX für ihre private und berufliche Zukunft alles Gute.

Ort, Datum, Firmenname, Unterschrift Niederlassungsleiter"

Was meint Ihr dazu?

Dank vorab und Gruß
Ramona

Also ich kann keine negativen Formulierungen entdecken. „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ = „sehr gut“
Gruss Andre

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Abgesehen davon, dass auch in der Tätigkeitsbeschreibung Gemeinheiten stecken können (weshalb hier immer ALLES gepostet werden sollte), wage ich dennoch ein urteil!

Damit kannst Du Dich überall bewerben!

LG
Guido

Also ich kann keine negativen Formulierungen entdecken. „stets
zu unserer vollsten Zufriedenheit“ = „sehr gut“
Gruss Andre

Hi Andre!

Nichts für ungut, aber es ist völlig unmöglich und realitätsfern, ein Zeugnis nach Fragmenten zu beurteilen!
Es ist durchaus möglich, ein eher schlechtes Zeungnis zu schreiben, in dem die Floskel „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ vorkommt…

LG
Guido

P.S. Ich finde das Zeugnis allerdings auch sehr gut (unter der Voraussetzung, dass die Tätigkeitsbeschreibung stimmt)

Textnachtrag

Da habe ich doch schon als fleißige Mitleserin des Bretts sooo viel Text gepostet - und trotzdem fehlt noch Relevantes…

Hier die Tätigkeitsbeschreibung (und schon mal Dank für die bisherigen Antworten):

 Konzeption und Erstellung von statistischen Auswertungen für die Geschäftsleitung;
 Organisation von Konferenzen für das europäische Management-Team des Konzerns;
 komplette Korrespondenz der Geschäftsleitung in deutscher und englischer Sprache, selbständig und nach Stichworten;
 Erstellen von Präsentationen für die Geschäftsleitung;
 Verwaltung der Dienstwagen;
 allgemeine Sekretariatsaufgaben.

Gruß
Ramona

Dachte ich mir
Hi!

Wie würde der Bayer sagen…passt schon!

Ich hätte mir bei dem Rest des Zeugnisses auch nicht vorstellen können, dass da gepfuscht würde!

LG
Guido

Guido,
da hast du natürlich recht. Allerdings wird die „Geheimsprache“ von Zeugnissen in bestimmten Bereichen auch überbewertet. In den Betrieben, in denen ich bislang gearbeitet habe (mittelständisch), wusste niemand meiner Vorgesetzten wirklich über die „Codes“ Bescheid, vielmehr hat man sich darüber lustig gemacht…
Auch ich kam mal in den Genuss, Bewerbungen nach Relevanz zu sortieren und ich habe mich meist nach dem Anschreiben gerichtet. Das beste Zeugnis ist m. E. wertlos, wenn sich ein Bewerber nicht die Mühe macht, ein einigermaßen fehlerfreies Anschreiben einzureichen. Oft fallen die grandiosesten Zeugnis-Formeln im persönlichen Gespräch wie Kartenhäuser in sich zusammen…
Gruss Andre

Hi Andre!

Nichts für ungut, aber es ist völlig unmöglich und
realitätsfern, ein Zeugnis nach Fragmenten zu beurteilen!
Es ist durchaus möglich, ein eher schlechtes Zeungnis zu
schreiben, in dem die Floskel „Stets zu unserer vollsten
Zufriedenheit“ vorkommt…

LG
Guido

P.S. Ich finde das Zeugnis allerdings auch sehr gut (unter der
Voraussetzung, dass die Tätigkeitsbeschreibung stimmt)