Arbeitszeugnis -- taugt's was?

Hallo,

habe vom meinem letzten Job (Nebenjob, neben Studium) folgendes Zeugnis bekommen, kann es aber gar nicht beurteilen. Der Schreiber hat aber Flexibilität signalisiert … sollte man etwas dringend ändern?
Danke schon mal für jede Antwort.

Zeugnis

Herr X war vom 01.04.2003 bis 01.03.2006 als freier Mitarbeiter in unserer Gesellschaft in Y beschäftigt.

Seine Tätigkeiten umfassten die Aufgaben:
[…]

Hervorzuheben ist hierbei seine Mitarbeit am PROJEKT Z […]. Durch seine Fähigkeiten im planerischen und konzeptionellen Prozess hat Herr X hat maßgeblich zum Erfolg dieses Projektes beigetragen.

Herr X verfügt über ausgezeichnete Fachkenntnisse. Er ist ein sehr engagierter und belastbarer Mitarbeiter der seine Aufgaben selbständig und verantwortungs­bewusst wahrnimmt. Er erledigte alle ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Sein Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei. Er arbeitete harmonisch mit anderen im Team zusammen.

Herr X scheidet auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen aus. Sein Ausscheiden bedauern wir sehr. Wir möchten uns hier ausdrücklich für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.

Wir wünschen Herrn X für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Nach http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl… hört es sich eigentlich ganz gut an :smile:

Note 2
Gruß

Stefan

Note 1
„Vollste Zufriedenheit“ drückt die Note 1 aus.
Volle Zufriedenheit ist die 2.

Kannst zufrieden sein mit deínem Zeugnis.
Greetz, Gley

Danke für die Antworten /nt
nt

Hallo Nils,

klingt sehr gut.

Wenn ich so ein Zeugniss kriegte, hätte ich nichts dagegen einzuwenden.

Gandalf

Hi!

„Vollste Zufriedenheit“ drückt die Note 1 aus.
Volle Zufriedenheit ist die 2.

Man kann ein Zeugnis nicht an zwei Wörtern beurteilen, das ist nicht nur unseriös, sondern schlicht falsch!

LG
Guido

Hallo

Zum Glück bin ich ja schon dafür bekannt, daß ich gerne die gute Stimmung kaputt mache :smile:))))

Sieht nett gemeint, aber versehentlich vergeigt aus.

Das Zeugnis sollte m.E. auf jeden Fall abgeändert werden. Und zwar hier:

Sein Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war
jederzeit einwandfrei.

Reihenfolge: Vorgesetzte, Kollegen, Kunden (über die letzten zwei kann man streiten, die Vorgesetzten müssen aber nach vorne)

und ganz besonders hier:

Er arbeitete harmonisch mit anderen im
Team zusammen.

*grauenvolldreinblick* *schauder* Wenn du der neue Melitta-Mann werden willst, dann lass es drin. :smile: Ansonsten fördert das für mich allenfalls eine Bewerbung als Kaffeetante. *grauenvolldreinblick* *schauder*

Den Wechsel vom Präsens ins Imperfekt finde ich zudem auch höchst störend. Meines Erachtens: alles ins Imperfekt setzen lassen.

Der untere Teil scheint erst mal nicht zu beanstanden zu sein. Nicht perfekt formuliert, aber ganz perfekt sollte ein Zeugnis auch nicht unbedingt sein.

Für eine etwas genauere Einschätzung erbitte ich die detaillierte Angabe des Aufgabenbereiches und das Volumen der Wochenarbeitszeit.

Gruß,
"Miesepeter"LeoLo

Sieht nett gemeint, aber versehentlich vergeigt aus.

davor hatte ich Angst …

Reihenfolge: Vorgesetzte, Kollegen, Kunden (über die letzten
zwei kann man streiten, die Vorgesetzten müssen aber nach
vorne)

ok

und ganz besonders hier:

Er arbeitete harmonisch mit anderen im
Team zusammen.

*grauenvolldreinblick* *schauder* Wenn du der neue
Melitta-Mann werden willst, dann lass es drin. :smile: Ansonsten
fördert das für mich allenfalls eine Bewerbung als
Kaffeetante. *grauenvolldreinblick* *schauder*

ok :smile: welche alternative bessere Bewertungen der Zusammenarbeit kann man denn vorschlagen?

Für eine etwas genauere Einschätzung erbitte ich die
detaillierte Angabe des Aufgabenbereiches und das Volumen der
Wochenarbeitszeit.

Der Aufgabenbereich war die „Erstellung und Pflege von Webapplikationen“, hautsächlich war ich aber mit der Durchführung des einen besagten Projektes beschäftigt, von Konzeption bis zur „Auslieferung“ (ohne Designarbeiten). Danach regelmäßige Updates und Erweiterungen (Wartung & Pflege eben).
Die Arbeitszeit läßt sich nicht einfach bemessen. In der Anfangszeit war es nahezu Vollzeit (knapp 3 Monate in den Semesterferien), danach war es wie Projektarbeit, eben je nach dem, was an Wartung und Pflege anfiel, zwischen 0 und 25 Stunden/Monat

Gruß,
"Miesepeter"LeoLo

Miesepeter oder Realist? :wink:
Auf jeden Fall danke schonmal für den ausführlichen Beitrag. Ergibt sich meinen Beschreibungen noch eine andere Einschätzung?

Gruß

Hi!

Wie wäre es, statt

Sein Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war
jederzeit einwandfrei. Er arbeitete harmonisch mit anderen im
Team zusammen.

das hier zu verwenden:

Wegen seines hilfsbereiten und freundlichen Auftretens erfreute er sich hoher Wertschätzung seiner Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Sein Verhalten war stets vorbildlich.

…nur so als Idee

LG
Guido, der das Zeugnis ansonsten richtig gut findet

„Vollste Zufriedenheit“ drückt die Note 1 aus.
Volle Zufriedenheit ist die 2.

Man kann ein Zeugnis nicht an zwei Wörtern beurteilen, das ist
nicht nur unseriös, sondern schlicht falsch!

Hallo Guido
Unseriös würde ich das nicht nennen (bezahlt er mich dafür?) Falsch ist es auch nicht.

Ich könnte mindestens 2 Seiten über Arbeitszeugnisse schreiben, dies ändert aber nichts an der Tatsache das das Zeugnis sehr gut ist.
Und an einem Satz mache ich das nicht fest, das gesamte zählt.
Habe nur einfach keine Zeit, nen kleinen Roman zu schreiben und alles auszukommentieren.

Ps: Googeln bietet eine Menge an Tipps zu Arbeitszeugnissen.

Greetz, Gley

Hi!

Unseriös würde ich das nicht nennen (bezahlt er mich dafür?)
Falsch ist es auch nicht.

Naja - es ist durchaus möglich ein richtig schlechtes Zeugnis zu schreiben, in dem diese beiden Wörter trotzdem auftauchen…

Ich könnte mindestens 2 Seiten über Arbeitszeugnisse
schreiben, dies ändert aber nichts an der Tatsache das das
Zeugnis sehr gut ist.

Ich halte es eher für eine bessere 2, aber gut - dass er sich damit bewerben kann, ist wohl auch so klar geworden…

Und an einem Satz mache ich das nicht fest, das gesamte zählt.

Es wäre aber sinnvoll gewesen, das auch so zu sagen!
Denn Deine kurze Aussage halte ich (zugegeben aus dem Kontext gerissen) für „gefährlich“

Ps: Googeln bietet eine Menge an Tipps zu Arbeitszeugnissen.

Lass mal! Ich nutzte lieber die Fachliteratur, als ich sie noch brauchte.

LG und nix für ungut
Guido