Moin allerseits,
es werden ja recht gerne hier Arbeitszeugnisse eingestellt zum Behufe der Bewertung. In den meisten Fällen heisst es von unseren Experten, dass das Zeugnis entweder miserabel ist, oder von jemanden geschrieben wurde, der nicht wußte, was er tat.
Etwas weiter unten ist z.B. von Summergirl89 ein Zeugnis eingestellt. Wenn Sie jetzt ein Spitzenzeugnis erhalten hätte, also in allen Belangen eine Eins mit Stern, wie müsste das denn dann formuliert sein?
fragende Grüße,
Ralph
Hey, das ist ja mal eine echt interessante Frage!
Da bin ich ja mal gespannt, ob das hier beantwortet wird!!!
Hey, das ist ja mal eine echt interessante Frage!
Das ganz zweifellos. Zumal hier ja nur rein theoretisch über fiktive Zeugnisse diskutiert wird.
Aber ehrlich gesagt, mir dräut der ganz entgegengesetzte Fall viel mehr im Köpfchen zwecks Klärung des Sachverhaltes eines grottenfurchtbaren, absolut niederschmetternden Zeugnisses, eigentlich eines Todesurteils, welches gleichwohl kein noch so ausgefuchster Advokat und kein Richter auch nur ansatzweise zu beanstanden in der Lage wäre, egal in wievielen Instanzen.
Das wäre erstmal interessant, hey.
Und mit jeder Faser der Brettbeschreibung konform. Rein als abstrakte Konstruktion.
Da bin ich ja mal gespannt, ob das hier beantwortet wird!!!
Dito
Gruß
Annie
Hallo Ihr beiden,
zuerst hab ich gedacht - hey, coole Frage. Die ultimative Antwort. Die 42 der Arbeitszeugnisse, sozsagen.
Aber je länger ich darüber nachdenke, umso sicherer bin ich dass die Antwort ein enttäuschendes „gibt’s nicht“ sein muss. Gehen wir also mal davon aus, dass wir die perfekte Konstellation hätten: ein perfekter Mitarbeiter, der perfekt den Job macht, den er kann und den er will. Dazu ein perfekter Chef, der das erkennt und weiss was er tut beim Zeugnisschreiben.
Denn „positive“ Eigenschaften sind doch je nach Beruf und Branche sehr unterschiedlich. So mag „Kreativität“ für einen Designer das höchste der Komplimente sein, für einen Erbsenzähler, pardon, Finanzbeamten kann dies der Totalverriss sein.
Oder nehmen wir das „gepflegte Auftreten“. Ist für einen Bankberater unerlässlich, beim nerdigen (Eigenkreation) Programmierer ist das relativ schnuppe. Das heisst, der gleiche Satz „…besonders geschätzt haben wir sein gepflegtes Auftreten“ ist für den Banktypen eine „eins“ (bitte jetzt ausser Acht zu lassen, dass man das auch als „Selbstverständlichkeit“ betrachten könnte), für den Programmierer aber eine „sechs“ weil „sonst fällt uns echt nix nettes ein über ihn zu schreiben“.
Und dann kommt’s noch auf die Firma an: das „junge, dynamische, aufstrebende Unternehmen“ wird vielleicht „Flexibilität“ als das höchste Gut überhaupt anpreisen, während das „koservative, Familienunternehmen, das sich noch Zeit für seine Kuuuudeeenn niiiiimmmt“ das eher als „Verbreiten unnötiger Hektik“ verdammen möchte.
Und last but not least kommt’s auf die Person an. Wenn mich jemand als „pedantisch / kreativ / was-auch-immer“ bezeichnet bin ich vielleicht beleidigt, während sich jemand anderes sich in dieser Bezeichnung voll wiedererkennt
Da bin ich ja mal gespannt, ob das hier beantwortet wird!!!
Dito
Hiermit 
*wink*
Petzi
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Hallo Petzi,
du hast völlig recht. Deswegen habe ich mich ja auch auf einen konkreten Fall bezogen, bei dem die Aussagen dann entsprechend korrigiert werden könnten. So rein aus Neugier eben.
Mir ist dann noch aufgefallen, man könnte meine Anfrage als schwerwiegende Kritik an den Fachleuten hier auffassen. Das ist nicht der Fall!!! Ihr macht eure Sache hier fantastisch gut jedenfalls soweit ich das beurteilen kann
Ralph