Arbeitszeugnis - was haltet ihr davon?

hallo,

ich werde demnächst aus dem unternehmen ausscheiden und unserer personaler hat mir folgendes arbeitszeugnis mitgegeben. ich soll mir überlegen, ob es so in ordnung ist. da ich mich leider nicht in der materie auskenne, hoffe ich darauf, dass mir hier jemand sagen kann, ob das arbeitszeugnis gut ist bzw. was auf schlechtes hindeutet und wie man es besser formulieren könnte.

danke, anita

Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx, ist seit dem 01.03.2006 bei der xxxx GmbH als Teilzeit-Mitarbeiterin im Procurement Mangement tätig.

Das Aufgaben- und Tätigketsfeld von Frau Schäfer beinhaltet den vollständigen Sourcing-Prozess von xxx-Komponenten:

§ Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
§ Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung
§ Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
§ Bestellung
§ Terminverfolgung

Frau Müller kennen wir als engagierte, zuverlässige Mitarbeiterin, die sich schnell in unsere Betriebsorganisation integrieren konnte. Ihre Aufgaben erledigte sie gewissenhaft und stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets tadellos.

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Wir wünschen ihr persönlich und beruflich alles Gute und hoffen, dass es in Zukunft zu einer erneuten Zusammenarbeit kommen wird.

Klopse!
Zuerst ist das Zeugnis für 2 Jahre sehr knapp gefasst.
Erfolge und Leistungen werden verschwiegen, so dass der Eindruck entsteht, dass zwar gearbeitet, aber nichts erreicht wurde.

Frau Müller kennen wir als engagierte, zuverlässige
Mitarbeiterin, die sich schnell in unsere Betriebsorganisation
integrieren konnte.

Mehr kann man nach 2 Jahren nicht sagen? Schwach schwach, denn das man sich in die Organisation integrieren kann ist unterste Minimalanforderung!

Ihre Aufgaben erledigte sie gewissenhaft und stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Wenigstens etwas, wobei das „gewissenhaft“ einen etwas negativen Beigeschmack in Bezug auf die Geschwindigkeit hinterläßt.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets tadellos.

Nachdem sie primär im Sourcing tätig war und man sich über Lieferanten und Geschäftspartner ausschweigt, ein weiterer Hinweis darauf, dass sie fehlplaziert war?

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.

Was wir nicht bedauern

Wir wünschen ihr persönlich und beruflich weiterhin alles Gute

Das „weiterhin“ lassen wir, in Bezug auf die fehlenden Erfolge und den ungekonnten Umgang mit Lieferanten, lieber weg.

und hoffen, dass es in Zukunft zu einer erneuten Zusammenarbeit kommen wird.

… was in dem Zusammenhang eher zynisch klingt.

Gruß,
Michael

danke für die kritik.
in diesem zusammenhang sollte ich wohl sagen, dass ich die erste bin, die das unternehmen verlässt und daher noch nie zuvor ein zeugnis geschrieben wurde.
da ich gehe, da man mir keine vollzeitstelle bieten kann, gehe ich „mit dem segen“ der geschäftsführung.
es soll eigentlich ein sehr gutes zeugnis werden.
daher wäre ich für hilfe dankbar.

Zuerst ist das Zeugnis für 2 Jahre sehr knapp gefasst.
Erfolge und Leistungen werden verschwiegen, so dass der
Eindruck entsteht, dass zwar gearbeitet, aber nichts erreicht
wurde.

soll darin stehen, dass die erfolge neue lieferanten und gute preise waren? falls ja, wie würde man das formulieren?

Frau Müller kennen wir als engagierte, zuverlässige
Mitarbeiterin, die sich schnell in unsere Betriebsorganisation
integrieren konnte.

Mehr kann man nach 2 Jahren nicht sagen? Schwach schwach, denn
das man sich in die Organisation integrieren kann ist
unterste Minimalanforderung!

was würde in einem sehr guten zeugnis zusätzlich stehen?? oder stattdessen??

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets tadellos.

Nachdem sie primär im Sourcing tätig war und man sich über
Lieferanten und Geschäftspartner ausschweigt, ein weiterer
Hinweis darauf, dass sie fehlplaziert war?

vielen dank, das ist ein sehr guter hinweis!

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.

Was wir nicht bedauern

danke auch für diesen hinweis!!

kannst du mir bitte helfen es besser zu machen??

grüße anita

jetzt sehr gut?
Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx, ist seit dem 01.03.2006 bei der xxxx GmbH als Teilzeit-Mitarbeiterin im Procurement Mangement tätig.

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltet den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten:

§ Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
§ Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung
§ Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
§ Bestellung
§ Terminverfolgung

Frau Müller kennen wir als engagierte, zuverlässige Mitarbeiterin, die sich schnell in unsere Betriebsorganisation integrieren konnte. Ihre Aufgaben erledigte sie unter hohen Termindruck mit hoher Qualität, selbständig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Frau Müller zeigte eine rasche Auffassungsgabe. Sie war sehr erfolgreich bei Preisverhandlungen und hat ein ausgezeichnetes Verhandlungsgeschick. Durch ihre kulturellen und sprachlichen Kompetenzen waren bei den Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern diese immer erfolgreich, zudem folgten daraus gute langfristige Geschäftsbeziehungen. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden war stets tadellos.

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus, da wir ihr zum jetzigen Zeitpunkt keine Vollzeitstelle bieten können. Wir bedauern Ihr Ausscheiden und wünschen ihr persönlich und beruflich alles Gute. Wir hoffen, dass es in Zukunft zu einer erneuten Zusammenarbeit kommen wird.

Hi,

zunächst zu den Äußerlichkeiten. Das Zeugnis muss…

  • auf offiziellem Firmenpapier geschrieben sein
  • darf nur geknickt sein wenn man es kopieren kann ohne dass die Knicke auf den Duplikaten sichtbar sind
  • das Adressfeld darf nicht, wie bei einem Brief, ausgefüllt sein
  • das Datum SOLLTE (ist aber nicht einklagbar) auf den Tag des Ausscheidens aus dem Unternehmen datiert sein (nicht etwa auf das Datum, an dem der Text geschrieben wurde)
  • die Unterschrift muss von einem hochrangigen Vertreter der Firma (Chef, Leiter Personalabteilung, …) persönlich geleistet worden sein. „I. A. Müller, Sekretärin des Abteilungsleiters“ reicht nicht
  • unter der Unterschrift müssen Name und Funktion des Unterzeichnenden nochmal in Maschinenschrift stehen.

Nun zum Inhalt.

Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx, ist seit dem
01.03.2006 bei der xxxx GmbH als Teilzeit-Mitarbeiterin im
Procurement Mangement tätig.

besser: „… war vom xx.xx.xxxx bis zum xx.xx.xxxx als „Berufsbezeichnung“ in unserem Unternehmen tätig.“

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltet
den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten:

§ Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem
Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
§ Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung
§ Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
§ Bestellung
§ Terminverfolgung

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltete [Vergangenheit, es ist ja vorbei] den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten, insbesondere:

§ Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem
Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
§ Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung
§ Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
§ Bestellung
§ Terminverfolgung

Wozu die §-Zeichen? Gedankenstriche oder Punkte wären okay, aber dieses hier sieht komisch aus. Ein kritischer Leser fragt sicjh was das soll, ob man dein Zeugnis durch solche Mätzchen lächerlich (und damit unglaubwürdig) machen will.

Außerdem würde ich noch „administrative Tätigkeiten“ als letzten Punkt der Aufzählung dazu schreiben. Das heißt alles und nichts :smile: sieht aber immer ganz gut aus…

Nach der Tätigkeitsbeschreibung folgen dann 2 Blöcke: zuerst eine Leistungsbeurteilung, in der deine fachlichen Leistungen gewürdigt werden, und danach der Bereich „Führung / Sozalverhalten“, also wie du dich als Mitarbeiter verhalten hast.

Frau Müller kennen wir

Das ist eine sehr distanzierte Formulierung. Besser: Frau Müller ist eine engagierte…

als engagierte, zuverlässige
Mitarbeiterin, die sich schnell in unsere Betriebsorganisation
integrieren konnte.

Das ist schön, braucht aber nicht eigens erwähnt zu werden weil es selbstverständlich ist. Sich zu integrieren ist absolutes Minimum, was man von einem Mitarbeiter erwartet. Sowas wird nur erwähnt wenn es sonst nichts Gutes zu sagen gibt. Da es aber bei dir anders ist sollte dieser Satz ersatzlos verschwinden, vor allem nicht obendrein so hervorgehoben am Anfang stehen.

Ihre Aufgaben erledigte sie unter hohen
Termindruck mit hoher Qualität,

Begriffe wie „stets“, „immer“, „jederzeit“ sind in Zeugnissen wichtig um die Kontinuität zu unterstreichen. Hier würde ich also zu einem „mit stets hoher Qualität“ raten.

selbständig und stets zu
unserer vollsten Zufriedenheit.

Weiter nach hinten, an den Schluss der Leistungsbeurteilung, denn das ist ja das Fazit.

Frau Müller zeigte eine rasche
Auffassungsgabe. Sie war sehr erfolgreich bei
Preisverhandlungen und hat ein ausgezeichnetes
Verhandlungsgeschick.

Auch hier: stets, immer, jederzeit… einstreuen!

Durch ihre kulturellen und sprachlichen
Kompetenzen waren bei den Verhandlungen mit internationalen
Geschäftspartnern diese immer erfolgreich,

Das klingt so als seien die Geschäftspartner erfolgreich gewesen… es soll aber wohl sagen dass du erfolgreich warst. Also: ändern!

zudem folgten
daraus gute langfristige Geschäftsbeziehungen.

OK.

Da du aber ja auch noch weitere Aufgaben hattest, sollten deine Erfolge auf anderen Tätigkeitsfeldern ebenso Erwähnung finden.

Ihr Verhalten
gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden
war stets tadellos.

Von der Formulierung her OK, aber zu knapp. Es sollte etwas umfangreicher sein, also dass du dich schnell und gut im Kollegenkreis zurecht gefunden hast, man an dir … schätzte, du vielleicht sehr gut darin warst auf die kulturellen Bedürfnisse der Kunden zu achten etc.

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen
aus, da wir ihr zum jetzigen Zeitpunkt keine Vollzeitstelle
bieten können.

OK.

Wir bedauern Ihr Ausscheiden und wünschen ihr
persönlich und beruflich alles Gute.

Was nicht fehlen darf: Dank für die geleistet Arbeit und dass du „weiterhin“ erfolgreich sein mögest. Ansonsten interpretieren besonders spitzfindige Leute hinein dass es bisher nicht so war:

„Wir danken Frau X für die gute Arbeit und bedauern ihr Ausscheiden aus unserem Unternehmen. Für ihren persönlichen und beruflichen Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

"Wir hoffen, dass es in

Zukunft zu einer erneuten Zusammenarbeit kommen wird."

Überflüssig. Einfach weglassen.

Gruß,

MecFleih

hallo mec fleih,

vielen dank für deine mühe!!! ich habe es versucht umzusetzen und wäre sehr dankbar, wenn du das ergebnis noch einmal kritisch betrachten würdest!!

unten steht noch einmal mein zeugnis.
vielen dank auch für den hinweis auf äußere merkmale, die kann ich dann auch an das unternehmen weitergeben.

einen schönen sonntag noch
wünscht anita

Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx war vom 01.03.2006 bis zum xx.xx.2008 als technische Einkäuferin in Teilzeit in unserem Unternehmen tätig.

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltete den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten:

  • Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
  • Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung
  • Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
  • Bestellung
  • Terminverfolgung
  • Administrative Tätigkeiten

Frau Müller ist eine engagierte und zuverlässige Mitarbeiterin, die teamorientiert arbeitete. Ihre Aufgaben erledigte sie unter hohen Termindruck mit stets hoher Qualität. Frau Müller zeigte eine ausgeprägte Auffassungsgabe. Sie war sehr immer erfolgreich bei Preisverhandlungen und zeigte jederzeit ein ausgezeichnetes Verhandlungsgeschick. Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern waren durch ihre kulturellen und sprachlichen Kompetenzen immer erfolgreich, zudem folgten daraus gute langfristige Geschäftsbeziehungen. Frau Müller hat von ihr neu gefundene und evaluierte Lieferanten zu unserem bisherigen Lieferantenstamm hinzufügen können, welches ebenfalls zu langfristigen Geschäftsbeziehungen geführt hat. Zudem hat sie stets darauf geachtet, dass die von ihr bestellten Komponenten termingerecht am Lieferort geliefert wurden. Frau Müller arbeitete selbständig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Das Verhalten von Frau Müller war stets tadellos. Bei Vorgesetzten und Kollegen, Lieferanten und Geschäftspartnern war sie sehr geschätzt.

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus, da wir ihr zum jetzigen Zeitpunkt keine Vollzeitstelle bieten können. Wir danken Ihr für die geleistete Arbeit und bedauern Ihr Ausscheiden sehr. Wir wünschen ihr weiterhin persönlich und beruflich alles Gute.

ups, da fehlt wohl im ersten satz ein war…

doch nicht… war wohl eine lange nacht gestern…

Hi,

Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx war vom 01.03.2006
bis zum xx.xx.2008 als technische Einkäuferin in Teilzeit in
unserem Unternehmen tätig.

Komma nach dem geboren am xx.xx.xxx nicht vergessen: „… Müller, geboren am xx.xx.xxxx, war vom …“

Der Tag des Ausscheidens sollte dann möglichst ein Monatsende, notfalls ein 15. sein. Ein Ausscheiden mitten im Monat könnte auch auf eine wenig schmeichelhafte fristlose Kündigung hindeuten.

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltete
den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten:

… den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten, insbesondere:

  • Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem
    Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
  • Angebotsanfrage, - verhandlung und –abwicklung

Leerstelle vor -verhandlung entfernen

  • Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
  • Bestellung
  • Terminverfolgung
  • Administrative Tätigkeiten

Frau Müller ist eine engagierte und zuverlässige
Mitarbeiterin, die teamorientiert arbeitete.

Das gehört zu der Abteilung Sozialverhalten, also weiter nach hinten. Erstmal geht es um die rein fachlichen Leistungen.

Ihre Aufgaben
erledigte sie unter hohen Termindruck mit stets hoher
Qualität. Frau Müller zeigte eine ausgeprägte Auffassungsgabe.
Sie war sehr immer erfolgreich bei Preisverhandlungen

„sehr immer“ geht nicht, wenn schon dann „immer sehr“. Allerdings schwingt da auch so ein bisschen mit dass du immer sehr hartnäckig deinen Willen durchgesetzt hast. Sowas wäre dann finanziell positiv, stempelt dich aber auch zu einer ziemlich gnadenlosen Verhandlerin, also nicht so richtig sympathisch. Ich würde deswegen eher formulieren dass du bei Verhandlungen geschickt warst.

und
zeigte jederzeit ein ausgezeichnetes Verhandlungsgeschick.

Ach… da schreibste es ja selber schon! :smile:

Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern waren
durch ihre kulturellen und sprachlichen Kompetenzen immer
erfolgreich, zudem folgten daraus gute langfristige
Geschäftsbeziehungen. Frau Müller hat von ihr neu gefundene
und evaluierte Lieferanten zu unserem bisherigen
Lieferantenstamm hinzufügen können, welches ebenfalls zu
langfristigen Geschäftsbeziehungen geführt hat. Zudem hat sie
stets darauf geachtet, dass die von ihr bestellten Komponenten
termingerecht am Lieferort geliefert wurden.

wenn dann „an den Lieferort geliefert“, ich würde aber einfach schreiben „… Komponenten termingerecht geliefert wurden.“

Da du offensichtlich weite Teile des Filter-Geschäfts erledigt hast, würde ich noch eine Bemerkung über „gutes Organisationstalent“ etc. einbringen. Du hast ja scheinbar diverse Dinge koordiniert - dann sollte das Erwähnung finden.

Das war dann der rein fachliche Teil. Ab jetzt geht es dann um dein Sozialverhalten, und jetzt kann auch der Satz von weiter oben kommen:

Frau Müller ist eine engagierte und jederzeit zuverlässige Mitarbeiterin, die teamorientiert und selbstständig arbeitete.

Frau Müller
arbeitete selbständig und stets zu unserer vollsten
Zufriedenheit. Das Verhalten von Frau Müller war stets
tadellos.

Einmal „stets“ durch ein anderes Wort ersetzen… (immer, jederzeit, …)

Bei Vorgesetzten und Kollegen, Lieferanten und
Geschäftspartnern war sie sehr geschätzt.

Sehr schön. :smile: Kannste so lassen, es böte sich allerdings auch die Möglichkeit hier nochmal auf dein „kulturelles Geschick“ hinzuweisen, also dein besonderes Gespür im Umgang mit Geschäftspartnern aus anderen Kulturkreisen…

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen
aus, da wir ihr zum jetzigen Zeitpunkt keine Vollzeitstelle
bieten können. Wir danken Ihr für

„ihr“ klein schreiben!

die geleistete Arbeit und
bedauern Ihr Ausscheiden sehr.

„ihr“ klein schreiben!

Gerade wenn der Fehler 2x auftaucht könnte man annehmen dass es kein Zufall ist. Derartige Auffälligkeiten und Fehler werden manchmal benutzt um zu transportieren dass man die Aussage nicht ernst meint.

Wir wünschen ihr weiterhin
persönlich und beruflich alles Gute.

Satzbau umstellen: „wünschen ihr persönlich und beruflich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Gruß,

MecFleih

erstmal vielen dank…
hallo mecfleih,

erstmal meinen allerherzlichsten dank, dass du dir soviel zeit nimmst und mühe gibst einer wildfremden person so ausführlich zu helfen!!!

ich bin sehr beeindruck von deinen kenntnissen zwischen den zeilen zu lesen. bist du beruflich personaler?

ich habe das zeugnis noch einmal überarbeitet und habe deine kritik zu herzen genommen. falls du noch ein letztes mal darüber schauen könntest, wäre ich sehr dankbar!

VG anita

Frau Anita Müller, geboren am xx.xx.xxxx, war vom 01.03.2006 bis zum xx.xx.2008 als technische Einkäuferin in unserem Unternehmen tätig.

Das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld von Frau Müller beinhaltete den vollständigen Sourcing-Prozess von Filterkomponenten, insbesondere:

  • Lieferantensuche, -auswahl und –bewertung mit dem Schwerpunkt indisch-chinesischer Markt
  • Angebotsanfrage, -verhandlung und –abwicklung
  • Vertragsverhandlung, -gestaltung und –prüfung
  • Bestellung
  • Terminverfolgung
  • Administrative Tätigkeiten

Frau Müller erledigte ihre Aufgaben unter hohen Termindruck mit stets hoher Qualität. Frau Müller zeigte eine ausgeprägte Auffassungsgabe. Sie war immer sehr erfolgreich bei Preisverhandlungen und zeigte jederzeit ein ausgezeichnetes Verhandlungsgeschick. Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern waren durch ihre kulturellen und sprachlichen Kompetenzen immer erfolgreich, zudem folgten daraus gute langfristige Geschäftsbeziehungen. Frau Müller hat von ihr neu gefundene und evaluierte Lieferanten zu unserem bisherigen Lieferantenstamm hinzufügen können, welches ebenfalls zu langfristigen Geschäftsbeziehungen geführt hat. Zudem hat sie stets darauf geachtet, dass die von ihr bestellten Komponenten termingerecht geliefert wurden. Frau Müller zeichnete sich durch ihr gutes Organisationstalent und Koordinationsgeschick aus. Frau Müller ist eine engagierte und zuverlässige Mitarbeiterin, die teamorientiert arbeitete. Sie arbeitete selbständig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Das Verhalten von Frau Müller war stets tadellos. Bei Vorgesetzten und Kollegen, Lieferanten und Geschäftspartnern war sie sehr geschätzt. Ihr Gespür für den Umgang mit fremden Kulturen kam in diesem Zusammenhang besonders zu tragen.

Frau Müller scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus, da wir ihr zum jetzigen Zeitpunkt keine Vollzeitstelle bieten können. Wir danken ihr für die geleistete Arbeit und bedauern ihr Ausscheiden sehr. Wir wünschen ihr persönlich und beruflich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.