Bei einem Besuch in Freyburg an der Unstrut (Sachsen-Anhalt) ist mir am Vierungsturm der Marienkirche auf der Südseite eine Figur aufgefallen. Der dargestellte Mensch steht in einem rautenförmigen Fenster und „hält sich“ an den Verzierungskanten fest. (Auf Wunsch maile ich gerne ein Foto davon)
Wer kann mir sagen, was es damit auf sich hat, wer oder was soll das sein und hat der Steinmetz (oder seine Schule) an anderen Orten ähnlich augenzwinkernde Details hinterlassen?
und hat der Steinmetz (oder seine Schule) an
anderen Orten ähnlich augenzwinkernde Details hinterlassen?
ich schätze mal, daß an (oder in) nahezu jeder größeren Kirche mit Steinmetzarbeiten irgendwo Schabernack der Handwerker zu finden ist. Für den Kölner Dom gibt (gab?) es einen Photoband, in dem ettliche solcher Werke dokumentiert waren.
So ähnlich wie viele Programmierer versteckte Daten in Programme packen, die mit bestimmten Tastenkombinationen aufrufbar sind. Häufig Bilder oder Namenlisten der Programmierer, aber auch Spiele und ähnliches.
Wer kann mir sagen, was es damit auf sich hat, wer oder was
soll das sein und hat der Steinmetz (oder seine Schule) an
anderen Orten ähnlich augenzwinkernde Details hinterlassen?
Danke schon mal im Voraus.
Hallo,
der Fachausdruck zu dieser Art der Gestaltung heißt „Drolerie“. In (Buch-) Malerei und Bauplastik hat sie sich über Jahrhunderte hinweg gehalten und war besonders an Sakralbauten und ihrer Innenausstattung sehr weit verbreitet.
Hier noch ein weiteres Beispiel aus der Baukunst von ca. 1135, bei der eine Geschichte erzählt wird, die sich dann letztlich in ihr groteskes Gegenteil verkehrt: Zwei Mutantenhasen bringen den Jäger zur Strecke. http://www.raymond-faure.com/Koenigsl…
Gerade in der Literatur zu diesem Beispiel lässt sich auch gut erkennen, wie schwer wir uns heute mit der Deutung dieser grotesken Darstellungen tun.