Ardsp gegen Fliegen?

Hallo,

ich hatte im Sommer meine Pflanzen draußen und da haben sich so winzig kleine Fliegenviecher eingenistet. Ich habe noch Ardap zuhause. Kann ich das verwenden oder ist das für die Pflanzen schädlich? Einfach im Raum um die Pflanzen sprühen oder auf die Erde und die Pflanzen drauf?

Danke für eure Hilfe.

LG IA

Servus,

beim Umgang mit jeder Art von Pflanzenschutzmitteln (insbesondere bei denen mit so riskanten Wirkstoffen wie Pyrethroiden, die zwar nach derzeitigem Kenntisstand als wenig toxisch für Warmblütler gelten - Dein Wetterfrosch fällt davon garantiert von der Leiter -, von denen aber in Einzelfällen möglicherweise chronische Vergiftungen mit einer ziemlich fiesen Symptomatik auch bei Menschen verursacht werden, zumindest jedoch nicht ausgeschlossen werden können):

Keine Therapie ohne Diagnose!

Kläre zuerst auf, um welche Fliegen es sich handelt (ich schätze mal, dass es um die völlig harmlosen Trauermücken geht, die sich nicht im Freien „einnisten“, sondern immer auftauchen, wenn Zimmerpflanzen zu feucht gehalten werden).

Wenn Du weißt, um welche Fliegen es sich handelt, lässt sich entscheiden, ob überhaupt irgendwas unternommen werden muss, und wenn ja, was.

Wenn Du die Fliegen genauer beschreibst, lässt sich mehr dazu sagen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo Blumepeder

Kläre zuerst auf, um welche Fliegen es sich handelt (ich
schätze mal, dass es um die völlig harmlosen Trauermücken
geht, die sich nicht im Freien „einnisten“, sondern immer
auftauchen, wenn Zimmerpflanzen zu feucht gehalten werden).

Ich war jetzt in einem Gartencenter, aber nicht so einer Kette, sondern in einem kleinen. Dort hat man mich sehr gut beraten und ich habe jetzt Gelbsticker und ein Mittel für das Gießwasser bekommen, um die Eiablage zu stoppen.

Es sind wohl die von dir genannten Trauerfliegen. Laut auskunft der dortigen Mitarbeiter wurde die von mir gekaufte Erde vorher nicht durchgekocht.

LG IA

Trauermücken
Servus,

mit oder ohne Sterilisieren des Substrates kommen Trauermücken immer dann in den Töpfen von Zimmerpflanzen vor, wenn zu viel gegossen wird und das Substrat dauernd feucht bis nass ist.

Außer von unzureichend zersetztem Torf, der die Hauptsache von den üblichen Pflanzsubstraten ausmacht, ernähren sie sich übrigens auch von bereits abgestorbenen, faulenden Wurzeln der Pflanzen. Je schlechter es Topfpflanzen geht, desto besser geht es den Trauermücken.

Falls Du nicht grad Papyruspflanzen da zu stehen hast, solltest Du mal deine Gießgewohnheiten überdenken.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

danke für die nochmalige Rückmeldung!

mit oder ohne Sterilisieren des Substrates kommen Trauermücken
immer dann in den Töpfen von Zimmerpflanzen vor, wenn zu viel
gegossen wird und das Substrat dauernd feucht bis nass ist.

Falls Du nicht grad Papyruspflanzen da zu stehen hast,
solltest Du mal deine Gießgewohnheiten überdenken.

Ich hatte da bisher noch nie Probleme mit, werde jetzt aber mal drauf achten und die Pflanzen eine zeitlang trocken halten.

LG IA

Weil ich es gerade lesen. Ich hab diese Trauermücken anscheinend auch bei einer Pflanze. Allerdings gieße ich diese sehr selten. vll alle anderthalb bis 2 Wochen… Kann es dann trotzdem sein, dass die Erde einfach zu feucht ist? Wäre irgendwie eigenartig um ehrlich zu sein…

Hi,

Hast du sie vor kurzem umgetopft? Vielleicht liegt es an der schlechten Qualität der Erde. Mir hat man erklärt, das wäre mein Problem. Manchmal sind die Viecher schon in der Erde.

Vielleicht antwortet dir noch der Blumepeder. Der kennt sich da wohl ganz gut aus. Ansonsten kauf dir mal so genannte Gelbsticker.

LG IA

Blumenerde und so
Servus,

bei alle zwei Wochen gegossenen Pflanzen frag ich mich schon, ob die Flieger eher schwarz und pummelig oder eher (fast leuchtend) weiß sind - in diesem Fall ginge es um eine Art der Mottenschildlaus, wahrscheinlich Trialeurodes vaporariorum, deren Gelege die Pflanzen bereits aus den Treibhäusern mitbringen.

Ganz unabhängig davon: Das, was üblicherweise als „Blumenerde“ verkauft wird, ist nicht bloß deswegen eine ziemlich üble Sache, weil dafür die beinahe letzten Hochmoore Europas im Baltikum geschreddert werden, sondern u.a. auch wegen den Trauermücken nicht besonders schön.

Man kann ein für die meisten Zimmerpflanzen gut geeignetes Substrat aus einer handelsüblichen Aufbereitung aus Kokosnusshüllfasern (z.B. Kokohum, auch entsprechende „Nonames“ aus dem Weltladen), Neem-Expellern, Garten- oder Ackerboden und falls nötig Maurersand machen - das hat einen für den Feuchtigkeitshaushalt ausreichend hohen Anteil an schwach zersetzter organischer Substanz und ist insgesamt nicht bloß „gesünder“ als die handelsübliche Blumenerde, sondern richtet auch viel weniger Schaden an. Wenn man sich so ein Substrat zusammenbastelt, muss man halt schauen, dass man von Anfang an mit einem geeigneten Mehrnährstoff-Flüssigdünger gießt, weil es im Gegensatz zur „Blumenerde“ kaum oder nicht vorgedüngt ist.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

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Waaas?

Ganz unabhängig davon: Das, was üblicherweise als „Blumenerde“
verkauft wird, ist nicht bloß deswegen eine ziemlich üble
Sache, weil dafür die beinahe letzten Hochmoore Europas im
Baltikum geschreddert werden,

Das habe ich nicht gewusst. Ich bin erstaunt. Das wissen bestimmt die wenigsten, oder?

Man kann ein für die meisten Zimmerpflanzen gut geeignetes
Substrat aus einer handelsüblichen Aufbereitung aus
Kokosnusshüllfasern (z.B. Kokohum, auch entsprechende
„Nonames“ aus dem Weltladen), Neem-Expellern, Garten- oder
Ackerboden und falls nötig Maurersand machen - das hat einen
für den Feuchtigkeitshaushalt ausreichend hohen Anteil an
schwach zersetzter organischer Substanz und ist insgesamt
nicht bloß „gesünder“ als die handelsübliche Blumenerde,
sondern richtet auch viel weniger Schaden an. Wenn man sich so
ein Substrat zusammenbastelt, muss man halt schauen, dass man
von Anfang an mit einem geeigneten Mehrnährstoff-Flüssigdünger
gießt, weil es im Gegensatz zur „Blumenerde“ kaum oder nicht
vorgedüngt ist.

Ich muss also selber mischen? Gibt es da eine ganz genaue Anleitung für?

LG IA

Torf
Hallo,

Ganz unabhängig davon: Das, was üblicherweise als „Blumenerde“
verkauft wird, ist nicht bloß deswegen eine ziemlich üble
Sache, weil dafür die beinahe letzten Hochmoore Europas im
Baltikum geschreddert werden,

Das habe ich nicht gewusst. Ich bin erstaunt. Das wissen
bestimmt die wenigsten, oder?

Ja, klar, Stichwort „Torf“.

Ich muss also selber mischen? Gibt es da eine ganz genaue
Anleitung für?

Du musst nicht, es gibt auch fertige torffreie Mischungen, z.B. Neudohum (Rindenhumus, Kokosfaser, Holzfaser, Ton, aufgedüngt). Kosten halt deutlich mehr als die übliche Erde. Über die Qualität kann der Blumepeder wahrscheinlich mehr sagen. Meine Pflanzen gedeihen bisher zumeist* gut damit, sind aber auch nicht besonders anspruchsvoll. (*außer der Avocado)

Ich hab auch schon das Kokossubstrat allein verwendet. Wenn die Pflanzen nicht so festgelegt auf bestimmte Bodenansprüche sind, geht das auch, jedenfalls bei meinen ganz gewöhnlichen Zimmerpflanzen. Beigemischter Ackerboden hat nebenbei natürlich auch noch die Eigenschaft, die Chose zu verbilligen.

Aber auf das Mischrezept aus Blumepeders Hausanbau bin ich auch scharf.

Viele Grüße,

Jule

Servus,

Aber auf das Mischrezept aus Blumepeders Hausanbau bin ich
auch scharf.

da habe ich nichts, was konkret und im Einzelnen zu empfehlen wäre - bei uns stehen die Pflanzen eher draußen als am Fenster, zumindest ab April/Mai.

Wenn ich mal was für eine Topfpflanze brauche, mische ich etwa 2/3 Gartenboden mit 1/6 Neemexpellern und 1/6 Kokossubstrat und gebe auf etwa 5 Liter dieser Mischung ungefähr 1/4 Liter Maurersand. Das kann aber genauso gut richtig wie falsch sein, es ist bloß „nach Gefühl“. Es gibt hier im Forum eine ganze Reihe von Zimmer- und Tropenpflanzenspezis, die dazu Besseres sagen können.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

entschuldige bitte, das kommt etwas spät, aber: Danke!

Schönen Gruß,

Jule