In der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks
wird dargestellt , daß nur 20 Prozent der Arbeiterkinder ( beide Eltern Arbeiter ) eines Geburtsjahrganges die gymnasiale Oberstufe erreichen, während dies bei Beamtenkindern ( beide Eltern Beamte ) immerhin 84 Prozent gelingt .
Es wäre jedoch interessant ,zu erfahren , wie sich diese Werte von den Zahlen zu Beginn und Ende der " gymnasialen Laufbahn" unterscheiden .
Daher folgende Fragen :
Wieviele von jeweils 100 Arbeiterkindern eines Geburtsjahrganges wechseln von der Grundschule ins Gymnasium ?
2 . Wieviele von jeweils 100 Arbeiterkindern eines Geburtsjahrganges erreichen tatsächlich das Abitur ?
3 . Wie sehen die Antworten auf die beiden obigen Fragen aus ,wenn es sich um jeweils 100 Beamtenkinder handelt ?
Ich kann zwar keine Zahlen nennen (), aber materiell begütertere Eltern haben schon um des Status willen ein Interesse am Erfolg ihrer Kinder. Zumal diese ja auch die Zeit dafür haben und sich nicht unbedingt um ‚die Maloche‘ kümmern müssen. Und es sind noch einige Faktoren mehr, die den Bildungserfolg eines Kindes beeinflussen…
Von daher folgt die Tendenz: je reicher die Eltern, desto bildungsreicher der Nachwuchs (hoffentlich)
Von daher folgt die Tendenz: je reicher die Eltern, desto
bildungsreicher der Nachwuchs (hoffentlich)
Hallo, ML,
Ich kann leider auch nicht mit „harten Fakten“ dienen.
Aber Deine Anmerkung reizte mich denn doch auch weitere Gesichtspunkte zu erwähnen.
Kinder aus Familien in denen die Eltern einen höheren Bildungsgrad haben kommen auch früher und intensiver mit Bildung in Berührung. Bücher lesen, sich mit Wissensgebieten beschäftigen werden sozusagen bereits mit der Muttermilch aufgesogen.
Eltern mit höherem Bildungsabschluß sind auch eher in der Lage ihre Kinder bei ihrer schulischen Ausbildung zu unterstützen.
ich denke, es spielt noch etwas anderes eine wichtige Rolle: Eltern, die mehr Geld in der Tasche haben, können ihren Kindern auch eher dauerhaft Nachhilfeunterricht ermöglichen. Denn ohne diesen kommen (leider) mittlerweile nur wenige Kinder ungestreift bis zum Abitur bzw. packen nur so das Abitur.
Zumal diese ja auch die Zeit
dafür haben und sich nicht unbedingt um ‚die Maloche‘ kümmern
müssen.
Das heißt daß ein Selbständiger (vergleichbar Status Beamter in der Schulbildung der Kinder) mit einer 80stundenwoche, weniger arbeitet als ein 35stundenwöchner bei mercedes?
In der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks
wird dargestellt , daß nur 20 Prozent der Arbeiterkinder (
beide Eltern Arbeiter ) eines Geburtsjahrganges die
gymnasiale Oberstufe erreichen, während dies bei
Beamtenkindern ( beide Eltern Beamte ) immerhin 84 Prozent
gelingt .
diese Aussage ist seeehr undifferenziert.
Beamte gibt es von unteren Dienst über mittleren und gehobenen Dienst bis zum höheren Dienst.
Das wäre vergleichbar mit von angelernter Arbeiter bis Abteilungsleiter.
Interessanter wäre es, zu differenzieren wie das Verhältniss zwischen mittlerem Dienst bei Beamten und (Fach)Arbeitern aussieht. das läßt sich halbwegs vergleichen.
Nur so meine Gedanken zum verfälschen von Statistiken.
eine Statistik hat erausgefunden, daß verheiratete Männer eine höhere Lebenserwartung haben als unverheiratete.
Die Frage ist, was die größere Strafe ist *gfg*
(es wurde dann bei der Unstersuchung weiterhin festgestellt, daß die in den unteren Schichten mit geringerer Lebenserwartung eine geringer Quote verheirateter Männer zu finden war)
Das ist genauso wie scheinbar der Geburtenrate genaus wie die Population der Störche zurückgingen.
Gruß
Winni
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ich denke, es spielt noch etwas anderes eine wichtige Rolle:
Eltern, die mehr Geld in der Tasche haben, können ihren
Kindern auch eher dauerhaft Nachhilfeunterricht ermöglichen.
Denn ohne diesen kommen (leider) mittlerweile nur wenige
Kinder ungestreift bis zum Abitur bzw. packen nur so das
Abitur.
Wenn es so wäre, dann sind die Schulen voll mit ungeeigneten bzw. überforderten Kindern. Was wollen die später mit dem Abi anfangen, wenn sie schon durch das Gymnasium „getragen“ werden müssen?
Wäre es nicht erfolgversprechender, wenn der Schultyp so gewählt wird, dass Potential und Anforderungen zusammen passen?
Wenn es so wäre, dann sind die Schulen voll mit ungeeigneten
bzw. überforderten Kindern. Was wollen die später mit dem Abi
anfangen, wenn sie schon durch das Gymnasium „getragen“ werden
müssen?
Hallo, Herbert,
das ist leider weitgehend so. Die Gymnasien selektieren diese Schüler eben nach und nach aus.
Wäre es nicht erfolgversprechender, wenn der Schultyp so
gewählt wird, dass Potential und Anforderungen zusammen
passen?
Aber ja doch! Die Grundschulen geben ja eine Empfehlung am Ende der Grundschulzeit, für welche weiterführende Schule das Kind geeignet ist. Nur folgen viele Eltern dieser Empfehlung nicht immer, eben aus Prestigegründen oder in der Hoffnung auf spätere bessere berufliche Chancen.
Es ist klar, dass sie ihre Sprößlinge dabei in vielen Fällen hoffnungslos überfordern, ihnen über Jahre hinweg nichts als Misserfolgserlebnisse und Versagenserfahrungen vermitteln.
Ich habe es zu oft erlebt, dass Kinder, die im Gymnasium völlig versagten, nach dem Wechsel auf deine Real-, Gesamt- oder Hauptschule wie ausgewechselt waren, gute Noten schrieben, Spaß an der Leistung fanden und am Ende doch noch ihr Abitur machten.
Wenn es so wäre, dann sind die Schulen voll mit ungeeigneten
bzw. überforderten Kindern. Was wollen die später mit dem Abi
anfangen, wenn sie schon durch das Gymnasium „getragen“ werden
müssen?
ich finde, hier muss man differenzieren. Wenn ein Schüler auf dem Gymnasium z.b. in einem Fach Nachhilfe braucht, finde ich es legitim, dass er das Abitur macht/bekommt. Natürlich darf es sich nicht um eine Masse von Fächern handeln - dann muss man wahrlich nach einem geeignetern Schultyp suchen.
Wäre es nicht erfolgversprechender, wenn der Schultyp so
gewählt wird, dass Potential und Anforderungen zusammen
passen?
Ich glaub auch. Wenn jeder, für was er nicht peilt Nachhilfe bekommt, stufen wir automatisch alle Schüler höher. Wie gesagt, der Nachhilfebedarf müsste sich in Grenzen halten. Und wenn ich an meine Mitschüler denke, die z.b. in Mathe Nachhilfe hatten und mal so erzählt haben, was sie pro Monat zahlen - das hätten meine Eltern gar nicht auch noch aufbringen können (waren echt knappe Zeiten).
Genau diese " undifferenzierte Aussage " steht in der Sozialerhebung ( Seite 7).
Wörtlich :
" Kinder , deren Eltern beide Arbeiter sind,haben die mit Abstand geringsten Chancen , die Schwelle zu den Klassen 11-13 zu überwinden (20 % ).
Am Gegenpol befinden sich Kinder , deren Eltern beide verbeamtet sind.
Sie haben eine vier Mal so hohe Übergangswahrscheinlichkeit in die gymnasiale Oberstufe ( 84 % ) wie erstere " .
Genau diese " undifferenzierte Aussage " steht in der
Sozialerhebung ( Seite 7).
Mein Kommentar war kein Angriff gegen Dich, sondern gegen diese Aussage.
Wörtlich :
" Kinder , deren Eltern beide Arbeiter sind,haben die mit
Abstand geringsten Chancen , die Schwelle zu den Klassen 11-13
zu überwinden (20 % ).
Am Gegenpol befinden sich Kinder , deren Eltern beide
verbeamtet sind.
Sie haben eine vier Mal so hohe Übergangswahrscheinlichkeit in
die gymnasiale Oberstufe ( 84 % ) wie erstere " .
Wie ich schon ausführte, ist ‚verbeamtet‘ ein weites Feld.
Genau diese " undifferenzierte Aussage " steht in der
Sozialerhebung ( Seite 7).
Mein Kommentar war kein Angriff gegen Dich, sondern gegen
diese Aussage.
Wie ich schon ausführte, ist ‚verbeamtet‘ ein weites Feld.
Allerdings haben Beamte eine höhere soziale Sicherheit und (zumindestens bis vor 3-4 Jahren) noch eine ziemlich planbare Gehaltsentwicklung. Vor diesem Hintergrund werden langfristige Projekte wie Schulbildung mit Ziel Uniabschluss sicher eher ins Visier genommen als bei Menschen mit unsicherer Gehalts-/Beschäftigungsperspektive. Dies trifft ja seit ca. 5 Jahren selbst die ‚verbeamteten‘ Arbeiter bei VW und Siemens. Insofern hat diese Einteilung durchaus Sinn, auch wenn von einem Sachbearbeiterbeamtengehalt wenige über bleibt als von einem Regierungsdrirektorgehalt. Aber angesicht von Regionen in Sachsen, wo Facharbeiter mit 500-700 EUR brutto nach Hause gehen, ist jeder ÖD gut bezahlt.