ARGE und Barvermögen

Hallo,

nehmen wir mal folgendes an:

Jemand bezieht Hartz 4. Er bekommt jetzt aus seiner Scheidung einen Zugewinn von 27.000 €. Er kann pro Lebendsjahr 150 € behalten.

Wie bekommt die ARGE raus, das dieser jemand so viel Kohle hat?

danke

lisa

Hallo

Wie bekommt die ARGE raus, das dieser jemand so viel Kohle
hat?

Vor allen Dingen dadurch, daß dieser jemand es ordnungsgemäß der ARGE meldet.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

Wie bekommt die ARGE raus, das dieser jemand so viel Kohle
hat?

Vor allen Dingen dadurch, daß dieser jemand es ordnungsgemäß
der ARGE meldet.

Oder der/die Ex gibt dem Amt einen dezenten Hinweis. :smile:

Grüße

Hallo,

Wie bekommt die ARGE raus, das dieser jemand so viel Kohle
hat?

Vor allen Dingen dadurch, daß dieser jemand es ordnungsgemäß
der ARGE meldet.

Oder der/die Ex gibt dem Amt einen dezenten Hinweis. :smile:

Hallo

Seit es die Kontenschnüffelei gibt ist es kein Problem dem Geldfluss auf die Spur zu kommen. Es sei denn der Gebende hatte die 27 000 € unter der Matratze, der Empfänger verfährt ebenso. Die hohe Anzahl der Kontenabfragen besonders von ALG II Beziehern sollte zu denken geben.

Gruss vonsales

Alles eine Frage des Blickwinkels
Hallo vonsales

Die hohe Anzahl der Kontenabfragen besonders von ALG
II Beziehern sollte zu denken geben.

Ebenso wie der Grund dafür. Zum Beispiel, daß es Hartz IV - Empfänger geben soll, die einen Geldzufluss von 27.000 Euro lieber nicht melden wollen.

Gruß,
LeoLo

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Hallo Lisa,
na das ist doch ganz einfach. Wenn die Gegenseite 27.000 € zahlen muss, lässt sie sich mit Sicherheit ein Formular vom Empfänger unterschreiben, was besagt, dass sie Sonderausgaben hat. Das Formular (mit den Daten des Empfängers) wird dann beim Finanzamt eingereicht von wegen außerordentlicher Belastung, was sich dann steuersenkend auf die zahlende Person auswirkt; der Weg vom Finanzamt zur Hartz IV-Stelle ist dann nicht mehr weit (Datenabgleich).

Frdl.Gruß
Conny4

Hallo vonsales

Die hohe Anzahl der Kontenabfragen besonders von ALG
II Beziehern sollte zu denken geben.

Ebenso wie der Grund dafür. Zum Beispiel, daß es Hartz IV -
Empfänger geben soll, die einen Geldzufluss von 27.000 Euro
lieber nicht melden wollen.

Hallo
Ganz ehrlich, mir ist es egal ob jemand sein Hartz 4 zurecht oder nicht bezieht. Schliesslich ist der Staat zu blöd vernünftige Regelungen zu machen. Das zieht sich von Steuern, über Zuschüsse bis Grundsicherung. Es ist in der jetzigen Gesellschaftsordnung überhaupt nicht möglich eine Vollbeschäftigung zu erreichen.

Nehmen wir mal einfach die Pleite von Q. Es gibt da sicher Mitarbeiter die bisher 30 Jahre ununterbrochen gearbeitet haben. Wenn diese nun in den nächsten 2 Jahren keine Arbeit finden müssen sie ja wohl Alg 2 beantragen. Das Ersparte ist dann wohl grösstenteils weg, oder wenn der Arbeitnehmer schlau war, beiseite geschafft, verschenkt oder was auch immer.

Gruss vonsales

2 „Gefällt mir“

Hallo
Ganz ehrlich, mir ist es egal ob jemand sein Hartz 4 zurecht
oder nicht bezieht. Schliesslich ist der Staat zu blöd
vernünftige Regelungen zu machen. Das zieht sich von Steuern,
über Zuschüsse bis Grundsicherung. Es ist in der jetzigen
Gesellschaftsordnung überhaupt nicht möglich eine
Vollbeschäftigung zu erreichen.

Nehmen wir mal einfach die Pleite von Q. Es gibt da sicher
Mitarbeiter die bisher 30 Jahre ununterbrochen gearbeitet
haben. Wenn diese nun in den nächsten 2 Jahren keine Arbeit
finden müssen sie ja wohl Alg 2 beantragen. Das Ersparte ist
dann wohl grösstenteils weg, oder wenn der Arbeitnehmer schlau
war, beiseite geschafft, verschenkt oder was auch immer.

Gruss vonsales

Hallo!

Da stimme ich dir 100 %ig zu!

Erst wird dem Arbeitnehmer jahrzehntelang Beiträge zur Arbeitslosenversicherung weggeschnappt und dann, wenn der Schadensfall tatsächlich mal eintritt, wird er nach nur einem Jahr im Regen stehen gelassen und sein Vermögen peu à peu einkassiert.

Und das alles, obwohl der Betroffene weder etwas für die Firmenpleite, für das gesamtwirtschaftliche Umfeld oder die Arbeitsmarktgesetze kann.

Ich z.B. finde es völlig absurd, dass der Trend dahin geht, dass auf der einen Seite Vollzeitbeschäftigte immer länger und härter arbeiten müssen und auf der anderen Seite ständig mehr 400- (oder weniger) Euro-Jobs entstehen. Und gleichzeitig ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung von der ARGE schikaniert wird. Obwohl genug Arbeit da wäre und man sie nur gerecht verteilen müsste.

Es ist traurig, dass Arbeitslose innerhalb eines Jahres ihr Vermögen aufbrauchen müssten, wollten sie nicht riskieren, dass es durch eine solche Gesetzgebung anschließend quasi enteignet wird.

Wenn dann jemand sein Geld in Sicherheit bringt - egal, ob als Investition in eine selbstgenutzte Immobilie (legal) oder auf einem Konto auf dem Bahamas oder unter der Matratze zuhause (nicht ganz legal :wink:), betrachte ich das eigentlich als Notwehr und nicht als ein Verbrechen.

Und wenn dann wieder diese Moralapostel aufschreien und mosern, dass diese Leute nur auf ihre Kosten schmarotzen wollen, möchte ich genau die mal erleben, wenn es ihnen selbst an die Ersparnisse gehen soll. Z.B. wenn sie selbst arbeitslos werden oder wenn ein Angehöriger oder sie selbst ins Pflegeheim muss. Dann sieht die Welt nämlich schlagartig ganz anders aus. Und diejenigen, die es ihr Leben lang nicht geschafft haben, trotz eines guten Einkommens statt Vermögen nur Schulden anzuhäufen oder so gerade über die Runden zu kommen, die sollen sowieso lieber den Mund halten und sich ein Haushaltsbuch anschaffen. Anstatt neidisch auf das Vermögen anderer Leute zu schielen.

Ich finde es jedenfalls total unmoralisch, den Leuten, die jahrelang hart gearbeitet und seriös gelebt haben, im Fall der Arbeitslosigkeit die Früchte ihrer Arbeit wegzunehmen und diejenigen, die immer alles verprasst haben, mit staatlicher Unterstützung zu belohnen. Mit Gleichbehandlung hat das jedenfalls überhaupt nichts zu tun.

Ich fände es gerechter, wenn die Arbeitslosenunterstützung solange weitergezahlt würde, bis derjenige wieder einen Job hat, oder in Rente geht. Über die Höhe der Leistung ließe sich streiten. Man könnte sie im Laufe der Jahre durchaus auf einen Betrag in der Höhe des Existenzminimums herunterfahren. So wie es jetzt auch üblich ist. Man kann auch darüber nachdenken, Kapitalerträge davon abzuziehen. Aber das Kapital selbst anzugreifen, finde ich extrem ungerecht.

Viele Grüße

Anne

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Hallo

Ich finde es erstaunlich, wie sich die Vorstellungen so ändern.

Früher hat man unter anderem für schlechte Zeiten gespart. Heute scheint man für Weltreisen und Luxus zu sparen und vom Staat zu verlangen, daß er in schlechten Zeiten die Weltreise weiter sichert.

Daß es erheblich Nachholbedarf gibt in der individuellen Unterstützung von Menschen, die in den Hartz IV - Bezug fallen, darüber kann man auch meines Erachtens nicht groß streiten. Nur sind die Gründe für die Gesamtmisere sehr vielschichtig und weder hier auch nur ansatzweise zu diskutieren, noch sind viele der reellen Symptome gern gehört.

Viele Argumente in deinem Text sind leider widersprüchlich oder aber sehr einseitig geprägt. Und vielleicht wäre es mal heilsam, wenn die ganzen Kritiker und Schimpfer mal Gegenvorschläge machen. Leider kommen bei Gegenvorschlägen dann aber immer utopische Klamotten raus, die rechtlich nicht mal im Ansatz haltbar sind oder aber niemals finanziert werden können. Vielleicht hast Du, Anne, aber ein Patentrezept, wie es gerechter zuginge?

Gruß,
LeoLo

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Hallo

Ich finde es erstaunlich, wie sich die Vorstellungen so
ändern.

Früher hat man unter anderem für schlechte Zeiten gespart.
Heute scheint man für Weltreisen und Luxus zu sparen und vom
Staat zu verlangen, daß er in schlechten Zeiten die Weltreise
weiter sichert.

Hallo!

Wann früher? In der Steinzeit?

Ich finde, man muss da differenzieren. Wenn man als Privatperson selbst für schlechte Zeiten ansparen soll, ist es dann korrekt, den Leuten jahrelang das Geld für die Arbeitslosenversicherung aus der Tasche zu ziehen?

Durch diese Versicherung wird doch suggeriert, dass man im Fall der Arbeitslosigkeit versorgt ist. Deshalb sorgt man selbst dafür nicht vor, sondern spart vielleicht für einen vorzeitigen Renteneintritt, einfach nur für eine bessere finanzielle Ausstattung im Alter, für die eigene Immobilie oder für Konsumwünsche aller Art.

Ich finde es hinterhältig, den Leuten über Jahrzehnte das Geld für eine Arbeitslosenversicherung wegzunehmen und wenn der Versicherungsfall tatsächlich mal eintritt, die Leute nach nur einem Jahr im Regen stehen zu lassen. Und sie während dieses Jahres auch noch ständig zu gängeln und ihnen Vorschriften zu machen.

Schließlich hätte auch jeder das Geld privat anlegen können und im Fall der Arbeitslosigkeit selbstverantwortlich verwenden können. Selbst private Arbeitslosenversicherungen wären durchaus denkbar, würde sich der Staat dort nicht dreist vordrängen. Und der Arbeitslose könnte selbst entscheiden, wo er sich wann bewirbt und welche Stelle er zu welchen Konditionen annehmen möchte.

Heutzutage ist es ja sogar so, dass Leuten angedroht wird, ihre Leistungen zu kürzen, die gar keine Leistungen beziehen, z.B. weil ihr Vermögen zu hoch ist. Wie dreist ist das denn? „Vorgeladen“ werden sie außerdem noch - um ihre Bewerbungsunterlagen vorzuzeigen.

Aber wie es auch sei - die Rahmenbedingungen für die Gesamtwirtschaft werden nun einmal von der Regierung festgelegt. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Mit denen müssen alle leben und der Einfluss des Einzelnen ist da sehr beschränkt.

Und vor dem Hintergrund finde ich es einfach ungerecht, wenn diese Arbeitsmarktrisiken privatisiert werden, besonders wenn vorher Versicherungsbeiträge zwangsweise einbehalten werden.

Von meiner Autoversicherung erwarte ich doch auch den völligen Ausgleich aller Schäden (vereinbarter Selbstbehalt mal ausgenommen), egal, ob ich ein Straßenschild anfahre oder ob ich ein ganzes Haus umgefahren habe. Dafür hat man doch eine Versicherung.

Die staatliche gegen Arbeitslosigkeit hätte aber bei der heutigen Leistung am Markt keine großen Chancen.

Viele Grüße

Anne