Hallochen!
Also folgendes Szenario:
DSL-Anbieter teilt Schaltung des Komplett-Anschlusses für den 15.01.08 mit. Anschluss wird auch geschaltet, aber die Leitung ist tot. Man kann weder telefonieren noch ins Internet.
Als nach 2 Wochen, zahlreichen Hotline-Telefonaten, einem Fax und mehreren Techniker-Besuchen immer noch keine Besserung eingetreten ist, erklärt der Kunde per Einschreiben mit Rückschein den Rücktritt vom Vertrag. Gleichzeitig deinstalliert er alle technischen Geräte des Anbieters.
Ungefähr 10 Tage später kommt ein Anruf des Anbieters, der Anschluss könne nun genutzt werden. Antwort: Ist uns egal, es gibt keinen Anschluss, wir sind vom Vertrag zurückgetreten.
Gleichzeitig laufen nebenher urplötzlich Abbuchungen des Anbieters vom Konto des Kunden. Das Angebot soll eigentlich knapp unter 30 Euro im Monat kosten, abgebucht werden aber erst 80 und dann 50 Euro.
Der Kunde erstellt ein Schreiben, in welchem er die Forderungen auflistet
- Abbuchung 1
- Abbuchung 2
- Telefonkosten Hotline
- Kosten für 2 Einschreiben
- GESAMT: Knapp 250 Euro
und setzt eine Frist von 25 Tagen zur Bezahlung. Er widerruft noch einmal ausdrücklich die Genehmigung zum Lastschriftverfahren und droht damit, weitere Abbuchungen zur Anzeige zu bringen (evtl. Diebstahl?). Außerdem fordert er den Anbieter mit Nachdruck auf, den Rücktritt vom Vertrag zu akzeptieren.
Gleichzeitig bucht der Anbieter ein drittes mal ab, was der Kunde jedoch sofort zurückbucht.
Nach 1-2 Wochen kommt eine Eingangsbestätigung, pünktlich zum Fristablauf kommt ein Antwortschreiben. Sinngemäß:
- Deaktivierung des Anschlusses zum 29.02.
- Erstattung der Grundgebühr bis 29.02. wegen Kulanz
- Gutschrift ohne Rechtspflicht und Präjudiz (was auch immer das ist)
- man bezieht sich auf Rechnungen (wurden nie zugestellt)
- technische Geräte wurden nicht zurückgeschickt, Warenwert berechnet
- es sind Gesprächspreise von knapp 70 Euro entstanden, nicht erstattet
- weitere Kulanzgutschrift 25 Euro
- insgesamt nach Verrechnung knapp 125 Euro Guthaben auf Kundenkonto
Das will der Kunde natürlich so nicht akzeptieren, da dies grade mal 50% entspricht. Gesprächskosten können nicht entstanden sein, da der Anschluss tot war. Die technischen Geräte werden natürlich zurückgeschickt (Anbieter wird laut eigener Aussage den Warenwert dann erstatten).
Sollte der Kunde das Ganze sofort an einen Anwalt abgeben oder evtl. vorher noch einmal anmahnen oder eine Frist setzen?
Alle Briefe gingen bisher per Einschreiben/Rückschein/Persönlich an den Geschäftsführer.
Danke & Gruß