Argumentationsweise

Gibt es ein Fachbegriff der folgende Argumentationsweis beschreibt.

"Klaus ist ungezogen, er zeigte Peter den Mittelfinger.

Aber Hans hat doch vorher auch Karl den Mittelfinger gezeigt."

Ein Argument soll durch ein vergleichbares Gegenargument relativiert werden. Wie nennt man solch eine Vorgehensweise?

Worum handelt es sich, wenn ein Argument durch ein Gegenargument entkräftet werden soll, aber beide Umstände qualitativ unterschiedlich sind.

Bsp.:
„Der OB von Hannover verbietet eine Demo - von Neo-Nazis.
Was soll daran undemokratisch sein?
Der OB von Berlin verbietet ja auch Demos - nämlich die Love-Parade.“

Qualitativ unterschiedlich sind die Sachverhalte, aber die Aktion (etwas verbieten) sind vergleichbar.
Solch eine Argumentation, ist es beschreibbar mit einem entsprechenden Fachbegriff?

Danke für eure Tips

‚Unzulässiger Vergleich‘ durch ‚Rabulistik‘ …
… und auch kein Jellinek wäre hilfreich mit seiner
„Normativen Kraft des Faktischen“,
da ja kein mehrheitliches Verhalten vorliegt,
das eine solche Anpassung an die Realität begründen könnte.

mfg:stuck_out_tongue:it
[macht.oft.den.effe]

Ein Argument soll durch ein vergleichbares Gegenargument
relativiert werden. Wie nennt man solch eine Vorgehensweise?

Tu-quoque-Argument [~]

Worum handelt es sich, wenn ein Argument durch ein
Gegenargument entkräftet werden soll,
aber beide Umstände qualitativ unterschiedlich sind.

Strohmann-Argument [~]

Hallo Karl-Heinz!
Zum 1. Beispiel: Klaus wurde erwischt, es drohen evtl. neg. Sanktionen (oder sind schon da, wie z.B. veränderte Stimme, Mimik…der Mutter). Klaus setzt seine Abwehr in Gang - „aber“- und versucht damit von sich abzulenken und das eigene Fehlverhalten herunter zu spielen.Methode = lt. Devise :der hat´s ja auch gemacht(siehe pitbull) - Der Vorgang an sich ist meiner Meinung nach ein „Abwehrmechanismus“.

Es passt zwar auch zu Kläuschen, aber zum 2. Sachverhalt noch besser. Deshalb sage ich nur: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist es dennoch nicht das Selbe!“ Man sollte es auch nicht aus dem Zusammenhang reißen. „Verbieten“ ist eine Entscheidung - am Besten natürlich, wenn man a l l e Argumente betrachtet hat, Für und Wider abwog. Denn für seine Entscheidungen muss man auch in irgendeiner Weise gerade stehen.
Ich jedenfalls habe keine Ahnung auf welcher Basis die Verbote getroffen wurden. Gruß Roxelane

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Multo Grazie
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