Hallo Ramona, hallo Heinz:
Fange doch erst mal mit einem Henna Tattoo an. Das schöne
daran ist, man kann immer mal wieder ein anderes Motiv wählen
und es macht auch immer wieder Spaß sich etwas neues
auszusuchen und auszuprobieren. Je nach Lust und Laune kann
das Hennabild dann auch mal an anderen Stellen zu finden sein.
Das ist zum ausprobieren sicher klasse, aber vorsicht: schwarzes Henna zum malen von Tattoos löst extrem häufig Allergien und Hautirritationen aus, die teilweise monatelange Entzündungen nach sich ziehen! Wird zur Zeit ab und zu mal in der Presse in Randbemerkungen erwähnt, bzw. auch im Radio, da die Ärzte immer häufíger damit konfrontiert werden. Ist halt auch in Mode. Das rote Henna ist wohl okay.
Wir hatten mit meiner Tochter (gerade 13) auch diese Diskussionen. Argumente dagegen: Kaum zu entfernen, wenn überhaupt nur reinschwarze Tattoos, die nicht zu tief gestochen sind. Farbige sind definitiv „für immer“. Zu den sogenannten „Naturfarben“, die angeblich nach 2 bis 3 Jahren verschwinden, sind die Risiken der allergischen Reaktionen und die wirkliche Auflösung der Pigmentierung in der Haut nicht entsprechend dokumentiert. (Mein Partner ist Arzt und hat die Ergebnisse immer häufiger in seiner Praxis, wo die Patienten dann entsetzt sind, wenn sie erfahren, dass trotz Laser etc. unschöne Narben bleiben können, bzw. Farbe nicht seriös und sicher zu entfernen ist)
Das Hautalterungsthema und der sich verändernde Geschmack sind in anderen Postings schon erwähnt worden.
Liebe Ramona, wir haben das Thema folgendermassen gelöst: Unsere Tochter bekommt nach den Sommerferien (wg. Infektionsgefahr in Schwimmbädern) ein Bauchnabelpiercing. Mein Partner setzt ihr das Piercing in der Praxis, der Schmuck muss eine bestimmte Qualität haben und wird vorher nicht nur mit flüssig-Desinfektion, sondern im Sterilisationsgerät keimfrei gemacht. Das zur Sicherstellung der elterlichen Gesundheitsvorsorgebedürfnisse 
Wie an anderen Stellen schon benannt, kann sie, wenn sie es leid ist, das Piercing einfach entfernen und der Stichkanal schließt sich in kurzer Zeit.
Und sie durfte sich ein zweites Ohrloch stechen lassen (allerdings nur im Ohrläppchen). Jetzt ist dann Schluß mit Durchlöcherungen.
Dazu gibt es ab und zu diese „Aufkleber-Tattoos“, die mittlerweile eine erstaunliche Qualität haben können und zumindest wenn sie frisch sind, kaum von echten zu unterscheiden sind.
Tattoo ist nach diesen Verhandlungen tabu bis sie (mindestens) 18 ist. Ähem. So ist es zumindest jetzt vereinbart. Sollte sie mit 16,17 die Diskussion wieder anfangen, müssen wir halt neu sehen. Wer weiss, was es bis dahin an Techniken gibt.(gut dass sie das nicht liest)
Also, auch ich kann dir nicht die Argumente für ein Tattoo liefern, das vor Mitte 20 gestochen wird. Noch eine Geschichte zur Abschreckung:
Im Bekanntenkreis hat eine jetzt 20-jährige sich vor zwei Jahren (damals war sie extrem dünn) ein Tattoo als Ring um den Oberarm stechen lassen. Sah supertoll aus. Neid. Hinreißend. Sexy. Hingucker. Leider hat sie in der Zwischenzeit mindestens 10 Kilo zugenommen. Was grundsätzlich nichts macht, weil sie vorher zu dünn war. Aber kannst du dir vorstellen, wie das Tattoo jetzt aussieht???
Ich wünsche dir viel Sicherheit bei deiner Entscheidung und hoffe du bist nicht allzu enttäuscht, dass du hier lauter Gegenargumente zu hören bekommst.
Sylvia