Argumente für/gegen ein Tattoo

Hallo !
Der Artikel „Argumente für/gegen ein Bauchnabelpiercing“ hat mich dazu gebracht einen neuen zu schreiben. Ich möchte mir gerne ein kleines auf dem Rücken machen lassen, so ein Stückchen über dem Hosenbund. Allerdings muss ich dazu noch meine Eltern (51 und 57 Jahre) für die nötige Erlaubnis überreden. Wer kann mir Argumente geben? Welche meine Eltern mir sagen werde und welche ich dagegen aussprechen kann.
Danke für eure Hilfe !

bye

Ramona

Moin!

Ich möchte mir gerne ein kleines auf dem Rücken machen lassen,
so ein Stückchen über dem Hosenbund. Allerdings muss ich dazu
noch meine Eltern (51 und 57 Jahre) für die nötige Erlaubnis
überreden. Wer kann mir Argumente geben? Welche meine Eltern
mir sagen werde und welche ich dagegen aussprechen kann.

Also nimm es mir bitte nicht übel, aber wenn Dir selbst keine plausiblen Argumente „Für“ einfallen, dann zeigt mir das, das Du den zu erwartenden Argumenten „Gegen“ Deiner Eltern eher folgen solltest.
Wie Alt bist Du denn? Leider kann ich Deiner ViKa dazu nichts entnehmen. Vielleicht hilft Dir aber meine persönliche Meinung zu dem Thema weiter.
Ich selbst wollte eine Tätowierung seit ich 16 war. Unbedingt, ich hatte auch eine vermeintlich geile Idee für ein Motiv. Damals war jedoch leider meine Mom strikt dagegen. Sie hat es mir verboten mit dem Argument, das ich das immer noch machen könne, wenn ich volljährig sei. Und solange sie mein Vormund sei, wäre da nix zu machen. Es gab deswegen seinerzeit viele böse Worte. Was soll ich sagen? Heute bin ich meiner Mutter sehr dankbar für ihr damaliges Veto. Ich wollte zwar weiterhin eine Tätowierung, aber meine Einstellung dazu hatte sich verändert. Ein Motiv wie das damals von mir gewünschte bringt mich heute noch zum Lachen. Wenn ich mir überlege, ich müßte heute noch mit einem grinsenden Totenkopf auf dem Arm rumrennen, dann kann ich nur lachen. Einfach nur scheußlich. Ich hätte es bereut, und zwar für den Rest meines Lebens.
Heute habe ich nun seit einigen Jahren eine Tätowierung. Und jeden Tag, wenn ich das Kunstwerk betrachte, freue ich mich neu darüber. Und ich denke, das wird auch in zwanzig Jahren noch so sein. Und dafür bin ich nicht zuletzt auch meiner Mutter zum Dank verpflichtet. Obwohl ihr das heute noch nicht gefällt.

Vielleicht solltest Du Dir erstmal gründlich überlegen, warum Du ein Tattoo willst.
Weil es gerade Mode ist? Weil Du es „Cool“ findest? Weil es doch alle anderen auch haben?
Alles falsche Argumente wie ich finde. Die Entscheidung für ein Tattoo ist eine Entscheidung für den Rest Deines Lebens. Dir bleibt also noch viel Zeit, um Dich in dieser Hinsicht zu orientieren. Wenn ich sehe, wie viele Teenager heutzutage mit irgendwelchen Blümchen, Bärchen, Teufelchen, Engelchen und was weiß ich noch alles für blödsinnigen comicartigen Motiven rumrennen, dann wird mir gruselig. Eine Bekannte von uns mußte sich vor zehn Jahren (mit damals 16 Jahren!) unbedingt eine Sonne um den Bauchnabel tätowieren lassen. Schließlich war das damals ultracool. Ihre Eltern haben zwar zunächst auch protestiert, es dann aber doch genehmigt. Inzwischen hat die Bekannte zwei Schwangerschaften hinter sich… Die Sonne ist untergegangen, würde ich mal sagen. Heute kann sie nicht mehr bauchfrei laufen, ohne zumindest mitleidige Blicke zu ernten.

Grundsätzlich finde ich, das man eine Tätowierung immer nur für sich selbst machen lassen sollte. Und zwar ausschließlich. Wenn Du Dir also darüber im klaren bist, das DU für DICH selbst ein Motiv gefunden hast, das DIR für den Rest DEINES Lebens Freude machen könnte, dann wirst Du auch Argumente dafür finden. Und letztlich ist eines der wichtigsten Argumente dann, das Du es immer noch selbst verantworten kannst, wenn Du 18 bist.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo Ramona,

ich muß in das gleiche Horn blasen wie mein Vorredner: Wäre ich Dein Vater, könntest Du mir (wahrscheinlich) mit keinem Argument meine Zustimmung aus dem Ärmel leiern.
Der Grund sind meine eigenen Erfahrungen: während man ein Piercing einfach wieder herrausnehmen kann (und außer einem kleinen Loch nichts bleibt), ist ein Tatoo etwas endgültiges - eine Entfernung ist sehr schwer (wenn überhaupt restlos möglich) und teuer. Und ich habe bislang niemanden kennengelernt, der mit 18 (oder jünger) schon so weit „gefestigt“ war, daß er wußte welches Kunstwerk er für den Rest seines Lebens tragen möchte. Ich würde jedem dringend empfehlen sich ein „richtiges“ Tatoo FRÜHESTENS mit Mitte/Ende 20 stechen zu lassen.
Es gibt doch eine Reihe „temporärer Lösungen“ (z.B. Henna-Bemalung) - wie wäre es denn für den Anfang damit?

Was mein Sohn einmal machen wird wenn er 18 ist, ist leztlich sein Bier - ich kann es dann nicht mehr verhindern. Aber vorher werde ich dem nicht zustimmen und wenn er 18 ist werde ich versuchen ihn zu überzeugen noch zu warten.
Zwischen meinem ersten Gedanken an ein Tatoo und der Ausführung habe ich mir ca. 6 Jahre Zeit gelassen - dann erst war ich mir sicher genug, daß es das Ding für mein Leben ist!

Mein Rat: Überlege Dir das noch mal gründlich!

Gruß Goosi

Es gibt doch eine Reihe „temporärer Lösungen“ (z.B.
Henna-Bemalung) - wie wäre es denn für den Anfang damit?

Außerdem gibt es auch „temporäre Lösungen“ die länger als Henna-„Tattoos“ halten und nach mehreren Monaten bis fast einem Jahr erst wieder rauswachsen (war das „Temptoo“? Weiß nimmer genau!)

Meine Freundin hat sich vor kurzem tätowieren lassen und sie hat mir gesagt, ein „bleibendes“ Tattoo sollte man sich nicht an Körperstellen stechen lassen, wo es schnell zu unschönen „Verzerrungen“ des Motivs (durch Gewichtszu- oder Abnahme oder durch Schwangerschaft) kommen kann. Also nicht unbedingt an den Bauch oder den Busen…

Grüße,
Nina

Hallo Ramona,
auch ich kann mich da nur meinen Vorrednern anschließen. Tattoos sind für mich kleine sehr schöne und auch erotische Kunstwerke die aber einen gravierenden Nachteil haben, man bekommt sie nicht mehr los wenn sich Dein Geschmack ändert oder die Haut etwas weniger straff aussieht. Überlege Dir immer ob Du mit 40 in einem angesehenen Job auch noch mit einem Tattoo gesehen werden willst.

Fange doch erst mal mit einem Henna Tattoo an. Das schöne daran ist, man kann immer mal wieder ein anderes Motiv wählen und es macht auch immer wieder Spaß sich etwas neues auszusuchen und auszuprobieren. Je nach Lust und Laune kann das Hennabild dann auch mal an anderen Stellen zu finden sein.

Viel Spaß
Hiheinz

Hallo Ramona, hallo Heinz:

Fange doch erst mal mit einem Henna Tattoo an. Das schöne
daran ist, man kann immer mal wieder ein anderes Motiv wählen
und es macht auch immer wieder Spaß sich etwas neues
auszusuchen und auszuprobieren. Je nach Lust und Laune kann
das Hennabild dann auch mal an anderen Stellen zu finden sein.

Das ist zum ausprobieren sicher klasse, aber vorsicht: schwarzes Henna zum malen von Tattoos löst extrem häufig Allergien und Hautirritationen aus, die teilweise monatelange Entzündungen nach sich ziehen! Wird zur Zeit ab und zu mal in der Presse in Randbemerkungen erwähnt, bzw. auch im Radio, da die Ärzte immer häufíger damit konfrontiert werden. Ist halt auch in Mode. Das rote Henna ist wohl okay.

Wir hatten mit meiner Tochter (gerade 13) auch diese Diskussionen. Argumente dagegen: Kaum zu entfernen, wenn überhaupt nur reinschwarze Tattoos, die nicht zu tief gestochen sind. Farbige sind definitiv „für immer“. Zu den sogenannten „Naturfarben“, die angeblich nach 2 bis 3 Jahren verschwinden, sind die Risiken der allergischen Reaktionen und die wirkliche Auflösung der Pigmentierung in der Haut nicht entsprechend dokumentiert. (Mein Partner ist Arzt und hat die Ergebnisse immer häufiger in seiner Praxis, wo die Patienten dann entsetzt sind, wenn sie erfahren, dass trotz Laser etc. unschöne Narben bleiben können, bzw. Farbe nicht seriös und sicher zu entfernen ist)

Das Hautalterungsthema und der sich verändernde Geschmack sind in anderen Postings schon erwähnt worden.

Liebe Ramona, wir haben das Thema folgendermassen gelöst: Unsere Tochter bekommt nach den Sommerferien (wg. Infektionsgefahr in Schwimmbädern) ein Bauchnabelpiercing. Mein Partner setzt ihr das Piercing in der Praxis, der Schmuck muss eine bestimmte Qualität haben und wird vorher nicht nur mit flüssig-Desinfektion, sondern im Sterilisationsgerät keimfrei gemacht. Das zur Sicherstellung der elterlichen Gesundheitsvorsorgebedürfnisse :wink:
Wie an anderen Stellen schon benannt, kann sie, wenn sie es leid ist, das Piercing einfach entfernen und der Stichkanal schließt sich in kurzer Zeit.
Und sie durfte sich ein zweites Ohrloch stechen lassen (allerdings nur im Ohrläppchen). Jetzt ist dann Schluß mit Durchlöcherungen.

Dazu gibt es ab und zu diese „Aufkleber-Tattoos“, die mittlerweile eine erstaunliche Qualität haben können und zumindest wenn sie frisch sind, kaum von echten zu unterscheiden sind.

Tattoo ist nach diesen Verhandlungen tabu bis sie (mindestens) 18 ist. Ähem. So ist es zumindest jetzt vereinbart. Sollte sie mit 16,17 die Diskussion wieder anfangen, müssen wir halt neu sehen. Wer weiss, was es bis dahin an Techniken gibt.(gut dass sie das nicht liest)

Also, auch ich kann dir nicht die Argumente für ein Tattoo liefern, das vor Mitte 20 gestochen wird. Noch eine Geschichte zur Abschreckung:
Im Bekanntenkreis hat eine jetzt 20-jährige sich vor zwei Jahren (damals war sie extrem dünn) ein Tattoo als Ring um den Oberarm stechen lassen. Sah supertoll aus. Neid. Hinreißend. Sexy. Hingucker. Leider hat sie in der Zwischenzeit mindestens 10 Kilo zugenommen. Was grundsätzlich nichts macht, weil sie vorher zu dünn war. Aber kannst du dir vorstellen, wie das Tattoo jetzt aussieht???

Ich wünsche dir viel Sicherheit bei deiner Entscheidung und hoffe du bist nicht allzu enttäuscht, dass du hier lauter Gegenargumente zu hören bekommst.

Sylvia

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Überlege Dir
immer ob Du mit 40 in einem angesehenen Job auch noch mit
einem Tattoo gesehen werden willst.

Wobei es aber auch darauf ankommt, wo sich das Tattoo befindet - wenn’s am Rücken oder an anderen Stellen ist, die man bei der meisten Kleidung nicht sieht, dürft’s wegen dem Job kaum stören :smile:

Hallo Dawny

Auch ich möchte mich meinen Vorrednern anschliessen und auch noch meinen „Senf“ dazugeben:

Seit ich 20 war, wollte ich ein Tattoo, aber damals (vor 17 Jahren) wusste ich nicht so genau, wo ich da am besten hingehe - in der Stadt Zürich waren die meisten Tattoo-Lokale erstens in Rotlicht-Vierteln, wo ich mich eh nicht hingetraute und zweitens hatte ich dementsprechend keine Ahnung, wo ich einen seriösen Tätowierer finden könnte. Meinen Eltern habe ich nie etwas davon gesagt, da ich genau wusste, wie sie reagieren würden. Habe lieber so vor mich hingeträumt, wie’s wohl aussehen würde und v.a. wo ich überhaupt ein Tattoo haben wollte.

Mittlerweile bin ich 37 und habe mir vor bald zwei Jahren am linken Oberarm ein Tattoo stechen lassen. Ich habe mich vorher im Internet informiert, wo es überhaupt in meiner Umgebung ein seriöses Tattoo-Studio gibt. Als ich eins gefunden hatte, das mir vom Internet-Auftritt her einen guten Eindruck machte, habe ich dort mal angerufen und einen ersten Termin ausgemacht. Die haben mir dann alles gezeigt, u.a. auch, dass sie sauber arbeiten (was ich u.a. am Sterilisator gesehen habe, wo die Nadeln sterilisiert werden). Nachdem ich mich überzeugt hatte, dass dies ein seriöses Studio ist, hatte ich einen Termin zum Stechen des Motivs ausgemacht. Ich musste mehr als ein halbes Jahr warten, aber es hat sich gelohnt. Ich konnte in diesem halben Jahr mein Motiv in aller Ruhe auswählen, konnte für Fragen jederzeit dort anrufen usw. Und heute freue ich mich jeden Tag über das gelungene Tattoo!

Wenn Deine Eltern sich gegen ein Tattoo aussprechen und wenn Du noch minderjährig bist, kannst Du eh nichts machen. Wie andere schon erwähnt haben: vielleicht ist’s ja ganz gut so, so kannst Du Dir alles nochmals genau überlegen!

Wie die meisten anderen schon geschrieben haben: Mach auf alle Fälle nichts Überstürztes! Überleg Dir wirklich genau, auf welchen Körperteil Du was haben willst - sei Dir bewusst: ein Tattoo bleibt ein Leben lang! Für mich war es v.a. wichtig, dass ein Tattoo mir nach Jahren noch gefällt und dass es, wenn ich denn mal zu den „älteren Semestern“ zähle *g*, nicht ordinär wirkt. Farbige Tattoos würde ich eher nicht stechen lassen, da gewisse Farben schneller „ausbleichen“ als schwarz.

So, genug gelabert. Hoffe, es war was dabei, was Dir hilft.

Liebe Grüsse
Moni :smile:

an alle Antworter!(Argumente für/gegen ein Tattoo)
hi !
ok, ihr habt mich echt überzeugt, dass ich noch ein wenig warten sollte. Ist wohl auch besser, ich werd mir wahrscheinlich erst eins machen lassen, wenn ich mindestens 25 bin. Ist glaub ich auch besser. Achja, ich bin übrigens 15, ok, ich werd am 31. 16 Jahre alt ! und sonst, joa, ich wollt mir eines kurz über dem hosenbund auf dem Rücken stechen lassen. So was wie ein Ornament ( ich glaub das heißt so…)
danke nochmal an alle ! (auch von meinen Eltern…)
bye

ramona

Happy birthday…
Huhu Ramona,

alles Gute zum Geburtstag

Petzi

PS: Ich find’s gut, daß Du den Mut hast zu sagen „okay, Jungs, Ihr habt mich überzeugt“

Hi Ramona,
auch von mir ein lautstarkes HAPPY BIRTHDAY!!

Und ich bin froh, dass wir Dich überzeugen konnten…

Gruß
Heinz