Argumente für Gott ? 4 zu 2 für Gott ?

Grüß Gott,

die Gegenarguemte liegen wohl auf der Hand und sind haben hohes Gewicht zumindest bei mir .
hier nochmals wie es keiner wohl besser ausgeführt hat wie Schopenhauer.Abschnitt c unter Abschnitt c ausgeführt hat.

4 Dinge lassen mich dennoch hoffen das es einen Gott gibt.

  1. Der riesen Sprung von der toten Materie zum menschlichen Bewustsein. (Wie sich selbst sogar Schopenhauer an manchen stellen wundert wie sich der chaotisch ,zur Bosheit neigende Wille , in der Vernunft verlaufen konnte.)

  2. Das sich Begriffe wie unendlichkeit nicht vorstellen lassen und es sie gibt.

  3. Das Verhältnis der Bedeutungslosikeit des Menschen in einer möglicherweise unendlichen Welt und die Größe seines Geistes

  4. der Klassiker wie es eine Erstursache geben kann.

In meinem Konflikt zwischen Buddhismus und Christentum finde ich es erstaunlich wie wenig der Buddhismus über die Entstehung zur Welt beizutragen hat. Auf der anderen Seite das Christentum und seine Vertreter ganz und gar einen guten barmherzigen Gott predigen. Was mir überhaupt nicht in den Kopf will. Auf der anderen Seite ist ein unpersönlicher Gott gar kein Gott.
Der hinduistmus hat ein wesentlich komplexeres Gottesbild mit der Idee eines Avatars , der die jeweilige Welt immer wieder aufs neue erlöst ,sollten wir nicht von den Hindus lernen. ?Wieso ist diese Religion keine modeströmung des westens geworden ?
Was lässt euch an Gott glauben ?

Schöne Grüße

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Also zuerst ist der Hinduismus keine Modeströmung geworden weil es den einen Hinduismus nicht gibt. Es gibt viele verschiedenen Religionen, die man dem Hinduismus zuschreibt. Das ist natürlich schlecht für das Marketing weil dann einfach niemand mehr durchsieht.
Solange nicht alle Fragen beantwortet sind wird es auch immer den Glauben an Antworten geben. Und die Beziehung auf ein nicht fassbares Wesen bietet in der Hinsicht einfach viele Vorteile. Der größte, man muss es nicht beweisen.

Ähnlich verhält es sich, wenn man an Gott glaubt: Wo lebt der, hat der noch Kumpels, oder nur die Erde/Sonnensystem, andere Galaxien zum Spielen?

Bei Gott treten eigentlich die selben Fragen auf, als wenn man es mit der Wissenschaft hält. Oder, wer sagt uns, das Gott nicht jemand ist, der gerade „Die Siedler“ (siedler 4 starte ich manchmal ganz gern), oder was es dann noch alles an ähnlichen Simulationen gibt spielt, und wir alle sind nur Figuren aus dem Spiel. Genauso könnte man sagen wir sind alle in der Matrix, nur das die Rechner besser sind als im Film. Ich habe jedenfalls noch keinen Programmierfehler entdeckt.

Ich für meinen Teil glaube eher daran, das die Seele und alles eine Software in meinem Gehirn ist. Sterbe ich, ist der Rechner aus und ruhe. Wenn es keine Sicherheitskopie gibt, gibt’s auch keine Auferstehung oder Leben nach dem Tod.

Wobei ich mir vorstellen kann, spätestens in 50-100 Jahren wird wohl die Rechentechnik soweit sein, das man seinen Gehirn komplett auf den Rechner übertragen kann, und so noch weiterlebt als Programm.

Die Leute, die an Gott glauben beneide ich eigentlich immer ein wenig, man kann für viele Sachen einfach sagen „Gott hat es so gewollt“ und man kann an ein weiterleben nahc dem Tod glauben. Das ist ja für viele die mit Suizidgedanken spielen ganz vorteilhaft, wobei bei Selbstmort gilt das glaube ich nicht, oder wie war das?

Gott ist eine stellvertretende Bezeichnung für das Übermenschliche (ich bevorzuge Nebenmenschliche), das Unerklärbare, das Ordnende, die Ungewissheit, die Unendlichkeit, die Vieldimensionalität, das Unvorstellbare, das Wunderbare, das Tragische, usw.
und nicht zuletzt für das Unglaubliche.

Der Begriff Glaube ist stets mit Existenz von und Vorstellung zu etwas verbunden.

Daher glaube ich.

Ob ich dies nun mit „Gott“, „Unendlichkeit“, „Unglaublichkeit“ oder sonst etwas bezeichne, ist egal. Ich bin von der Existenz überzeugt und habe eine, wie auch immer geartete, Vorstellung dazu.

awM

Es fehlt noch Argumente für Gott.
Das ist der Urknall.
Die gesamte Energie, die zur Bildung des Weltalls geführt hat, in einem einzigen Punkt, dem ersten Raumpunkt unseres Alls zu konzentrieren - das kann nur Gott.
Die vier Grundkräfte der Physik so zu dimensionieren, dass eine ungeheure Vielfalt der Materie entsteht - das kann nur Gott.
Die Erschaffung des Lebens in einer einzigen Zelle, der Urzelle, und diese so programmieren dass unsere Vielfalt der Natur entsteht, - das kann nur Gott.

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Ich finde es hingegen erstaunlich, wie flott Du Urteile über den Buddhismus formulierst, den Du offensichtlich nicht sonderlich gut kennst. Ein Tip: beschäftige Dich mal mit Dighanikaya 27 (Aggañña Sutta). Dem Text lässt sich entnehmen, dass Buddha keine „Entstehung“ im Sinne eines Uranfangs lehrte, sondern ein zyklisch expandierendes und kontrahierendes Universum. Was den bedauerlichen Schönheitsfehler hat, dass insbesondere die von Explorer80 (genauer: Wilkinson Microwave Anisotropy Probe, WMAP) vom 01.10.2001 bis 20.08.2010 gesammelten Daten auf ein offenes, beschleunigt expandierendes Universum verweisen. Diese empirischen Daten stehen im Widerspruch zum Cyclic Universe - Modell von Paul Steinhardt und Neil Turok, das (wie das Aggañña Sutta) eine Verlangsamung der Expansion bis zum Stillstand und eine anschließende Kontraktionsphase postuliert. Außerdem eine fünfdimensionale Raumzeit (Bulk) und miteinander kollidierende vierdimensionale Branen, zu denen sich in dem Sutta allerdings keine sachdienlichen Hinweise finden lassen. Dieses Modell ist nicht nur hochspekulativ; das größte Problem besteht darin, dass es nicht validierbar zu sein scheint. Jedenfalls sind diesbezügliche Vorschläge nirgendwo in Sicht. Überspitzt formuliert bedeutet das, dass das Steinhardt-Turok-Modell in etwa denselben naturwissenschaftlichen Wert besitzt wie das Aggañña Sutta. Ein mehr oder weniger interessantes spekulatives Glasperlenspiel.

Eine etwas ernster gemeinte Anmerkung: ich persönlich finde das in bestimmten Kreisen so beliebte Verweisen auf die tatsächliche oder auch nur vorgebliche Kompatibilität buddhistischer oder sonstiger religiöser Lehren mit modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen völlig irrelevant und entsprechend uninteressant. Die in dem genannten Text beschriebene Kosmologie zum Beispiel ist in religionswissenschaftlicher Hinsicht durchaus nicht uninteressant. Es wäre jedoch unsinnig, sie aus ihrem zeitgeschichtlichen Kontext zu reißen und als Dogma zu präsentieren - oder auch als eine Theorie mit wissenschaftlichem Anspruch, die womöglich noch von der modernen Naturwissenschaft bestätigt wird. Das wäre auf derselben Ebene angesiedelt wie das ‚intelligent Design‘ fundamentalistischer (und naturwissenschaftlich komplett ahnungsbefreiter) Christen. Wenn schon Design, wäre ich in Anbetracht solch intellektueller Purzelbäume eher geneigt, eine Theorie des unintelligent Design zu vertreten.

Übrigens: die eigentliche Funktion des Sutta besteht natürlich nicht in der Formulierung einer ‚Genesis‘ (spekulative Mythen haben Buddha herzlich wenig interessiert) sondern in der Kritik am Kastensystem und insbesondere an den angemaßten Privilegien der Brahmanenkaste - beides (u.a. in den Upanischaden) kosmologisch begründet.

Ansonsten, da Du den unschuldigen Schopenhauer als Zeugen aufrufst: es könnte lohnend sein, sich mal mit Schopenhauers Kausalitätsbegriff zu beschäftigen und damit, wie er die Frage eines Uranfangs, einer ersten Ursache, auflöst. Findest Du in „Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde“. Es empfiehlt sich allerdings (bzw. Schopenhauer selbst empfiehlt dies explizit) sich zuvor ein wenig mit Kants KdrV vertraut zu machen.

Freundliche Grüße,
Ralf

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Ich nehm mein Wissen mehr was ich so in laien Literatur und was ich so buddhistischen foren als Antwort bekommen habe,So eine konkrete Antwort , wie du sie gegeben hast höre ich zum ersten mal. Sehr schön vielen dank dafür

Ja wäre schön ich würde verstehen was Kant in seinem Orignialwerk so schreibt , wird für mich wohl ein Buch mit sieben siegeln bleiben. Irgendwie kommt er auf Gott als regulative Idee, und das diese jenseits der Vernunft liegen , so zumindest das was spontan hängen geblieben ist.was er damit meint hab ich leider nicht verstanden. Bzw wie er das in seinem Werk herleitet ?

Garnichts, das Christentum ist eine relativ frisch erfundene Religion, davor gab es schon zig andere Religionen mit anderen vereerten Mächten. Wie also um himmels Willen kommt einer auf die Idee zu sagen, dass sein höheres Wesen das einzig wahre ist und die anderen (Seit Jahrtausenden) falsch lagen/ liegen?

Eine etwas vermessen und sehr Arrogante Meinung das es Meinen Gott gibt. Denke das wiederspricht sogar die tollerante vorgeschlagene Lebensführung die in der Bibel so hochgehalten wird.

Etwas mir vollkommen Unerklärliches und Unwahrscheinliches, dass sich meiner ganze Lebenserfahrung widersetzt, durch etwas noch weitaus Unerklärlicheres und Unwahrscheinlicheres zu ersetzen ist keine Lösung, sondern eine Erweiterung des Problems.

Wann und von wem wurde Gott erschaffen?

Ich kann weder „Gott“ noch „Urknall“ begreifen. Wenn ich akzeptiere, dass Gott schon immer war, immer sein wird und dabei nie erschaffen wurde, dann kann ich auch den Urknall als „aus dem Nichts entsteht alles“ akzeptieren.

Mit ein wenig Mühe kann man auch das Unerklärliche begreifen. Da gibt es zum Beispiel eine „Eselsbrücke“, die uns hilft, die vierte räumliche Dimension zu begreifen. Das ist die Dimension, in der das Reich Gottes beginnt. Das Buch „Flatland“ erklärt diese Grenze zum Unerklärlichen.
Da gibt es die Meditation, die unsere seele in eine Vorstellung des Lebens ohne Zeit führt. Leicht kann man da die Ewigkeit begreifen wenn man sich versenkt. Gott ist ewig, die Frage nach Seinem Anfang ist sinnlos. Wir werden in Sein Reich aufgenommen und können uns schon hier im Diesseits damit vertraut machen.

Die Gravitationswellen, die Hubble Konstante, die Gravitationslinsen sind wissenschaftliche Phänomene und sind dennoch unerklärlich, weil wir die vierte Dimension nicht begreifen können. Wir kratzen sozusagen am Reich Gottes damit, an der Grenze, die uns von Ihm trennt.

Ein alter Traum der SciFi Autoren ist diese Grenze. Der Film 2001 Odyssee im Weltraum lässt den Zuschauer eine Simulation der höheren Welt erleben. Viele Romane befassen sich damit, denn der Mensch ist bestrebt, das Unerklärliche wenigsten in seiner Fantasie zu erklären.

Hallo,

der Glaube an die Existenz Gottes ist rational einfach selbstverständlicher als alles übrige und im „üblichen“ Sinn Selbstverständliche - es ist wohl unter Anderem gerade diese beispiellose Selbstverständlichkeit, die manche skrupulöse Geister wiederum den Blick verlieren lässt. Siehe auch: http://www.lichtwort.de/realitaeten/die-urwahrheit-evidenz-und-mysterium.html

Schöne Grüße

Mohamed.

Sorry, aber „alle Argumente“ sprechen für unseren ewigen Vater (Jes.45,22; Joh.14,6; Offb.21,3-5).

Tatsächlich spricht gar nichts für den ewigen Vater.

Alles, was das Christentum unterm Strich vorweisen kann ist ein Buch, dass nachweislich von Menschen geschrieben wurde und dessen Autoren Jesus niemals begegnet sind. Tatsächlich lässt sich nachweisen, dass vieles aus der Bibel wesentlich älteren Religionen entlehnt ist. Man weiß also mit einiger Sicherheit, dass das Christentum ebenso wie der darauf aufbauende Islam ausgedachte Religionen sind.

Leider gibt es außer den Büchern keinerlei empirische physische Hinweise für die Existenz Gottes. Tatsächlich spricht sogar alles gegen die Existenz Gottes, da das Wirken eines Gottes Störungen der Naturgesetze bewirken müsste und diese bislang nicht beobachtet wurden.

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Ich bin diese ewigen Diskussionen zur Existenz von Gott oder Jesus leid. Wenn es Leuten hilft, an etwas zu glauben, ist es doch schön. Jeder kann sich sein eigenes Bild machen, was ihm Kraft gibt. Wer braucht ein Aufwägen von Vor- und Nachteilen bzw. Pro- oder Gegenargumenten?

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Sorry, aber wer behauptet, keiner der Schreiber sah Jesu ??

Sogar Mose sprach mit Ihm, damals noch „Jahwe“ (1.Mose 1,26), nun das „Wort Gottes“ (Joh.1,14; Offb.19,13).

Dann bekamen „Mt.“, „Lk.“, „Joh.“ ihre Aufgabe und wurden vom Geist Gottes der Schrift unterwiesen (Joh.17,17).

Dass die Übersetzung des „Dr.Martin Luther“ (1912) das göttliche „Passa“ mit dem heidnischen „Ostern“ wiedergab, ist dessen Problem (Offb.22,18-19).

Der „Gott dieser Welt“ (Joh.8,44; 2.Kor.11,14; Offb.12,9) hat nicht mehr viel Zeit, die Menschheit zu verführen (Offb.12,12; 20,2).

Sorry,
aber der „physische Hinweis“, dass es „Gott“ gibt, bist z.B. „du“ (1.Mose 1,26).

hi,

bestenfalls gab

Über Gotten charakterliche Eignung, so einen Haufen Menschen zu erschaffen und teils elendigst verrecken zu lassen wollen wir gar nicht erst sprechen.

Aber ich denke, auch dafür gibt’s im großen Märchenbuch eine passende Begründung die irgendwie unbeweisbar bleibt.

Es könnte auch viele Götter geben denen langweilig ist und die darauf gewettet haben, welche Spezies ihren Planeten zuerst zerstört. Für eine derartige Erscheinung wäre Millionen von Jahren sicher eine gefühlt überschaubare Zeitspanne für derartige Spielchen.

grüße
lipi