Arme fauchende Kühe

Hallo Experten/Veterinäre/Landwirte,
mein Nachbar ist ein „Teilzeitlandwirt“ (Job+Hof). Zur Zeit hat er 4 Kühe und zwei Kälber in einem 5x5m grossen, nach einer Seite offenen Verschlag untergebracht (die Kühe überwintern draußen).

Mich würden ein paar Dinge interessieren:

  1. Eine der Kühe lässt nach jedem Muhen ein furchtbares Fauchen vernehmen, was sich für mich als Laie sehr ungesund anhört. Ist diese Kuh erkrankt oder ist das normal ?

  2. In welchem Rhythmus würdet ihr die Tiere füttern und den „Stall“ säubern (sie stehen auf einer 30-40 cm hohen Schicht aus Mist, die eigentlich nie richtig beseitigt wird) ?

Mir ist das ganze nicht geheuer, ich glaube, das könnte ein Fall für den Amtsveterinär sein. Leider habe ich wenig Ahnung bzgl. Landwirtschaft und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

franzhapper

Hallo,
Du hast die Lösung schon selber geliefert - Amtstierarzt - ABER: vorsichtig mit solchen Anschuldigungen - erst mal würde ich den höflich sagen, dass Du da diese und jene Beobachtung gemacht hättest und was er denn dazu meint. Das Problem ist nämlich auch, dass den Amtstierärzten oft die Hände gebunden sind. Die können meist nur Auflagen machen und kontrollieren. Die Beschlagnahme von Tieren ist sehr schwierig.

Rein generell haben Tiere ein anders Wärmebedürfniss als Menschen - aber es sollte sauber und trocken sein. Kühe haben manchmal seltsame Arten der Lautäußerung und dieses „Fauchen“ höre ich bei den Kühen von meinem Nachbarn auch öfters. Und denen geht es echt gut. Ob es krankhaft ist, kann man so nicht beurteilen.

Gruß
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

neu in der gegend? und dann noch neu auf dem Land?

Frag lieber vorher einen Experten der dort wohnt. Bevor D als Nichtlandbewohner alles falsch machst und einen bauern in arge Verlegenheit bringst.

jetzt fehlt nur noch Hühnerhaltung in Käfigen, dann hast u sie alle.

mfgConrad

Hallo Experten/Veterinäre/Landwirte,
mein Nachbar ist ein „Teilzeitlandwirt“ (Job+Hof). Zur Zeit
hat er 4 Kühe und zwei Kälber in einem 5x5m grossen, nach
einer Seite offenen Verschlag untergebracht (die Kühe
überwintern draußen).

Was heißt „offen“? Tatsächlich offen, so dass die Kühe auf die Weide können oder offen, so dass sie zwar rausschauen aber nicht rauslaufen können. In ersterem Fall sehe ich überhaupt kein Problem. In letzterem Fall würde ich sagen, dass 25 Quadratmeter zwar schon ein wenig knapp für sechs Stück Vieh sind, aber nach meiner Einschätzung noch nicht so sehr, dass man unbedingt einschreiten müsste. Und von der Temperatur her dürfte es eigentlich kein Problem sein.

Mich würden ein paar Dinge interessieren:

  1. Eine der Kühe lässt nach jedem Muhen ein furchtbares
    Fauchen vernehmen, was sich für mich als Laie sehr ungesund
    anhört. Ist diese Kuh erkrankt oder ist das normal ?

Kann man so nicht sagen, müsste man hören.

  1. In welchem Rhythmus würdet ihr die Tiere füttern und den
    „Stall“ säubern (sie stehen auf einer 30-40 cm hohen Schicht
    aus Mist, die eigentlich nie richtig beseitigt wird) ?

Dass sich unten eine Mistschicht bildet, ist für einen Laufstall normal und solange die Tiere oben nicht an die Decke stoßen kein Problem. Es sollte nur regelmäßig frisches Stroh drauf gestreut werden, so dass die Rinder trocken stehen. Das Füttern ist eine Frage der Technik. Wenn der Bauer einen großen Rundballen Heu oder Silage hinfährt, dann reicht das für ein paar Tage. Wenn er nur in kleinen Portionen füttert, ist ein- bis zweimal am Tag normal. Gerade im Winter ist ausreichende und frostsichere Wasserversorgung wichtig. Auch bei guter Fütterung nehmen die Kühe im Winter ab. Sie brauchen zum Teil das Fett auf, was sie beim Weidegang aufgebaut haben.

hallo franzhapper,

ich bin weder experte, noch veterinär, noch landwirtin.
aber ein tierlieber mensch mit gesundem menschenverstand. es ist schön, dass sich leute um viele dinge gedanken machen, so auch um nachbars tiere wohlergehen. allerdings finde ich es dann ganz schön unverschämt, als laie in ein fauchen des rindes gleich eine schwerwiegende krankheit aufgrund von falschen haltungsbedingungen hinein zu interpretieren und sogleich mit dem gedanken zu spielen, die ämter zu schicken.

auf deine frage, wieviel platz 4 kühe und 2 kälber benötigen, ich hab keine ahnung, aber wenn es mich wie in deinem fall interessieren würde, dann würd ich nachfragen, bei anderen bauern, beim tierarzt. dort würdest du mit sicherheit auch gleich eine befriedigende antwort bezüglich des fauchens bekommen, sofern sich dies aus der ferne überhaupt lösen lässt.

ob die unterbringung optimal ist, kann man hier auch schlecht beurteilen, da man nicht weiß wieviel fläche offen ist, auf welcher seite offen ist.

ich frage mich nur, warum du über den stall so genau bescheid weißt. meine vermutung du warst schon drinnen, da hättest du gleich mit dem tierhalter reden können, deine fragen beantwortet bekommen, und evtl. zweifel ausgeräumt.

warum suchst du nicht ein offenes gespräch mit dem teilzeitlandwirt?

ich denke einfach, ein landwirt, ob teilzeit oder nicht, der milch- oder schlachtkühe hat, schaut schon nach seinen tieren, denn nur wenn sie gesund sind und optimal gedeihen, bringen sie genügend profit, soll heißen genügend futter, genügend milch, sauberer stall weniger krankheiten, gutes fleisch.

  1. In welchem Rhythmus würdet ihr die Tiere füttern und den
    „Stall“ säubern (sie stehen auf einer 30-40 cm hohen Schicht
    aus Mist, die eigentlich nie richtig beseitigt wird) ?

woher weißt du das? stehst du beim AUSMISTEN dabei?
wie gesagt, ich hab keine ahnung darüber, aber ich stell nun mal einfach den vergleich mit einem katzenklo, das wird auch nicht jeden tag komplett gereinigt, zumindest kenn ich keinen der das macht. und diese leute lieben ihre tiere über alles.

Mir ist das ganze nicht geheuer, ich glaube, das könnte ein
Fall für den Amtsveterinär sein. Leider habe ich wenig Ahnung
bzgl. Landwirtschaft und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

nochmals, mach dich erst kundig, denn als laie kann man selten etwas beurteilen. hast du das nötige hintergrundwissen, dann kannst du beurteilen ob die haltung der tiere optimal oder zulässig ist. und erst dann kannst du in öffentlichen foren die mutmaßung anstellen, dass es ein fall für den amtsveterinär ist.

außerdem möchte ich noch anmerken, dass ich es generell unverschämt finde, wenn man anonym anzeigt. wenn ich berechtigte zweifel habe, dann kann das auch der besitzer wissen, egal wie klein das kaff und wie neu ich dort bin. oftmals werden anonymen hinweisen sowieso nicht nachgegangen, da sehr oft nur versucht wird einem etwas anzuhängen oder eins auszuwischen. da ist den leuten vom tierschutz oder veterinär oftmals die zeit zu schade.

naja, dennoch nichts für ungut

lg tanya

Hallo Franz,

  1. Eine der Kühe lässt nach jedem Muhen ein furchtbares
    Fauchen vernehmen, was sich für mich als Laie sehr ungesund
    anhört. Ist diese Kuh erkrankt oder ist das normal ?

Das lässt sich mit dieser Beschreibung auf Distanz nicht diagnostizieren. Das Geräusch, das Du mit Fauchen beschreibst, kann verschiedenste Ursachen haben - das mindest Notwendige für eine Beurteilung wäre, das Tier zu sehen.

  1. In welchem Rhythmus würdet ihr die Tiere füttern und den
    „Stall“ säubern

Futterzeiten in diesem Sinn sind heute praktisch nicht mehr üblich. Sie stammen aus der Zeit der Anbindeställe. In heutigen Bauformen wird Grün-/Rauhfutter, Silage ad libitum zur freien Aufnahme angeboten; bei Kühen (ich glaube nicht, dass es sich um Kühe handelt - es geht hier wahrscheinlich um Mastrinder, sonst würdest Du entweder zweimal am Tag die Melkmaschine hören, oder es wären im Fall der Ammenkuhhaltung etwa drei Kälber bei einer Kuh) wird bloß das individuell dosierte Leistungsfutter zu den Melkzeiten gegeben.

Traditionell waren Futterzeiten im Melkrhytmus zwei- oder dreimal am Tag. Für Mastrinder genügt bei ausreichenden Raufen oder Trögen einmaliges Füttern, wenn keine Gelegenheit für Fütterung ad libitum da ist. Die Mastergebnisse werden dadurch allerdings nicht besser.

Im Anbindestall wird zu den Melkzeiten zweimal täglich ausgemistet, soweit kein Teilspaltenboden da ist, der das überflüssig macht. Im Boxenlaufstall mit Teilspaltenboden genügt es, die Liegeboxen etwa zwei mal im Jahr komplett auszuräumen. Bei einfachster Bauweise, im weitesten Sinn Tiefstall, stehen und liegen die Tiere auf einer beständig anwachsenden Packung aus Stroh und Mist: Wenn Liege- und Fressplätze nicht getrennt sind, sollte alle zwei bis drei Tage eingestreut werden. Bei einem offenen Kaltstall, wie Du ihn beschreibst, genügt es, wenn ein bis zwei Mal im Jahr beim Umtrieb ausgemistet wird.

Als Mindestfläche sollten bei der Mast im Tiefstall ohne getrennte Fress- und Liegeplätze etwa drei Quadratmeter pro Tier vorhanden sein, auch für Kälber, die kleiner sind, aber sich mehr bewegen.

Bei abgeteilten Fress-/Liegebuchten genügen gut zwei Quadratmeter pro Tier (auch hier für einen 600kg-Bullen oder ein Kalb).

Eine brauchbare Fleischqualität ist mit so wenig Bewegungsmöglichkeit kaum zu erreichen. Im Hinblick darauf würde ich auf mindestens fünf Quadratmeter pro Tier gehen.

Die ganzjährige Haltung im offenen Kaltstall ist bei Rindvieh in unseren Breiten unproblematisch.

Der häufigste Fehler in Kleinstbetrieben mit Masttierhaltung sind mangelhafte Tränkeinrichtungen. Wie stehts damit?

Schöne Grüße

MM

Hallo Tanya,

allerdings finde ich es
dann ganz schön unverschämt, als laie in ein fauchen des
rindes gleich eine schwerwiegende krankheit aufgrund von
falschen haltungsbedingungen hinein zu interpretieren

habe weder was interpretiert noch behauptet. Ich nutze dieses Forum, um mich schlau zu machen, nicht um dir auf den Schlips zu treten.
und

auf deine frage, wieviel platz 4 kühe und 2 kälber benötigen,
ich hab keine ahnung

warum antwortest du dann ?

ob die unterbringung optimal ist, kann man hier auch schlecht
beurteilen, da man nicht weiß wieviel fläche offen ist

kann man schon, wenn man meine Beschreibung liest

ich frage mich nur, warum du über den stall so genau bescheid
weißt. meine vermutung du warst schon drinnen

Wer interpretiert und unterstellt denn jetzt ? zur Info, ich kann von meinem Küchentisch genau in den Stall reinsehen (dass der auf einer Seite offen ist, kann man wie gesagt, in meinem thread lesen). Und da die Kühe ziemlich eng und kotverschmiert dastehen, wollte ich mich hier informieren, unverschämt wie ich bin…

  1. In welchem Rhythmus würdet ihr die Tiere füttern und den
    „Stall“ säubern (sie stehen auf einer 30-40 cm hohen Schicht
    aus Mist, die eigentlich nie richtig beseitigt wird) ?

woher weißt du das? stehst du beim AUSMISTEN dabei?

Wir sitzen oft an unserem Küchentisch, doch, schon…

wie gesagt, ich hab keine ahnung darüber, aber ich stell nun
mal einfach den vergleich mit einem katzenklo, das wird auch
nicht jeden tag komplett gereinigt, zumindest kenn ich keinen
der das macht. und diese leute lieben ihre tiere über alles.

der satz war ja jetzt super hilfreich

Mir ist das ganze nicht geheuer, ich glaube, das könnte ein
Fall für den Amtsveterinär sein. Leider habe ich wenig Ahnung
bzgl. Landwirtschaft und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

nochmals, mach dich erst kundig, denn als laie kann man selten
etwas beurteilen.

wie wahr, gottseidank gibts wer-weiss-was.de, wenn man auch häufig seine Zeit mit der Kommentierung unessentieller Beiträge verbringt.

außerdem möchte ich noch anmerken, dass ich es generell
unverschämt finde, wenn man anonym anzeigt.

meine Gründe hierfür sind letzendlich meine Sache. Und Du scheinst ja auch ganz gerne zu unterstellen ->

oftmals werden anonymen hinweisen sowieso nicht nachgegangen,
da sehr oft nur versucht wird einem etwas anzuhängen oder eins
auszuwischen.

naja, dennoch nichts für ungut

gleichfalls
franzhapper

2 „Gefällt mir“

Hallo Martin
zunächst mal danke für deine top-Antwort. Ich denke jetzt, dass die Tiere weitestgehend korrekt gehalten werden (die „wachsende Packung“ könnte vielleicht etwas trockener sein, die Tiere sind schon arg verschmiert). Über die Tränke kann ich wenig sagen, so aus der Distanz, ich glaube, da ist so ein rundes, blaues 20 cm großes Kunstoffteil an der Wand, könnte es das sein ? Frostsicher sieht mir die ziemlich dünne Zuleitung aber nicht aus.

Das Geräusch, das Du mit Fauchen beschreibst,
kann verschiedenste Ursachen haben - das mindest Notwendige
für eine Beurteilung wäre, das Tier zu sehen.

Es ertönt halt grundsätzlich nach dem Muhen, wie wenn das Tier sehr tief Luft holt. Die Kuh muht relativ oft, wenns wehtun würde, würde sies wohl lassen, oder ?

nochmals danke
franzhapper

danke an alle, die sich die Zeit nahmen (owt)
xxx

hallo,

habe weder was interpretiert noch behauptet. Ich nutze dieses
Forum, um mich schlau zu machen, nicht um dir auf den Schlips
zu treten.

doch hast du, mit dem satz : das ganze kommt mir nicht geheuer vor und ist evtl. ein fall für den amtsveterinär.
wieso sollte ich mich auf den schlips getreten fühlen? ich hab weder rinder noch ställe, und auch keine in direkter nachbarschaft.

und

auf deine frage, wieviel platz 4 kühe und 2 kälber benötigen,
ich hab keine ahnung

warum antwortest du dann ?

um zu zeigen, dass du nicht der einzigste unwissende bist, aber ich mich vorher informieren würde um es herauszufinden, ohne gleich nach dem veterinäramt zu schreien.

ob die unterbringung optimal ist, kann man hier auch schlecht
beurteilen, da man nicht weiß wieviel fläche offen ist

kann man schon, wenn man meine Beschreibung liest

soso, eigentlich kann ich ja lesen, aber egal…

ich frage mich nur, warum du über den stall so genau bescheid
weißt. meine vermutung du warst schon drinnen

Wer interpretiert und unterstellt denn jetzt ? zur Info, ich
kann von meinem Küchentisch genau in den Stall reinsehen (dass
der auf einer Seite offen ist, kann man wie gesagt, in meinem
thread lesen). Und da die Kühe ziemlich eng und kotverschmiert
dastehen, wollte ich mich hier informieren, unverschämt wie
ich bin…

ich hab einfach mal vermutet, dass du dich schon in dem stall aufgehalten hast, da du recht gut bescheid weißt. was ist schlimm an dieser vermutung? hast in deinem ursprungsposting nichts über dein hobby küchenfenstersitzen und nachbars kuhstall anschauen geschrieben.
vielleicht hättest du ja hinzufügen sollen, welche seite des stalls offen ist und wie direkt du da reinschauen kannst, dann hätten es so selten doofe wie ich auch kapiert.
außerdem hab ich niemals behauptet, dass du unverschämt bist, sondern das verhalten generell unverschämt finde, anderen keine chance zu lassen sich zu rechtfertigen.

woher weißt du das? stehst du beim AUSMISTEN dabei?

Wir sitzen oft an unserem Küchentisch, doch, schon…

na wenn man vor lauter kucken auch nicht zum essen kommt, dann zieht sich das ganze natürlich…

wie gesagt, ich hab keine ahnung darüber, aber ich stell nun
mal einfach den vergleich mit einem katzenklo, das wird auch
nicht jeden tag komplett gereinigt, zumindest kenn ich keinen
der das macht. und diese leute lieben ihre tiere über alles.

der satz war ja jetzt super hilfreich

denk halt nochmal drüber nach, vielleicht fällt dir dann auf was ich damit gemeint habe.

Mir ist das ganze nicht geheuer, ich glaube, das könnte ein
Fall für den Amtsveterinär sein. Leider habe ich wenig Ahnung
bzgl. Landwirtschaft und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

nochmals, mach dich erst kundig, denn als laie kann man selten
etwas beurteilen.

wie wahr, gottseidank gibts wer-weiss-was.de, wenn man auch
häufig seine Zeit mit der Kommentierung unessentieller
Beiträge verbringt.

nun, wenn du dir die mühe machst…selbst schuld. ausserdem muss man in einem öffentlichen forum auch damit rechnen, dass es manchmals unangenehme antworten gibt.

außerdem möchte ich noch anmerken, dass ich es generell
unverschämt finde, wenn man anonym anzeigt.

meine Gründe hierfür sind letzendlich meine Sache. Und Du
scheinst ja auch ganz gerne zu unterstellen ->

nein, im gegenteil, wenn ich etwas zu melden habe, dann mach ich das auch. allerdings habe ich mich vorher informiert, meine gründe sind hieb und stichfest. außerdem bin ich ein sehr ehrlicher mensch, auch wenn das manchmals für alle beteiligten unangenehm werden kann.
ich wolte nur darauf hinweisen, wie es ämter gerne mit anonymen hinweisen halten.
aber betroffene hunde bellen gerne…das ist jetzt KEINE unterstellung, nur ein gedankengang.
aber natürlich kannst du das halten wie du willst. meist kommt es eh raus, und dann wird es umso unangenehmer.

und das behaupte ich jetzt einfach einmal ohne irgendjemanden angreifen zu wollen.

t.

Hallo franzhapper,

Frostsicher sieht mir die ziemlich dünne
Zuleitung aber nicht aus.

Das wäre abzuwarten. Aber immerhin ist offenbar Wasser zur beliebigen Aufnahme da, das ist wichtig. Es gibt noch in Betrieb befindliche Ställe ohne Tränkebecken, bei denen man Wasser in den vorher ausgeräumten Futtertrog laufen lässt - das könnte ziemlich quälend werden, wenn man keinen Opa zur Verfügung hat, der immer was im Stall zu Pusseln hat und auf diese Weise auf alles achten kann.

Es ertönt halt grundsätzlich nach dem Muhen, wie wenn das Tier
sehr tief Luft holt. Die Kuh muht relativ oft, wenns wehtun
würde, würde sies wohl lassen, oder ?

Auch hier ists sehr schwierig, das zu beurteilen. Wenn es sich um eine Milchkuh „im Ruhestand“ handelt, die billig gekauft und zum Zuendemästen aufgestellt ist, kann sie es sich von früher angewöhnt haben, als sie sich laut hören ließ, wenn sie zum Melken (und zum Leistungsfutter) wollte, beides angenehme Dinge, die ihr jetzt fehlen. Anhaltendes, fast krampfartiges Muhen hört man öfter mal im Herbst (könnte mit irgendwelchen Hormondingen zu tun haben, ich weiß es nicht), aber ganz normal ists auch nicht unbedingt. Das tiefe Lufteinziehen nach dem Muh klingt normalerweise nicht sehr laut, es kann schon sein, dass da etwas verkehrt ist. Andererseits: Wer etwa eine chronische Entzündung nicht behandeln lässt, riskiert, dass das ganze Stück beim Schlachten ins Loch fällt, was für den Geldbeutel nicht schön ist. Es wäre eher unvernünftig.

Wie Du beschreibst, ist das Vieh nicht besonders sauber. Das gefällt mir nicht: Wenn ein Tiefstall so wenig eingestreut wird, dass die Tiere oft oder gar ständig im Feuchten liegen, können sie unter Umständen erhebliche Schwierigkeiten mit den Klauen und auf diese Weise dauernde Schmerzen bekommen. Dreckiges Mastvieh spricht nicht unbedingt für den Bauern - er weiß eigentlich, dass saubere Haltung richtiges Geld wert ist: In so kleinen Stückzahlen gehaltene Tiere werden oft immer noch per Handschlag, ohne Waage, verkauft, und da sieht ein schmuddeliges Stück Vieh gleich nach zwanzig Kilo weniger aus. Daher kommt es mir merkwürdig vor, dass er seine Tiere offenbar einsauen lässt - wenn sich entsprechende Krusten gebildet haben, braucht man nicht versuchen wollen, sie zum Verkaufen mal eben wieder runter zu kriegen…

Obwohl das nicht die feine Tour ist: In der Wirtschaft am Ort wirst Du wahrscheinlich einiges darüber hören können, wie die Arbeitsweise Deines Nachbarn eingeschätzt wird - falls er nicht der letzte überhaupt noch tätige Bauer am Ort ist. Auch wenn man sich vielleicht sonst nicht groß in anderer Leute Angelegenheiten einmischt - zumindest nicht öffentlich -, wird die Art, wie einer sein Sach arbeitet, schon hie und da kommentiert werden, sozusagen als „moralisch unbedenklicher“ Tratsch…

Dieser Weg der Informationsbeschaffung ist nicht besonders nobel, aber er kann im Zweifelsfall verhindern, wegen vielleicht nicht so bedeutendem Anlass Feinde fürs Leben zu erwerben. Nachbarschaft ist bisweilen ein arg enges Korsett, aber sie kann auch sehr nützlich und hilfreich sein.

Schöne Grüße

MM