Hallo,
letzte Woche ist es mir passiert: Ich habe eine Katze angefahren! 
Natürlich habe ich sie gleich eingepackt, die Tierärztin mitten in der Nacht aufgeklingelt, sie dorthin gebracht… und sie hat überlebt.
Nun sagte mir die Tierärztin, dass man hier in der Region (sehr sehr ländlich) ein anderes Verhältnis zu Katzen hat und dass solch angefahrenen Tiere i.d.R. nicht wieder zurück genommen werden. Zum einen weil es hier recht viele Katzen, auch viele wilde Katzen gibt und viele Menschen froh sind, wenn es eine weniger ist und zum anderen weil den meisten Haltern ihre Katzen die Kosten für die Behandlung des Tieres nicht wert sind. (O-Ton eines Landwirts: „Hätt ich das gewusst, wär ich nochmal mit dem Trekker drüber gefahren“).
Ach, ich verfalle ins Blabla… sorry…ist zwar schrecklich, aber dennoch ein anderes Thema.
Also: Trotzdem, dass ich mit helfe, den Halter zu finden, muss ich davon ausgehen, dass der Kater ab jetzt keinen Halter mehr hat 
Ich wiederum habe viel Platz, liebe Tiere und irgendwie bin ich ihm was schuldig. Wenn denn nicht die Bedenken wären:
Ich habe bereits zwei Katzen, die sich blendend verstehen. Da habe ich wirklich Angst etwas zu zerstören. Was mache ich mit meinem Gewissen, wenn eine meiner geliebten „Alten“ aufgrund des Neuen auszieht? Wenn es nur noch Ärger gibt? Ich bin so glücklich, dass meine beiden sich so lieben.
Nun, der finanzielle Aspekt will wohl auch bedacht werden. Wir halten bereits die zwei Katzen, dazu zwei Kaninchen (eines davon mit Zahnfehlstellung, die zusätzliche Kosten mit sich zieht), zwei Schweine und Hühner. Solange niemand ernsthaft krank wird, ist unsere Tierhaltung finanziell ok und jeder der krank würde, würde auch auf Teufel komm raus behandelt, gar keine Frage - leicht von der Hand ginge uns das aber nicht. Wie gewissenhaft ist es da dann noch ein Tier aufzunehmen… andererseits… wer weiß, wo er landet, wenn nicht bei mir - und wir leben wirklich im Katzenparadies schlechthin… oh je.
Was würdet Ihr machen?
Mücke

