Armer Mittelstand?

Laut einer Wahlanalyse über Wählerwanderungen hat die SPD bei den Arbeitern 5 Prozent verloren, bei Arbeitslosen 3 Prozent. Bei den Angestellten verlor die SPD aber lediglich 1 Prozent, und - fast schon unglaublich - auch bei den Selbständigen büsste sie nur 1 Prozent ein.

Wie geht das mit dem Gejammer des Mittelstandes zusammen? Man hätte annehmen müssen, dass Schröder bei den Selbständigen erdrutschartig verliert. Die vehemente Kritik durch Vertreter der Wirtschaft und des Mittelstandes an der rotgrünen Regierungsarbeit gibt offensichtlich nicht das Stimmungsbild derer wieder, die sie zu vertreten vorgeben. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Wirtschaftsverbände incl. IHK und HWK politisch ziemlich eingerostet und festgefahren sind und sich hierin kaum von den Gewerkschaften auf der anderen Seite unterscheiden. Beide Seiten scheinen kein echtes Gespür mehr für die Bedürfnisse ihre Basis zu haben.

Mittelständler wählen Grüne, und Arbeiter wählen CDU - eine Entwicklung, die offensichtlich bei den Damen und Herren „Multiplikatoren“ noch nicht bemerkt wurde. Aufwachen, Leute!

Hi Michael,

Wie geht das mit dem Gejammer des Mittelstandes zusammen?

nun, vielleicht ist es so, daß die Mitglieder des Mittelstandes einigermaßen rechnen können.
Und da der Kanzlerkandidat Stoiber sich nur sehr nebulös (gelinde gesagt) zur Finanzierung seiner Versprechen geäußert hat, wurde das vermeintlich kleinere Übel (Eichel, der wenigsten etwas ehrlich ist) gewählt.

Politiker können den Mißstand eh nicht verhindern oder verbessern, sondern günstigstenfalls verwalten.

Nur so meine Meinung

Gandalf

hat, wurde das vermeintlich kleinere Übel (Eichel, der
wenigsten etwas ehrlich ist) gewählt.

Ob Eichel ehrlich ist wage ich zu bezweifeln. Ehrlichkeit ist doch für einen Politiker wohl eher unüblich. Von VWL versteht der Herr Eichel aber etwas. Das ist aber auch ziemlich ünüblich für einen Politiker.

Gruß

Hallo!

Laut einer Wahlanalyse über Wählerwanderungen hat die SPD bei
den Arbeitern 5 Prozent verloren, bei Arbeitslosen 3 Prozent.
Bei den Angestellten verlor die SPD aber lediglich 1 Prozent,
und - fast schon unglaublich - auch bei den Selbständigen
büsste sie nur 1 Prozent ein.

Wie geht das mit dem Gejammer des Mittelstandes zusammen?

Ganz einfach: die allermeisten Unternehmer wählen die SPD sowieso nicht und aus den paar wenigen, die noch rot wählten, fielen nun 1% weg.

Man
hätte annehmen müssen, dass Schröder bei den Selbständigen
erdrutschartig verliert.

Er verliert in dieser Gruppe nicht, er hat dort erst gar keine signifikante Anzahl an Wählern gehabt.

ie vehemente Kritik durch Vertreter
der Wirtschaft und des Mittelstandes an der rotgrünen
Regierungsarbeit gibt offensichtlich nicht das Stimmungsbild
derer wieder, die sie zu vertreten vorgeben.

Falsch, s.o.

ies legt den
Verdacht nahe, dass die Wirtschaftsverbände incl. IHK und HWK
politisch ziemlich eingerostet und festgefahren sind und sich
hierin kaum von den Gewerkschaften auf der anderen Seite
unterscheiden. Beide Seiten scheinen kein echtes Gespür mehr
für die Bedürfnisse ihre Basis zu haben.

Das hingegen unterschreibe ich, wenn auch aus anderen Günden…

Mittelständler wählen Grüne, und Arbeiter wählen CDU - eine
Entwicklung, die offensichtlich bei den Damen und Herren
„Multiplikatoren“ noch nicht bemerkt wurde. Aufwachen, Leute!

Das ist falsch, wie gesagt, Du hast die Basismenge, von welcher ausgehend der 1% Verlust stattfand, fehlerhafterweise als 100% Unternehmer angenommen.
Korrekt dürfte vielmehr sein, dass nun 1% von 3% als Verlust für die SPD zu verbuchen sind.

Grüße,
Mathias

s.o.
bitte nochmal lesen ! (Für`s Verständnins)