Armes Kaninchen?

Ich habe einer Bekannten versprochen, deren Garten zu bewässern, während die Familie in Urlaub ist. Das habe ich nun heute zum ersten Mal getan.
Der 12jährige Sohn hat ein Kaninchen, das in einem Außenkäfig unter Bäumen und Büschen untergebracht ist. Es wird von einem Freund des Sohnes versorgt, heißt: es hat frisches Futter und Wasser alle paar Tage. Hunger und Durst muß es also nicht leiden.

Abgesehen davon, daß ich was gegen Haustiere im Käfig habe, habe ich ein wirkliches Problem mit diesem Tier. Es sitzt nun drei Wochen mutterseelenallein in diesem Käfig (schattig, Maße etwa 1,50 x 1 Meter), der vermutlich sogar noch größer ist als das, was viele Kaninchen zur Verfügung haben. außerhalb der Urlaubszeit sitzt es vermutlich mindestens 23 von 24 Stunden am Tag genauso allein da. Es gab mal ein Meerschweinchen zur Gesellschaft, aber es ist gestorben. Mir tat das arme Viech eben unendlich leid, als ich auftragsgemäß die Blumen gegossen habe. Einem spontanen Gefühl, ich müsse es freilassen und ihm ein kurzes aufregendes Kaninchenleben in Freiheit verschaffen, habe ich widerstanden.
Kann ich überhaupt irgendetwas tun? bin selber Halterin von zwei freilaufenden Katzen und kann mit der Haltung von Tieren,die man einsperren muß,damit sie nicht weglaufen, so gar nichts anfangen. Das weiß die Bekannte,deshalb läßt sie es ja auch von anderen versorgen.
Hilfe!

Gruß

Aia

Gruß

Aia

Hallo!

Kommt aufs Kaninchen an:

Kenne natuerlich auch welche, die einen regelrechten Freiheitsdrang haben und bei jeder Gelegenheit ihren Freilauf geniesen oder gar „einfordern“.

Auf der anderen Seite woher weisst Du denn, ob es dem Kaninchen vllt. sogar gefaellt , wenn es einen grossen, sauberen, schattigen Stall und genug Futter hat. Wuerdest Du als Kaninchen auf nasse Fuesse, Hunger und Angst vor Hunden, Fuechsen etc. stehen???

Vllt. hilfts Dir, wenn ich Dir sage, dass unser Kaninchen namens Anabell selbst bei offenem Kaefig oft gar nicht rauswill, oder nach einer kleinen Schnufferrunde ganz zufrieden wieder in ihr eigenes „Reich“ zurueckwill, dort Heuhaelmchen sortiert und vllt. mal ein paar Sonnenstrahlen geniest - „iiiih nasses Gras und Freilauf, geh mir weg damit…“ :wink:

Hallo Aia,

wenn du so ein schlechtes Gefuehl hast, warum redest du dann nicht mal mit dem Halter/ der Halterin ?
Das waere doch der beste und einfachste Weg.

Wenigstens ist das Tierchen mit Futter und Wasser versorgt und steht nicht in der prallen Sonne. Das ist schon mal das positive.
Obwohl andere Kaninchen auch allein und eingesperrt gehalten werden und ich mich damit auch nicht abfinden kann, waere es vielleicht nicht schlecht dem Tier noch einen Kameraden mit in den Kaefig zu setzen- wenn der dann nicht wieder zu klein wird fuer beide ???

Ich wuerde das einfach mal zur Sprache bringen.

Gruss Manu

Hallo Aia,
leider bringt es gar nichts, dieses Kaninchen frei zu lassen, wahrscheinlich würde es nicht lange überleben. Wenn es kein Stallhase mit braunem Fell ist, ist es für unsere Natur viel zu auffällig und wäre wahrscheinlich schneller gefressen als es über die Straße gelafuen wäre, um es mal zu übertreiben!

Die Einzelhaltung von Kaninchen finde ich auch sehr schade, noch dazu ist sie falsch. Und ein Meerschweinchen ist genauso ein schlechter Ersatz, als würde man einen Gartenzwerg dazusetzen. Schade, ehrlich! Hast du nicht eine Möglichkeit, mit den Besitzern zu reden und sie vielleicht zu überzeugen, noch ein Kaninchen zu kaufen, so allein, das ist doch kein Leben!

Liebe Grüße,
Manu

Hallo Daniel,

das mit dem Freiheitsdrang mag ja ok sein.
Das Deines wieder von alleine in den Käfig geht, ist normal.

Aber setze es mal ein paar Stunden ins Gras.
Meine haben jetzt ein Aussenstall bekommen, wo sie den ganzen Tag draussen sind.
Abends sperre ich sie denn immer ein wegen streunender Katzen und Marder. Aber ich kann dir gar nicht sagen, was das für ein Akt ist!

Totaler Freiheitsdrang. Nix mit freiwilligen Reingehen. Das geht nur unter Androhung, Bestechung von Jogi Drops und Hetzjagden.

Und wie sieht es aus mit Streicheleinheiten für dein Einzelkaninchen?
Bommel hatte ich am Anfang auch alleine, und da merkte ich wie Schmusebedürftig sie war. Stundenlanges Kuscheln auf der Couch war gar nix. Und da ich nicht immer die nötige Zeit hatte, um mit ihr zu schmusen und sie mir immer unendlich leid tat, wenn sie freudig Käfig auf und ab hopste, wenn ich nach Hause kam und gleich wieder los mußte,
da hab ich mich dann doch für zweites Karnickel entschlossen.

Jetzt genießen Bommel und Fussel ihre Zweisamkeit, ich bin jetzt zwar nur noch Futtergeber und Kloputzer, aber das ist mir egal. Die Schmuseeinheiten zwischen den beiden und das Rumgetobe im Aussenstall entschädigen mich für alles.

Also ich kann auch nur empfehlen immer zwei Kaninchen zu halten.

Gruß Wölkchen

groß???
Hi,

Auf der anderen Seite woher weisst Du denn, ob es dem
Kaninchen vllt. sogar gefaellt , wenn es einen grossen,
sauberen, schattigen Stall und genug Futter hat.

1 Meter X 1,50 Meter ist imho nicht besonders groß…

Cess

Hallo Ihr!

VORSICHT mit „einfach ein zweites dazu“!!

…Ihr wisst schon: „wie die Karniggl…“

Spass beiseite, aber die Anschaffung eines zweiten wuerde ich mir genau ueberlegen (entweder Sterilisieren oder SICHER(!!) zwei M oder zwei W…)

Und selbst dann, unsere beiden (Woelkchen: unseres heisst auch Fussel :wink:) koennen wir nicht zusammen lassen, obwohl es zwei Weibchen sind!!

Sofort faengt ein wildes gegenseitiges Begatten an, dabei will v. a. Anabell eigentlich nur ihre Ruhe haben…

Und lassen wir sie einzeln raus, wird erst mal kraeftig vor den Kaefig des anderen „gepfuetzt“ (markiert?), in der Wohnung nicht grade die Wucht…

Ich finde man darf nicht von menschlichen Beduerfnissen ausgehen. Ich kenne hektische Tiere in schoenen grossen Freilaufgehegen mit genug Spielkameraden und das beste was wir mal sahen war ein Bild von einem Stallhasen (gross, rothaarige), in einem kleinen Stall (Museumsdorf) der da drinsass wie King Ralf persoenlich, den Kopf erhaben, die Vorderpfoten laessig uebereinandergeschlagen, es ging ihm offensichtlich prima!! Also immer schauen, wie es dem Tierchen geht…

cu
kai

Hallo Ihr!

VORSICHT mit „einfach ein zweites dazu“!!

Deswegen habe Fussel ja aus dem Tierheim, zum antesten, ob er sich mit Bommel verträgt…

…Ihr wisst schon: „wie die Karniggl…“

Deswegen immer Kastration des Männchens, würde immer ein weibl. und ein männl.,
bei gleichgeschlechtlich immer die Gefahr des Zickenalarms groß

Ich finde man darf nicht von menschlichen Beduerfnissen
ausgehen. Ich kenne hektische Tiere in schoenen grossen
Freilaufgehegen mit genug Spielkameraden und das beste was wir
mal sahen war ein Bild von einem Stallhasen (gross,
rothaarige), in einem kleinen Stall (Museumsdorf) der da
drinsass wie King Ralf persoenlich, den Kopf erhaben, die
Vorderpfoten laessig uebereinandergeschlagen, es ging ihm
offensichtlich prima!! Also immer schauen, wie es dem Tierchen
geht…

Natürlich gibt es auch Eigenbrödler, die lieber Einzeln sein will. Das ahbe ich auch schon erlebt. Aber in der Regel sollten sie nicht alleine gehalten werden.

Gruß Wölkchen