Hallo,
MM hat ja schon auf die „Optimierungsmöglickeiten“ hinsichtlich der Fragestellung hingewiesen.
Ich gehe aber einmal davon aus, dass es sich um Nordamerika handelt.
In der Tat ist es so, dass wenn man immer weiter landeinwärts (von den Küsten aus gesehen) reist, man zunehmend den Eindruck bekommt, man befände sich in Ostdeutschland vor dem Mauerfall.
Tatsache ist, dass die „Kornkammer“ der USA strukturell sehr abgeschlagen ist. Nicht alles, was landschaftlich schön ist, muss auch wirtschaftlich bzw. sozial optimal sein.
Nicht umsonst bestehen die Streitkräfte der USA zu einem hohen Prozentsatz aus Menschen, die aus diesen, inneren Landesteilen kommen. Keine Aussichten auf einen Job, dann geht man eben gezwungener Maßen zum Militär.
In der Tat ist es so, dass die Sozialsysteme in den USA sehr viel schlechter entwickelt sind, als dies bei uns der Fall ist. Eine Krankenversicherung gibt es defacto nicht. Darüber hinaus gibt es auch keine Versicherungspflicht und der Solidargedanke ist auch eher schwach ausgeprägt.
Die USA hatten zwar einen Abraham Lincoln, der auch Freiheit geschaffen hat, wir hatten jedoch Bismarck und wenn man es sich heute mal ansieht, sind wir aus sozialer Sicht damit auf jeden Fall besser gefahren.
In den USA sind die Küsten sehr stark entwickelt. Allein Kalifornien gilt als die acht größte Volkswirtschaft der Welt (bzw. es war vor einiger Zeit noch so). Die USA haben diese Landesteile sehr stark gefördert. Das hat v.a. mit der Ansiedelung von Schlüsselindustrien zutun.
Man kann es wohl damit begründen, dass die USA seit jeher davon überzeugt waren, dass jeder selbst sein Glückes Schmied ist und der Begriff „selfmade“ nicht eine inhaltslose Floskel darstellt. Dabei ist es nicht verwunderlich, wenn viele auch „durch den Rost“ fallen.
Hohe Steuern die die Gesellschaft stark in Reich und arm
aufspaltet (Weiß nicht mal ob das stimmt) und das es keine
Versicherungen gibt wie Arbeitslosenversicherung.
Also die Steuern werden in den USA je nach Laune bzw. Notwendigkeit gesenkt oder erhöht. Während es bei uns ja im Prinzip nur Erhöhungen gibt, kann es dort schon öfters mal zu Senkungen kommen, die dann auch ein jeder spürt.
Es ist eher das Zusammentreffen von mehreren wirtschaftlichen und sozialen Faktoren und eben der Einstellung der Menschen dort. An dieser Stelle kann man auch ruhig erwähnen, dass die USA nicht gerade reich an Tradtition und Kultur sind, was regelmäßig auch die Menschen in ihrem Denken und Handeln beeinflusst. Kant war eben auch ein Deutscher.
VG
Sebastian