Art des Demonstrierens

Hallo Rainer
Du scheinst auch der Meinung zu sein, eine Demokratie ist nur
dann zu gebrauchen, wenn Du keine Probleme damit hast.
„Freiheit ist die Freiiheit Andersdenkender.“ Du wetterst
gegen die NPD (ich mag sie auch nicht), dabei ist Deine
Toleranz gegenüber Ausländern aber fast auf dem gleichen
Niveau.

Was weißt Du denn von meiner Toleranz gegenüber Ausländern?
In meinem Betrieb hab ich schon immer Ausländer beschäftigt, Türken, Griechen, Italiener, Polen und Albaner, aus Korea hatte ich auch schon eine, also red nicht so ein Blech.
Meine beste Kraft ist Türkin.
Warum demonstrieren die Leute denn ausgerechnet am Samstag?
Sie wissen doch, daß sie andere massiv behindern, aber das ist denen scheißegal.
Wenn ich Stadtdirektor wäre, würde ich denen sagen, okay, Herrschaften, wir stellen euch ein ausreichend großes Gelände zur Verfügung, meinetwegen ein Sportstadion, aber die Fußgängerzone ist tabu.
Dann würde es auch billiger, überleg mal, wer die Millionen für den Polizeieinsatz zahlt, wir Steuerzahler natürlich.
Wer ersetzt dem Handel den Umsatzausfall, wer ersetzt der Stadt den Gewerbesteuerausfall?
Und das Alles, weil ein paar Nazis durch die Fußgängerzone laufen wollen?
Im März ist die nächste Nazi-Demo angemeldet, ich bin schon ganz begeistert ;-(((
Gruß
Rainer

toleranz mein lieber! schon mal etwas davon gehört? klar mag
es dir persönlich in diesem moment nicht passen, das ein paar
kurden dir den weg zum reichelt versperren, aber hast du dich
schon mal gefragt, warum sie demonstrieren?
jede demo die einen sinn hat befürworte ich voll. sinn in
diesem aspekt meint: konstruktive kritik am staat und dessen
politik. nicht konstruktiv finde ich NPD demos genausowenig
wie ich auch ein NPD verbot nicht gerade als toplösung sehe…
aber das ist eine andere diskussion.

Es geht hier nicht um meine Toleranz.
Ich befürworte Demonstrationen ohne wenn und aber, ob Kurden oder Nazis oder Rinderzüchter, das muß eine Demokratie abkönnen.
Mich stört die Art und Weise.
Du hättest das mal erleben sollen, die ganze Stadt abgesperrt, außer Polizei und Krankenwagen durfte keiner rein, die Lieferanten konnten ihre Ware nicht ausliefern, Kunden aus dem Umland mußten wieder nach Hause fahren, und das Alles für ein Häuflein Demonstranten von der NPD.
Darf man nicht auch von Demonstranten Toleranz verlangen?
Muss man das nicht sogar?
Rechte so auszuüben, daß sie die Rechte Anderer beschneiden, ist undemokratisch.
Gruß
Rainer

Mein bescheidener Beitrag:
Hallöli,

toleranz mein lieber! schon mal etwas davon gehört? klar mag
es dir persönlich in diesem moment nicht passen, das ein paar
kurden dir den weg zum reichelt versperren, aber hast du dich
schon mal gefragt, warum sie demonstrieren?
jede demo die einen sinn hat befürworte ich voll. sinn in
diesem aspekt meint: konstruktive kritik am staat und dessen
politik.

Die Frage der Toleranz ist an dieser Stelle hochinteressant. Als Einwohner der Landeshauptstadt NRW´s kann ich zum Thema Demonstrationen schon mitreden. Es wird im Spätsommer/Herbst 2000 gewesen sein, da gab es in Düsseldorf an mindestens 4 Samstagen in Folge Demonstrationen. Alles in allem bin ich in dieser Zeit in mindestens 6 Demos reingelaufen. Komischerweise hat die Neigung zur Demonstration proportional mit der Temperatur abgenommen.

Ich tolereriere politische Meinungsäußerung, ich begrüße das Recht auf Demonstration. Dennoch bin ich der Ansicht, daß Kurden (deren Demos haben wir recht oft hier), „Hundeliebhaber“, Hundehasser, Fahrradfahrer eben nicht an jedem verdammten Samstag (Anspielung bemerkt?) die Innenstadt blockieren müssen. Sonntags ist hier wunderbar Platz. Alle Beteiligten haben viel mehr Zeit, um sich der Demonstriererei zu widmen, und noch einen Tag mehr, um ihn mit der Malerei der sinnlosen Plakate zu vergeuden.

Warum Samstags? Einfach: Mehr Aufmerksamkeit. Wirklich? Wessen Aufmerksamkeit? Vielleicht von denen, die im Stau stehen? Die es eilig haben? Ich denke, die Demonstranten tun sich damit keinen Gefallen. Die Aufmerksamkeit ist eher von negativer Art.

Rainer hat schon recht. Die Presse kommt für ein paar sinnentleerte Bilder allemal. Sollen sie Sonnatags demonstrieren, im Fußballstadion, auf den Rheinwiesen (würde ich grad jetzt sehr empfehlen), im Hofgarten.

Nein, Toleranz bedeutet auch, die Rechte der anderen zu respektieren und seine eigenen nicht aufs äußerste auszureizen. Die Demonstrationen, wie sie hier abgelaufen sind, näherten sich schon der Nötigung. Ganze Stadtteile wurden hier vergewaltigt. Ich bin inzwischen schon zum Leser einer Lokalzeitung geworden, nur um den Demos ausweichen zu können. Zur puren Belästigung sollte eine Demonstration nicht verkommen.

vielleicht versuchst du braver deutscher bürger einfach mal
deinen chef zu fragen, ob du nicht die arbeitszeiten von sagen
wir dienstag am samstag haben kannst und umgedreht, dann musst
du nicht mehr am samstag einkaufen und ich glaube kaum, das
irgendjemand am dienstag demonstriert - es sei denn des
reichelt oder aldi’s blockieren wegen! *grrrr*

Ich lach mich tot. Der gute Rainer ist seiner eigener Chef! Wenn er sich selbst nicht freigibt, war er wahrscheinlich die Woche über nicht fleißig genug :wink:

Gruß
Christian

hi rainer und exc,

Die Frage der Toleranz ist an dieser Stelle hochinteressant.
Als Einwohner der Landeshauptstadt NRW´s kann ich zum Thema
Demonstrationen schon mitreden. Es wird im Spätsommer/Herbst
2000 gewesen sein, da gab es in Düsseldorf an mindestens 4
Samstagen in Folge Demonstrationen. Alles in allem bin ich in
dieser Zeit in mindestens 6 Demos reingelaufen. Komischerweise
hat die Neigung zur Demonstration proportional mit der
Temperatur abgenommen.

Ich tolereriere politische Meinungsäußerung, ich begrüße das
Recht auf Demonstration. Dennoch bin ich der Ansicht, daß
Kurden (deren Demos haben wir recht oft hier),
„Hundeliebhaber“, Hundehasser, Fahrradfahrer eben nicht an
jedem verdammten Samstag (Anspielung bemerkt?) die Innenstadt
blockieren müssen. Sonntags ist hier wunderbar Platz. Alle
Beteiligten haben viel mehr Zeit, um sich der Demonstriererei
zu widmen, und noch einen Tag mehr, um ihn mit der Malerei der
sinnlosen Plakate zu vergeuden.

nun gut, wenn es bei euch wirklich so krass ist, das gleich ganze stadtteile gesperrt werden… ich kenne demos ggf. aus berlin her und da ist auch rundum die demos noch genug platz, da können 1000 glatzen demonstrieren und man kann es übersehen, weil die u-bahn drunter wegfährt :wink:

Warum Samstags? Einfach: Mehr Aufmerksamkeit. Wirklich? Wessen
Aufmerksamkeit? Vielleicht von denen, die im Stau stehen? Die
es eilig haben? Ich denke, die Demonstranten tun sich damit
keinen Gefallen. Die Aufmerksamkeit ist eher von negativer
Art.

tja, die frage der wochentage habe ich mir noch nicht gestellt. liegt aber wohl daran, das diese demonstranten in ihrem nichtdemonstrierenden leben arbeitnehmer sind und in der woche keine zeit haben weil arbeit. naja und das der sonntag heilig ist für warme filzlatschen, sonntagsessen in familie und dumme fernseheserien, sollte doch jedem klar sein, da bleibt kein platz für demokratie *grins*

Rainer hat schon recht. Die Presse kommt für ein paar
sinnentleerte Bilder allemal. Sollen sie Sonnatags
demonstrieren, im Fußballstadion, auf den Rheinwiesen (würde
ich grad jetzt sehr empfehlen), im Hofgarten.

nun, aber mit der stadiontaktik seid ihr aber beide nicht tolerant, das muesst ihrzugeben.

Nein, Toleranz bedeutet auch, die Rechte der anderen zu
respektieren und seine eigenen nicht aufs äußerste
auszureizen. Die Demonstrationen, wie sie hier abgelaufen
sind, näherten sich schon der Nötigung. Ganze Stadtteile
wurden hier vergewaltigt. Ich bin inzwischen schon zum Leser
einer Lokalzeitung geworden, nur um den Demos ausweichen zu
können. Zur puren Belästigung sollte eine Demonstration nicht
verkommen.

das ist traurig und kenne ich gott sei dank nicht so. hier habt ihr recht, das recht des anderen geht nur so weit, wie es keines anderen rechte verletzt…

vielleicht versuchst du braver deutscher bürger einfach mal
deinen chef zu fragen, ob du nicht die arbeitszeiten von sagen
wir dienstag am samstag haben kannst und umgedreht, dann musst
du nicht mehr am samstag einkaufen und ich glaube kaum, das
irgendjemand am dienstag demonstriert - es sei denn des
reichelt oder aldi’s blockieren wegen! *grrrr*

Ich lach mich tot. Der gute Rainer ist seiner eigener Chef!
Wenn er sich selbst nicht freigibt, war er wahrscheinlich die
Woche über nicht fleißig genug :wink:

sorry, das hatte ich übersehen, hab erst jetzt mal seine VIKA beäugt. da er aber schreibt er habe mitarbeiterinnen, sollte es doch mal drinn sein, ne halbe stunde den laden zu verlassen, ich denke nach langer zeit hat man als geschäftsinhaber den riecher, wann viel los ist und wann nicht. immerhin hat ihn ja aber auch keiner gezwungen selbständiger apotheker zu werden…

Gruß
Christian

auf mehr tolereanz hier in deutschland

der shob

Der Unterschied ist, daß der Fußballfan oder der Urlauber die Behinderung nicht mutwillig generieren. Das ist der Knackpunkt und daher teile ich Deine Argumentation nicht.
Es gibt ohnehin schon genug Verkehrtsbehinderungen, auch ohne Demos.

Gruß,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Du wirst auch in sehr wenigen Laendern der Welt
Demonstranden finden, die so demonstrieren, wie
es in Deutschlan ueblich ist.

Die deutschen Demonstranden sind friedlich,
warum soll die deutsche Polizei dann ami- oder
irakmaessig reagieren?

Marco