hi rainer und exc,
Die Frage der Toleranz ist an dieser Stelle hochinteressant.
Als Einwohner der Landeshauptstadt NRW´s kann ich zum Thema
Demonstrationen schon mitreden. Es wird im Spätsommer/Herbst
2000 gewesen sein, da gab es in Düsseldorf an mindestens 4
Samstagen in Folge Demonstrationen. Alles in allem bin ich in
dieser Zeit in mindestens 6 Demos reingelaufen. Komischerweise
hat die Neigung zur Demonstration proportional mit der
Temperatur abgenommen.
Ich tolereriere politische Meinungsäußerung, ich begrüße das
Recht auf Demonstration. Dennoch bin ich der Ansicht, daß
Kurden (deren Demos haben wir recht oft hier),
„Hundeliebhaber“, Hundehasser, Fahrradfahrer eben nicht an
jedem verdammten Samstag (Anspielung bemerkt?) die Innenstadt
blockieren müssen. Sonntags ist hier wunderbar Platz. Alle
Beteiligten haben viel mehr Zeit, um sich der Demonstriererei
zu widmen, und noch einen Tag mehr, um ihn mit der Malerei der
sinnlosen Plakate zu vergeuden.
nun gut, wenn es bei euch wirklich so krass ist, das gleich ganze stadtteile gesperrt werden… ich kenne demos ggf. aus berlin her und da ist auch rundum die demos noch genug platz, da können 1000 glatzen demonstrieren und man kann es übersehen, weil die u-bahn drunter wegfährt 
Warum Samstags? Einfach: Mehr Aufmerksamkeit. Wirklich? Wessen
Aufmerksamkeit? Vielleicht von denen, die im Stau stehen? Die
es eilig haben? Ich denke, die Demonstranten tun sich damit
keinen Gefallen. Die Aufmerksamkeit ist eher von negativer
Art.
tja, die frage der wochentage habe ich mir noch nicht gestellt. liegt aber wohl daran, das diese demonstranten in ihrem nichtdemonstrierenden leben arbeitnehmer sind und in der woche keine zeit haben weil arbeit. naja und das der sonntag heilig ist für warme filzlatschen, sonntagsessen in familie und dumme fernseheserien, sollte doch jedem klar sein, da bleibt kein platz für demokratie *grins*
Rainer hat schon recht. Die Presse kommt für ein paar
sinnentleerte Bilder allemal. Sollen sie Sonnatags
demonstrieren, im Fußballstadion, auf den Rheinwiesen (würde
ich grad jetzt sehr empfehlen), im Hofgarten.
nun, aber mit der stadiontaktik seid ihr aber beide nicht tolerant, das muesst ihrzugeben.
Nein, Toleranz bedeutet auch, die Rechte der anderen zu
respektieren und seine eigenen nicht aufs äußerste
auszureizen. Die Demonstrationen, wie sie hier abgelaufen
sind, näherten sich schon der Nötigung. Ganze Stadtteile
wurden hier vergewaltigt. Ich bin inzwischen schon zum Leser
einer Lokalzeitung geworden, nur um den Demos ausweichen zu
können. Zur puren Belästigung sollte eine Demonstration nicht
verkommen.
das ist traurig und kenne ich gott sei dank nicht so. hier habt ihr recht, das recht des anderen geht nur so weit, wie es keines anderen rechte verletzt…
vielleicht versuchst du braver deutscher bürger einfach mal
deinen chef zu fragen, ob du nicht die arbeitszeiten von sagen
wir dienstag am samstag haben kannst und umgedreht, dann musst
du nicht mehr am samstag einkaufen und ich glaube kaum, das
irgendjemand am dienstag demonstriert - es sei denn des
reichelt oder aldi’s blockieren wegen! *grrrr*
Ich lach mich tot. Der gute Rainer ist seiner eigener Chef!
Wenn er sich selbst nicht freigibt, war er wahrscheinlich die
Woche über nicht fleißig genug 
sorry, das hatte ich übersehen, hab erst jetzt mal seine VIKA beäugt. da er aber schreibt er habe mitarbeiterinnen, sollte es doch mal drinn sein, ne halbe stunde den laden zu verlassen, ich denke nach langer zeit hat man als geschäftsinhaber den riecher, wann viel los ist und wann nicht. immerhin hat ihn ja aber auch keiner gezwungen selbständiger apotheker zu werden…
Gruß
Christian
auf mehr tolereanz hier in deutschland
der shob