Arthrose - Hilfe im Informationsdschungel

Hallo ihr Lieben!

Die Diagnose, dass ich eine genetische Disposition für Arthrose habe, traf mich letzte Woche unerwartet und deswegen besonders heftig. Nunmehr habe ich mich sofort auf die Suche nach Heilungs- bzw. Linderungsmöglichkeiten begeben und musste höchst unterschiedliches hierzu lesen.
Das Problem ist nun, dass man als medizinischer Laie nicht weiss, welchen Institutionen man vertrauen kann und welche Verfahren, Ernährungshinweise etc. fundamentiert und statistisch unterfüttert sind.
Deshalb wollte ich mal nachfragen, welchen Empfehlungen man Vertrauen schenken darf, um eine breit und auf Dauer angelegte Therapie zu begehen.

lg

die maya

Hi,

als erstes würde ich mal aufhören (oder gar nicht erst damit anfangen), mich so zu benehmen, als hätte ich bereits Arthrose. Schließlich hast du ja keine.
Dann würde ich den Hausarzt fragem was ich tun kann um meine Gelenke zu schonen. Da wird sicher was mit Sport kommen. Ernährungstechnisch kann man da vermutlich ncihts machen. Die Gelenke wachsen nicht wesentlich nach, sonst gäbe es das Problem der Arthrose nicht oder in wesentlich geringerem Maße. Und da das so ist, hat die Ernährung wohl kaum Einfluss. Aber ich lasse mich da gerne korrigieren.

Die Franzi

Hi Franzi,

stimme dir voll zu, nur noch eine Ergänzung: Gewichtsreduktion wär halt bei Arthrose/zur Vermeidung serselben immer angebracht und natürlich moderater gelenkschonender Sport (z.B. Radfahren, Schwimmen).

Aber sonst…? Diese ganzen Knorpelaufbaumittel kann man jedenfalls getrost vergessen, die bringen nichts.

Und ansonsten würd ich mal nicht in Panik verfallen - so eine „Veranlagung“ heisst gar nichts, man kann sich aber auch reinsteigern…

Grüße
Birgit

theorien…?
hallöchen
soweit ich weiss, gibt es bis jetzt noch keine verlässlichen studien, die beweisen, dass es eine genetische disposition von arthrose gibt. es werden sehr viele theorien diskutiert (übergewicht, arbeit, genetik, ernährung, sogar infektionen?!), jedoch ohne verlässliches resultat.
deshalb würde ich nochmal mit der quelle sprechen-wer hat dir genau von dieser genetischen geschichte erzählt?

grüsse

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Hallo,

ich sehe es ähnlich wie die anderen. Wer hat Dir das erzählt, hast Du Arthrose? Wie alt bist Du? Und wie kommt man überhaupt auf die Idee das testen zu lassen? Gerade bei jungen Menschen wäre es gut, wenn so wenig wie möglich bekannt ist, denn Du möchtest ja vielleicht noch mal Krankenzusatzversicherungen haben oder Berufsunfähigkeit oder anderes und Arbeit, wie gut, das die Arbeitgeber noch nicht genetisch testen dürfen, um zu entscheiden, wen sie einstellen…

Mich würd es ehrlich gesagt nicht interessieren, gesund verhalten muss ich mich eh, ob ich das weiß oder nicht.
Und ich kenn meine Familie, weiß also ungefähr, was auf mich zu kommt und, was einige von sich selbst meist nicht wissen, ich habe eine angeborene Hüftfehlstellung und bin geboren worden, bevor es Ultraschallscreening für die Hüfte gab, das Arthrose-Risiko ist dadurch erhöht, Beschwerden habe ich, solange ich denken kann…
Und?
Aus meiner Erfahrung ist es sehr wichtig, sich einen Sport zu suchen, der einem Spaß macht und einen nicht zu sehr belastet.
Außerdem ist es zusätzlich wichtig, das man sich dehnt, die zur Verkürzung neigenden Muskeln immer wieder aufdehnen, sich beraten lassen in Bezug auf eine gute Haltung. (www.brügger-therapie.de) Eine Hüftarthrose z.b. kann ich mit bestimmten Haltungsmustern verschlimmern/provozieren. Die Gelenke durch Bewegung freihalten.

Womit ich über einen Arzt gute Erfahrung habe ist ein Knorpelaufbauprodukt, allerdings kein handlsübliches, und wie das so sein soll, weiß ich den Namen nicht. Es ist wohl sehr wichtig, in welchen Verhältnis welche Inhaltstoffe kombiniert sind und wie es verabreicht wird, aber der Arzt konnte bei seinem eigenen Vater im Knie eine Art Ersatzknorpel wieder aufbauen in Kombination mit Bewegung ohne Belastung (Rad). Dieser Knorpel ist evtl qualitativ weniger belastbar, aber immerhin.
Spritzen mit Hyaloronsäure bringen nur etwas, wenn noch Knorpel im Gelenk vorhanden ist. Hyaloronsäure ist auch Bestandteil des Knorpels und kann ein Vielfaches des eigenen Gewichtes an Wasser aufnehmen/anziehen, somit würde es bei dünner, aber vorhandener Knorpeldecke, diese dicker machen und lindert somit für einige Jahre die Schmerzen, aber das würde ich nur bei einem schon angegriffenen Knie machen lassen und es löst nicht die Ursache. In ein gesundes Knie, genetische Veranlagung hin oder her, würd ich mir nie eine Spritze geben lassen, hab mal von Zahlen gehört, das, vor ein paar Jahren, in Deutschland ca jd 3000 Spritze ins Gelenk zu Komplikationen (infekte u.a.) führt. Wenns also nicht nötig ist, Finger davon lassen.

Was mich heftig treffen würde, wäre die Diagnose eines Myoms, welches Kinderkriegen unmöglich macht oder gar Krebs, aber mit Arthrose kann man wunderbar alt werden, es ist nicht lebensgefährlich und es ist gut vermeidbar und an mind. 2 Gelenken schon sehr gut operierbar, Hüfte und Knie, wenns gar nicht mehr anders geht.

Gruß
Kathy

Die Diagnose ergab sich kurioserweise durch den „altbekannten“ Zufall. Nachdem ich mir das Handgelenk angebrochen habe, rückte der Arzt langsam damit heraus, dass hier etwas im Argen läge bezüglich Arthrose. Hierzu sei erwähnt, dass ich nicht das bin, was man langläufig unter Risikopatientin einstufen würde (relativ sportlich, mehr als nur hin und wieder gesunde Ernährung, weit von Übergewicht entfernt). Somit konnte ich mich eben überhaupt nicht in das übliche Raster einordnen.

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