Darf ich, wenn ich ein Rezept einlöse, den Apotheker beschwatzen, mir ein gleichwertiges, aber preisgünstigeres Präparat zu geben ?
Bin privatversichert mit Eigenbeteiligung, also quasi Selbstzahler.
Darf ein GKV-Mitglied das machen ?
Hallo Hans - möglicherweise bekommst Du von einem „Berufenen“ eine direktere Antwort, aber m.W. muß der Apotheker d a s Mittel ausliefern, das der Arzt verordnet hat. Warum sagst Du nicht gleich dem Arzt, er solle auf die Kosten achten. Jeder Arzt hat die „Rote Liste“ vorliegen, wo er entnehmen was die Mittel kosten. Das Reinschauen allerdings übernimmt die Kasse nicht als bezahlbare Leistung! Und daran liegts meist.
Gruß Fritz
Darf ich, wenn ich ein Rezept einlöse, den Apotheker
beschwatzen, mir ein gleichwertiges, aber preisgünstigeres
Präparat zu geben ?
Bin privatversichert mit Eigenbeteiligung, also quasi
Selbstzahler.
Darf ein GKV-Mitglied das machen ?
Darf ich, wenn ich ein Rezept einlöse, den Apotheker
beschwatzen, mir ein gleichwertiges, aber preisgünstigeres
Präparat zu geben ?
Bin privatversichert mit Eigenbeteiligung, also quasi
Selbstzahler.
Darf ein GKV-Mitglied das machen ?
Hallo Hans
wenn der Arzt damit einverstanden ist, kann er das auf dem Rezeptformular ankreuzen (Aut idem), dann geht das.
Ansonsten ist ein Rezept eine Urkunde, die der Apotheker nicht eigenmächtig ändern darf, das wäre Urkundenfälschung und strafbar.
Gruß
Rainer
Jeder
Arzt hat die „Rote Liste“ vorliegen, wo er entnehmen was die
Mittel kosten. Das Reinschauen allerdings übernimmt die Kasse
nicht als bezahlbare Leistung! Und daran liegts meist.
Das Problem liegt gaaanz woanders. Schon mal den Begriff „Pharma-Referent“ gehört? Dämmerts?
Darf ich, wenn ich ein Rezept einlöse, den Apotheker
beschwatzen, mir ein gleichwertiges, aber preisgünstigeres
Präparat zu geben ?
Bin privatversichert mit Eigenbeteiligung, also quasi
Selbstzahler.
Darf ein GKV-Mitglied das machen ?
Hallo Hans,
zunächst einmal bist Du Kunde und damit Auftraggeber des Arztes. Der Arzt macht im Rahmen der Gesetze, seines Standesrechts und seines Gewissens genau das, was Du von ihm verlangst. Als Selbstzahler hast Du ein Eigeninteresse an Selbstverständlichkeiten, die dem durchschnittlichen gesetzlich Krankenversicherten fremd sind:
Du achtest auf möglichst klare Diagnostik und darauf, daß die therapeutischen Maßnahmen unmittelbar zielführend sind.
Du hinterfragst den Sinn aller nicht unmittelbar einleuchtenden Maßnahmen.
Du verhinderst unnötige Mehrfachmaßnahmen, etwa mehrfach bei verschiedenen Ärzten durchgeführte Röntgenaufnahmen.
Du hinterfragst den Sinn der Verordnungen.
Du kontrollierst die Rechnung.
Kurz: Du achtest auf Wirtschaftlichkeit.
Für das alles ist ausschließlich der behandelnde Arzt Dein Ansprechpartner. Sobald Du mit einem Rezept in der Apotheke stehst, kannst Du an der Verordnung nichts mehr ändern, denn damit würde die Verschreibungspflicht unterlaufen. Das gilt natürlich nur bei verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Nach meiner Erfahrung lassen sich durch wirtschaftlich vernünftiges Handeln erhebliche Beträge sparen. Bei mir reicht die Skala von Vermeidung überflüssiger Laboruntersuchungen nach Abschluß der Therapie (O-Ton: Mache ich immer routinemäßig) bis zur Verhinderung einer blödsinnigen Operation (unklare Diagnose, wir müssen nachgucken).
Die Herrschaften im Gesundheitswesen sind an eine haarsträubend selbstherrliche Vorgehensweise bar jeder wirksamen Kostenkontrolle gewöhnt. Du brauchst diesen Unsinn nicht mitzumachen, kannst Dir manche überflüssige Maßnahme ersparen und kommst auch noch billiger dabei weg. Schließlich wirst Du durch Hinterfragen ärztlicher Maßnahmen sorgfältiger behandelt und ersparst Dir manchen Leidensweg. Ich kann Dir leider die Quelle nicht nennen, aber es gab diverse Untersuchungen über die Häufigkeit von Operationen an Ärzten und deren Familienmitgliedern im Vergleich zur übrigen Bevölkerung. Diese Untersuchungen gab es in allgemeiner Form und für spezielle Erkrankungen, z. B. Brustkrebs. Dabei kam heraus, daß Ärzte und ihre Familienangehörigen deutlich seltener unters Messer gehen als der Rest der Bevölkerung. Den Reim darauf kann sich jeder selbst machen.
Hallo Wolfgang,
auch off topic von mir:
ich bin seit dem 21. Lebensjahr privat versichert. Die ersten 20 Jahre habe ich alle Arztrechnungen einfach nur eingereicht.
Dann habe ich einmal - mehr per Zufall - bei einem Internisten festgestellt, dass er Untersuchungen abrechnete (Röntgen und Magenspiegelung), die er gar nicht durchgeführt hatte.
Diese Rechnung habe ich dann an die Verrechnungsstelle zurückgesandt mit dem Bemerken, sie vom Arzt korrigieren zu lassen, da die und die Untersuchung gar nicht stattgefunden hätten.
Als ich einen erneuten Arzttermin hatte, sprach mich der Doc darauf an und meinte, dass sei ja wohl eine Unverschämtheit, seine fachliche Kompetenz anzuzweifeln. Schliesslich müsse er mit mir mehr Zeit verbringen als mit anderen Patienten, was er nicht bezahlt bekäme. Deshalb sei es nur recht und billig, auf die Endsumme zu achten. Die einzelnen Positionen seien unerheblich. Wenn mir das nicht passe, solle ich mir einen anderen Arzt suchen.
Das habe ich getan und es war leider vor der Zeit, bevor die Kassen wach wurden und anfingen die ärztlichen Leistungen zu hinterfragen…
Hallo Armin - ich denke Du solltest die Frage von „Hans“ mal genau lesen!
Hi Fritz!
Jeder
Arzt hat die „Rote Liste“ vorliegen, wo er entnehmen was die
Mittel kosten. Das Reinschauen allerdings übernimmt die Kasse
nicht als bezahlbare Leistung! Und daran liegts meist.
Das Problem liegt gaaanz woanders. Schon mal den Begriff
„Pharma-Referent“ gehört? Dämmerts?
ich denke Du solltest die Frage von „Hans“ mal
genau lesen!
Ich habe mich in meinem Posting auf deine untenstehende Aussage bezogen.
Jeder
Arzt hat die „Rote Liste“ vorliegen, wo er entnehmen was die
Mittel kosten. Das Reinschauen allerdings übernimmt die Kasse
nicht als bezahlbare Leistung! Und daran liegts meist.
In Österreich werden die Ärzte in ihren Praxen aber auch in den Spitälern von Pharmareferenten geradezu belagert. Dies drückt sich auch in vielerlei Annehmlichkeiten für den Arzt aus. Als Gegenleistung wird halt dann eben das jeweilige Produkt verschrieben.Dies ist ein Grund.
Ein anderer Grund ist auch die Harmonie zwischen den Medikamenten. Z.B. bei Schmerzmitteln wird immer ein Magen/Darmmittel mitverschrieben. Das sollte dann schon auch zusammenpassen.