Arzt hat Nebenwirkungen von Cortison verschwiegen

Hallo allerseits, hätte mal eine Frage.

Und zwar nimmt meine Freundin seit vergangener Woche Cortison da sie ne Schwellung im Mittelohr hat, seit sie diese Tabletten nimmt ist sie ein ganz anderer Mensch, total agressiv, vergesslich, depressiv…

Habe meinen Hausarzt wegen den Nebenwirkungen gefragt der bestätigte meinen Verdacht…

Als meine Freundin diese Tabletten aufgeschrieben bekommen hat war ich mit ihr in der Klinik, ich habe die Ärztin nach den Nebenwirkungen gefragt, sie lächelte die frage einfach weg und gab mir keine Antwort.

Mein Hausarzt sagte mir das sie dazu verpflichtet war mir es zu sagen!

Kann man diese Ärztin verklagen? Kann man mit einen Anwalt etwas machen?

Hallo,

eine konkrete Rechtsberatung findet hier nicht statt (s. FAQ).

Mein Hausarzt sagte mir das sie dazu verpflichtet war mir es zu sagen!

Im Grunde genommen geht es dich überhaupt nichts an, was gesundheitlich bei deiner Freundin los ist.
Was die Aufklärungspflicht zwischen Ärztin und Patientin anbelangt, findest du bei google zuhauf Erläuterungen, Präzedenzfälle, sowie Gesetzestexte zum Sachverhalt.
Wenn man direkt nach amerikanischen Verhältnissen die Anwaltskarte ausspielen muss: bitte. Wenn es nicht klappt, dürfte das nicht billig werden.

Darüberhinaus gilt generell: Bevor man ein Medikament einwirft, empfiehlt es sich, den Beipackzettel zu lesen.
Da wir nicht wissen, um welche konkrete Erkrankung, welches Medikament, welche Dosierung, welches Dosierungsintervall, die Dauer der bisherigen Einnahme uswusf. es sich handelt, bleibt unklar, ob mit einer solchen Nebenwirkung hätte gerechnet werden müssen, sofern hier tatsächlich die Glukokortikoideinnahme ursächlich war.

Grüße
Liete

Hi,

zum Verklagen kann ich mich nicht äußern, nur zu Kortison, da ich ds selber relativ häufig nehme, also zumindest im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Ich habe MS und kriege das Zeug im Durchschnitt alle 4 Jahre für 3 oder 5 Tage lang je 500 oder 1000mg i.v.

Die Paleette an Nebenwirkungen, die Kortison haben kann, ist riesig. Sie haben aber den Vorteil, dass sie verschwinden, sobald das Kortison abgesetzt ist und in der Regel harmloser sind als das Problem, dessentwegen man Kortison nimmt.
Von Hochdosistherapie (also der oben genannten Dosis) kriege ich immer Pergamenthaut (rot, leicht rissig, sehr trocken und juckend) und Euphorie - damit verbunden ist erschwertes Einschlafen, weil ich halt wie ein Hamster im Rad rennen will.
Von Niedrigdosistherapie (Tabletten mit 30mg oder weniger, 1 Stück pro Tag, paar Wochen lang) werde ich depressiv.

Aber egal, was ich nehm - absetzen, weg. Also nach 1-3 Tagen isat Ruhe. Hat bisher dreimal geklappt.

die Franzi

Hallo,

gerade bei Cortison weiss doch eigentlich jeder, dass es umstritten ist, aber ohne geht es halt nicht mehr. Habt ihr den Beipackzettel nicht gelesen?

Die positive Wirkung überwiegt die Nebenwirkungen.

Keine Sorge, das ist (leider) normal.
Wenn Sie die Ärzte bezüglich der Nebenwirkungen mancher Medikamente nachfragen, geben Sie meistens keine Antwort oder (not)lügen sogar.
Wenn man viele Ärzte darauf anspricht, dann stempeln sie einen als Rigide oder Hypochonder ein, was absoluter Unsinn ist. Man möchte schließlich nur eine Antwort auf ein Problem. Aber egal, man kann solche Menschen nicht ändern. Einfach diesen Arzt ignorieren und nicht mehr zu ihm/ihr mehr gehen. Wenn Freunde oder Verwandte hingehen wollen, davon abraten.
Ich mache es so, dass ich, bevor ich ein Medikament nehme, mir erstmals den Beipackzettel der Arznei durchlese oder wenn man die Arznei nicht kaufen will, man erst den Markennamen der Arznei in google eingibt und man findet in google meist sofort den eingescanten Beipackzettel und dort kann man sich alle nötigen Informationen nachlesen.