Zu mir hat mein Arzt gesagt ich bin seine primäre Patentin.
Was meint er damit, zusätzlich gab er mir seine Handynummer von der Arbeit sodas ich ihn jederzeit erreichen kann und nicht erst seine Sekretärin habe.
Ist so ein verhalten normal ?
Zu mir hat mein Arzt gesagt ich bin seine primäre Patentin.
Was meint er damit, zusätzlich gab er mir seine Handynummer von der Arbeit sodas ich ihn jederzeit erreichen kann und nicht erst seine Sekretärin habe.
Ist so ein verhalten normal ?
Guten Tag,
Nähe und Distanz ist immer eine Balance; sowohl innerpsychisch als auch in der Außenwirkung.
Zusätzlich kommt es immer auf den situativen Kontext an. Was will ich ausdrücken ? Mal ein Beispiel: Problemlos gibt ein Hausarzt einer 8o jährigen Dame seine Handynummer, die ein Krebsleiden hat und in Sorge ist, dass plötzlich etwas ganz Schlimmes passiert und sie, alleinlebend, nicht weiß, was sie tun soll und „110“ ihr Angst macht, da sie nicht mit tatütata auf einer Intensivstation sterben möchte. Anders vielleicht, wenn ein Psychotherapeut einer äußerlich attraktiven Patientin in Übertragungsliebe sine private Handynummer mit den Worten offeriert:„sie können mich immer anrufen, wenn sie mich brauchen“.
Also gucken Sie gut hin. Was ist eine primäre Patientin ? Waren Sie seine erste Patientin in der neuen Praxis ? Haben Sie ein den Arzt sehr interessierendes besonderes Leid oder sagt Ihr Gefühl, dass etwas faul ist ? Ihre Anfrage hier im Forum deutet auf Letzteres hin. Vertrauen Sie Ihrer spontanen Empfindung. Wenn Sie dies nicht können, sondern sich „in den Bann“ eines besonders charismatischen Kollegen gezogen fühlen, liegt zumindest eine misbräuchliche Grenzüberschreitung in der Luft. Auch Ihr Internetname Dreamgirl suggeriert eine süße 23 Jährige, die sich gerne in Träumen von Männern befindet. Frage: Was ist Ihr Anteil an der Konstellation ? Manche Probleme im Leben lassen sich übrigens einfach durch Kommunikation, und nicht Phantasieren in Foren, lösen: Fragen Sie den Kollegen doch einfach, was das bedeutet und sagen Sie, dass es Sie etwas irritiert als Besonderes behandelt zu werden.
Vielleicht löst sich Alles harmlos auf; auch ich, der sich eher für distant zu Patienten erlebt, habe einer alleinerziehenden Mutter mit Diabetes nach einer Schwangerschaft meine private Handynummer gegeben, damit die völlig überarbeitete Frau bei Entgleisungen des Zuckers kurzen Rat erfragen konnte, was sie an Insulin spritzen solle, ohne jedes Mal den weiten Weg in die Stadt und Babysitter organisieren zu müssen.
Viel Erfolg bei Ihrer Exploration des Sachverhalts
Gruß
Theurich
DreamGirl1990 wrote:
Er hat meine Nase operiert und ist Chefarzt .
Wir kennen uns ca.1 Jahr .
Das mit der Handynummer ist mir noch nie passiert und finde ich nicht normal .
Ich verstehe immer noch nicht was er mit primäre Patientin meint ?
Ich war nicht dir erste da er ja Chefarzt in einer Uniklinik ist