Asbest in altem Gebäude?

Hi, hoffe ich bin hier im richtigen Bereich, ansonsten das Thema einfach in den entsprechenden Bereich verschieben.

Es geht um mein Elternhaus, in dem ich z.Zt. selbst noch wohne.
Das Gebäude ist schon recht alt, zum genauen Baujahr kann ich momentan allerdings nicht viel sagen, aber selbst meine Urgroßeltern wohnten schon hier, natürlich wurde seitdem aber auch einige male um/angebaut.

Nun ist es so, dass ich kürzlich in einer Zeitung einen Artikel las über Asbestbelastung in alten Gebäuden. Dort ging es um eine Frau, die ständig unter Schwindel, Kopfweh und anderen Problemen litt und bei der schließlich Asbestbelastung festgestellt wurde. Diese Frau erkrankte später sogar an Krebs (Zusammenhang mit Asbestbelastung?).

Nun hat mich der Artikel irgendwie zum Nachdenken gebracht. Ich habe erst letztes Jahr einen Angehörigen an Krebs verloren und meiner Mutter geht es aufgrund ihrer MS-Erkrankung auch immer schlechter, zudem leidet sie unter chronischen Kopfschmerzen. Ich mach mir deswegen ohnehin schon ziemliche Sorgen um sie.

Wie genau kann man erkennen/feststellen, ob in/an einem alten Gebäude Asbest verwendet wurde?
Ein Freund von mir meinte mal, er hätte bei sich Asbest als Dämmung/Isolation um eines seiner Heizungsrohre entdeckt.

Ich hab an unseren Heizungsrohren in jedem Raum ebenfalls faseriges Material entdeckt, von dem ich aber absolut nicht weiß, was das für ein Material ist und zu was es dient. Es ist auch nicht mehr gut zu erkennen, da es mit Farbe überstrichen wurde.

Es befindet sich an den „Anschlussstellen“, man erkennt einzelne Fasern, aber durch die Farbe ist es ziemlich verhärtet und schwer zu deuten.

Hier sind mal 2 Bilder von einem der Rohre, leider erkennt man das Material nicht gut, da die Qualität ziemlich verschwommen ist, aber nur mal zur Veranschaulichung, an welchen Stellen sich das Material befindet:

http://img821.imageshack.us/img821/9899/bild1e.png
http://img594.imageshack.us/img594/6556/bild2k.png

Weiß Jemand, um was für Material es sich handeln kann?
Da die Heizungsrohre direkt hinter den Betten verlaufen, hat mich die Aussagen meines Freundes schon beunruhigt, auch wenn ich nicht weiß, ob es wirklich Asbest war, was er bei sich gefunden hat. Ich hab es nicht gesehen, kann mich jetzt nur an seinen Beschreibungen orientieren :wink:

Das Gebäude ist sehr groß, es gibt hier quasi 3 Etagen.
Wofür wurde Asbest im Gebäudebau vorrangig verwendet und seit wann gilt es als „verboten“? Wäre es sinnvoll bei älteren Gebäuden abklären zu lassen, ob es Bestandteile von Asbest gibt?

Das scheint mir Hanf zu sein. Das wäre ja völlig unbedenklich. Aber bei so einem alten Gemäuer…, da kann man ja durch Ängste krank werden. Ich würde das durch einen Sachverständigen prüfen lassen. Du kannst das ja in Ruhe planen, denn auf 1 / 2 Monate kommt es jetzt auch nicht mehr an!

Hanf? Das hab ich auch nocht nicht gewusst, dass man das beim Heizungsbau verwendet… aber wie gesagt, kenn mich auf dem Gebiet absolut nicht aus ^^

Hallo!
Ja ist Hanf damit werden noch Heute Verschraubungen der Heizungsanlage und Wasserversorgung abgedichtet.
Gruß Sepp.

Hallo,

Asbest ist nur dann gefährlich, wenn offen liegende Fasern sich frei in der Raumluft verteilen können. D.h. asbesthaltige Baustoffe wie z.B. Bodenplatten, Festerbänke, Fassadenelemente, ausreichend versiegelte Rohrummantelungen, … stellen in stabilem Zustand keine besondere Gefahr dar. Gefährlich sind offen verarbeitete Fasermatten, wie man sie häufig in Dächern oder nicht luftdichten Leitungswegen findet. Ganz besonders gefährlich ist der Abriss, wenn zuvor in massive Materialien eingebettete Fasern frei werden. Insoweit sollte man sich überlegen, ob man ggf. vorhandene stabile Baustoffe austauscht.

Um Sicherheit über eine Belastung zu gewinnen, kann man einen Fachmann kommen lassen, der eine Raumluftprobe zieht, und dann auf Fasern überprüft.

Gruß vom Wiz

Hallo

Das mit der Asbestfrage wurde schon behandelt.

Was ist aber mit Holzschutzmitteln aus den Siebziger Jahren? Da gabs doch einen massiven Skandal, weil giftige Bestandteile von Holzschutzmitteln die Raumluft verseuchten. Oder Teerpappen in Böden? Oder Weichmacher in Kunststoffen, wie Bodenbelägen?

Das Thema mit Giften in Gebäuden ist etwas umfangreicher als „nur“ Asbest.

Es gibt Labors, denen kann man einen Staubsaugerbeutel schicken, dessen Staub sie auf häufig vorkommende Gifte untersuchen. Frag mich aber nichts näheres, so hab ichs mal vor Jahren gelesen.

Trotz allem: Auch die Angst vor etwas kann krank machen!

Hans