Asiatische Tastaturen?

Heiho zusammen…

Ich hab gerade ne Frage gestellt gekriegt, die ich nicht komplett beantworten kann.
Die Frage war, wie asiatische Tastaturen aussehen, bzw. wie Asiaten Tastaturen benutzen.

Bei Japanern kann ich mir das noch vorstellen und auch erklären. Die haben halt ihr Hiragana/Katakana und ne etwas größere Tastatur (hoffe ich).
Korea, Thailand und Myanmar haben soweit ich weiß auch Alphabete, die manb auf Tastaturen Quetschen kann.

Aber wie läuft das in China? Da gibts doch hunderte von Schriftzeichen…

MfG
christian [der Liebe]

Hi,

also im Zeitalter der mod. PC’s und mod. Betriebssystem (XP) ist das ganze recht einfach!

Fürs Japanische gibt es da diese IME-Geschichte (input method editor)! Muß man XP-mäßig bloß in den Spracheinstellungen aktivieren und los gehts:
Man schreibt einen Text mit den Lateinischen Buchstabentasten und dieser IME liefert nach jedem Wort Vorschläge für die chin. Schriftzeichen (& jap.Silbenschrift) unter denen man dann auswählen darf.

Das wars. Nix mit Sondertastatur.

Im Chinesischen: Wahrscheinlich die gleiche Nummer.

Gruß JS

was das chinesische angeht: das gibt es, wie Joachim schon vermutet, einerseits genau dieselbe Prozedur.
Des weiteren habe ich vor ein paar Jahren in Singapur aber auch sehr viele Rechner mit kleinen Touchpads neben der Tastatur gesehen, in die man seine Zeichen malt und der Rechner dann versucht, das zu erkennen.

Halloechen,
naja, die Tastatur in Japan ist die Tastatur schon anders, aber nicht groesser. Es stehen halt Hiragana unter den Buchstaben. Man kann das auswaehlen ob man die Eingabe mit Hiragana oder Buchstaben machen will, das kann man dann auf Kanji (indem man das richtige aus einer Liste aussucht) oder Katakana aendern.

Die „space“ (oder wie man die auch immer nennt) ist allerdings um einiges kuerzer (zumindest beim Mac), da links und rechts davon extra Tasten sind zur Auswahl „Buchstaben“ oder „Kana“. Man kann aber natuerlich auch mit einer normalen „Buchstaben“ Tastatur japanisch schreiben. Wie hier schon gesagt wurde.

Gruesse
Matti

noch was
Was ich noch einfuegen wollte, Chinesen haben nicht hunderte Schriftzeichen sondern tausende. Ebenso die Japaner. Man schreibt ja nicht nur in Hiragana „Schoen waers“!! *verzweifelt schauend*
Gruesse
Matti

*auf tastatur schaut…
halli hallo,

ich bin grad in taiwan und die tastatur sieht genauso aus wie unsere, nur z und y sind vertauscht wie in amerika…
ansonsten ist das MPS unter den buchstaben …man tippt einfach die einzelnen laute ein…dann den ton (auf , ab, etc…) und bekommt dann ne auswahl an schriftzeichen…
so prinzipiel einfahc…aber ich habs immernoch nich raus …fuer mich einfahc viiiel zu umstaendlich ahaha

gruss magi

Bezüglich Chinesisch
Hallo Christian,

es gibt etwa 70.000 chinesische Schriftzeichen, zwar nicht alle alltäglich gebräuchlich, aber dennoch vorhanden.

Um Chinesisch am PC zu schreiben, wird eine Lautumschrift, heute üblicherweise ‚Pinyin‘ verwendet. Diese basiert auf lateinischen Buchstaben. Die PC-Tastaturen in China entsprechen also Keyboards mit amerikanischem Layout (ohne Umlaute und ‚ß‘).

Daneben ist eine Eingabemethode (Software namens ‚IME‘) für asiatische Schriftzeichen, bzw. bidirektionale Schriftzeichen notwendig. Außerdem muß ein Zeichensatz (Code Page) für asiatische Schriftsysteme auf dem Rechner installiert sein, etwa ‚GB‘ (Simplified Chinese Characters, VR China) oder ‚Big5‘ (Traditional Chinese Characters, Hongkong).

Problem:
Üblicherweise werden Schriftsysteme, die auf lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern beruhen, durch 8-bit-Codierungen (Code Pages) dargestellt. Damit können maximal 256 Zeichen ([2^8=256] alle Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen inklusive Leerzeichen) dargestellt werden. Dabei wird jedes eingegebene Zeichen (auch ein Leerzeichen) durch ein Byte pro Zeichen repräsentiert. Für asiatische Zeichensätze reicht dies bei weitem nicht aus. Um etwa ein chinesisches Schriftzeichen am Computer darzustellen, bedarf es mindestens zwei Byte, da diese Schriftzeichen wesentlich komplexer sind, als lateinische Buchstaben.

(Eine Tastatur mit 70.000 Tasten kam nicht in Frage :smile: Entwickelt wurde daher eine 16-bit-Codierung (2 Byte pro Zeichen), mit der sich maximal 65.536 Zeichen darstellen lassen. (2^16=65.536)

Hört sich alles ziemlich kompliziert an, ist es aber im Grunde nicht. Chinesische Texte lassen sich ebenso schnell tippen, wie etwa deutsche oder englische.

Last but not least:
Übrigens verwenden Chinesen die gleiche Eingabemethode (IME) am Handy, um etwa chinesische SMS zu versenden. Damit sind sie mindestens ebenso flott, wie hiesige Vielschreiber.

Beste Grüße, Andreas