Askese?

Wie kam eigentlich das asketische Ideal sexueller Enthaltsamkeit ins Christentum? Es bestand ja schon vorher und ist sehr viel älter als das, doch kenne ich keine Stelle, wo Jesus eine solche Forderung an seine Jünger gestellt hätte.

Kam es vielleicht aus traditionellen Einflüssen?

gruß
rolf

Hallo Rolf

Wie kam eigentlich das asketische Ideal sexueller
Enthaltsamkeit ins Christentum?

Die katholische kirche hat Maria eine sexuelle Enthaltsamkeit bis ans Lebensende zugeschrieben, obwohl eine solche biblisch nicht enthalten ist, im Gegenteil wird in der Bibel mehrfach von den Geschwistern Jesus gesprochen.
Ich nehme an, dass dies ein Frauendiskrimierender Akt war, Maria als Vorbild und die Frau zugleich als Mutter. Anders gesagt, Frauen ist es so gar nicht möglich, Mariaähnlich zu werden. Im weiteern wird somit die sexuelle Lust sogar indirekt in der Ehe verteufelt.
Ansonsten ist die sexuelle Enthaltsamkeit keine spezifisch christliche Lehre.

Es bestand ja schon vorher und
ist sehr viel älter als das, doch kenne ich keine Stelle, wo
Jesus eine solche Forderung an seine Jünger gestellt hätte.

Das ist richtig, hingegen hat Paulus es indirekt als vorteilhaft (aber keine Bedingung)zum Verkündigen des Evangelius genannt, da die dazu notwendige Verheiratung zuviel Aufmerksamkeit und Kraft welche dann nicht mehr der Evangelisation zur Verfügung steht, binden würde.

Jesus hat mehrfach Aussagen des AT bestätigt. In diesem Sinne sind sexuelle kontakte vor- bzw ausserhalb der ehe abzulehnen, aber die Sexualität innerhalb der Ehe wird als gut und sogar notwendig befunden.
Dies hat auch Paulus bestätigt.

Kam es vielleicht aus traditionellen Einflüssen?

Denke auch, aber wie erwähnt, denke ich, dass es ein Missbrauch der christlichen Lehre zur Unterdrückung der Frauen war.
Wie gesagt erkenne ich keine grundsätzlich „asexuelle“ Haltung, mit Ausnahme der kath. Prister, welche sich wahrscheinlich auf die Aussagen Paulus beziehen, obwohl er dies ja ausdrüücklich nicht absolut geschrieben hat.

Gruss
beat

gruß
rolf

Hallo,
nun ja, die berühmteste Stelle für die Forderung Jesu nach sexueller Enthaltsamkeit (die nicht das ganze der Askese umfaßt) findet sich als Wort Jesu in bei Matthäus:
19,12; Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Darauf beruht letztlich auch die biblische Argumentation für den Zölibat.
Im Kontext dieses Verses findet sich, was letztlich auch Paulus im 1.Korinther schreibt: Wer sexuellen Verkehr haben möchte, soll heiraten, aber besser ist es, nicht zu heiraten.
Gerade bei Paulus ist das in einer Naherwartung der Wiederkehr Jesu zu sehen, d.h. wenn die Welt nun eh morgen zuende ist, dann muß ich auch nicht mehr heiraten…

Das asketische Ideal des Christentums, wie wir es heute kennen, ist dann vor allem durch das Mönchtum beeinflußt, dessen Spiritualität wiederum sehr durch Origenes beeinflußt wurde. Hier finden wir dann ganz deutlich neu(oder mittel-)platinische Einflüsse. Eine Ablehnung allen Körperlichen zwecks Vergeistigung (man lese die Vita Plotinii - neuplatlonischer Philosoph) des Porphyrios (Zeitgenosse von Origenes), der darüber schreibt, wie unerträglich sein bewundeter Lehrer Plotin gestunken hätte, weil er sich nicht wusch…).
Frauenfeindliche Tendezen (in unserem Sinne) würde ich in der frühen Entstehung so nicht festmachen wollen, auch ist diese Form der Askese in keiner Weise eine Erfindung der katholischen Kirche, vielmehr mußten die Strömungen innerhalb der Kirche, die wir im Nachhinein als „Orthodoxie“ bezeichnen, sehr um die Gunst der asketischen Helden kämpfen, die wiederum einen großen Zuspruch bei der Bevölkerung hatten.
(Man lese dazu die Vita Antonii - Mönchsvater - des Athanasius = Radikalnicaeer).
Grüße,
Taju

Hi Rolf,

man sollte zwischen Askese von Mönchen und der von Seelsorrgern unterscheiden.
Bei Mönchen ist das eine ziemlich verbreitete Sitte, daß sie Asketisch und sexfrei leben, bei Seelsorgern ist das häufig nicht der fall (Judentum z.B.).

Die Sex- bzw. Ehelosigkeit von katholischen Geistlichen dürfte zu einem guten Teil durch die Simonie befördert worden sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Simonie

Gandalf

Hallo, Rolf,

Taju hat die entscheidenden Stelle schon zitiert:

Matthäus 19,12; Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

  • die übrigens Origines bewog, sich zu kastrieren (wenn denn die Geschichte wahr ist) -

und man müsste hier Pauli Wort dazu stellen aus

Röm 14, 17 : Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken (und schon gar nicht Sex!), sondern Gerechtigkeit und Freide und Freude im Heiligen Geist."

Sowohl Jesus als auch Paulus rechneten fest damit, dass am nächsten Freitag um halb sechs das Reich Gottes/das Himmelreich ausbrechen werde; spätestens aber am übernächsten, und dass damit alle irdischen Verhältnisse ein Ende hätten.

Und angesichts solche endgültigen Ereignisse - endgültigen im wahrsten Wortsinne! - sich um solche Sachen wie Sex und Kinder und Familie sich zu kümmern, wäre höchst albern.

Dazu Lukas 9,57ff: Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: ‚Ich will dir folgen, wohin du gehst’. Und Jesus sprach zu ihm: ‚Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege’. Und er sprach zu einem andern: ‚Folge mir nach!’ Der sprach aber: ‚Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe’. Aber Jesus sprach zu ihm: ‚Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes!’ Und ein anderer sprach: ‚Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind’. Jesus aber sprach zu ihm: ‚Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes’“.

und Lukas 17, 31ff: Wer an jenem Tage auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, der steige nicht hinunter, um sie zu holen. Und ebenso, wer auf dem Feld ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. 32Denkt an aLots Frau! 33Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen.

Diese Art der Askese ist von ganz anderer Art, als die später sich entwickelnde der Mönche und Einsiedler. In einer sich etabliert habenden christlichen Kirche gab es keine echte „Nachfolge Jesu“ mehr, also mussten härtere Sachen probiert werden: Askese, Selbstgeiselungen, Enthaltsamkeit, Hunger, Säulensteherei und was des Budenzaubers noch mehr existiert.

Dabei hat das Christentum sich wohl umgeschaut bei anderen Religionen.

Das setzt sich fort bis heute => Die Exerzitien des Loyola und Opus Dei!

Fritz

Matthäus 19,12; Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

Wenn ich den von Euch zitierten Satz richtig verstehe, der ja auch mit Verschnitten übersetzt wird, so sehe ich eher daß Jesus damit sagt, daß

  1. Die Mißgeborenen
  2. Die Verstümmelten
  3. Die Kastrierten

nicht zur Ehe (sprich Sex) fähig sind. Und den Letzteren wird eine Absicht hinterstellt, - nämlich um das Reich Gottes zu erlangen.

Und genau das ist der Punkt, den ich im Auge hatte, nämlich die sexuelle Enthaltsamkeit als Vorausbedingung um das Reich Gottes zu erlangen. Obwohl es sehr fragwürdig ist, daß dies nur mit Hilfe der Kastrierung möglich ist :smile: aber nur dies würde ein priesterliches Zölibat rechtfertigen. Wobei wir hier mal vom Sophismus absehen wollen.

Da Jesus hier in der Vergangenheit spricht, war es demnach eine altbekannte Tatsache und nicht etwa neu.

Natürlich ist merkwürdig, daß Jesus sich nicht weiter darüber äußert, - obwohl man davon ausgehen muß, daß die später verworfenen Evangelien, solche Äußerungen Jesu enthalten haben könnten und man sie damals aus Gründen der Unbequemlichkeit beiseite ließ.

gruß
rolf

Hallo Fritz,

Matthäus 19,12

  • die übrigens Origines bewog, sich zu kastrieren (wenn denn
    die Geschichte wahr ist) -

Die geschichte ist wohl nicht wahr, jedenfalls wenn man historisch danach fragt. Es handelt sich dabei eher um eine Anti-Origenes-Propaganda, die im Zusammenhang mit dem erst im Nicaenum erlassenen Verbot, Eunuchen zu Priestern zu weihen, steht. Ich nehme an, Du kennst die entsprechende Darstellung bei Euseb, nachdem ja dieses Gerücht von Demetrios (dem alexandrinischen Bischof z.Zt. des Origenes) bzw. Heraklass (dessen Nachfolger) aufgebracht worden ist. Der ganze Konflikt mit Origenes (sowie der innerkirchliche) entzündete sich ja an der Frage, ob ein Nicht-geweihter predigen darf bzw. dann, ob Origenes sich von einem anderen als seinen eigenen Biuschof zum Presbyter hätte weihen lassen.
Wer aber Origenes’ (auf griechisch erhaltenen) Homilien zu der oben genannten Stelle im Mt-Evangelium liest, kann m.E. eigentlich keinen historisch begründbaren Zweifel daran hegen, daß er „intakt“ war.
Vielleicht ist diese ganze Geschichte auch für das Oberthema interessant: Die Kirche hat relativ früh die Kastration abgelehnt, was nicht ihre Hochschätzing sexueller Enthaltsamkeit widerspricht.
Kastrieren war übrigens durchaus eine Mode zur Zt. des Origenes unter den Wundermännern, die durchs Land zogen und die Massen anzogen. Die ganze Origenes-Affäre ist wohl ein Niederschlag, wie sich die Christen von dieser Art theatralischer Sexualität (bzw. deren Gegenteil) distanzieren wollten - das schlägt sich ja auch in den Schwierigkeiten im Umgang mit dem syrisch-antiochenischen Mönchtum und deren Exentrik (Säulensteher) nieder.

In einer sich
etabliert habenden christlichen Kirche gab es keine echte
„Nachfolge Jesu“ mehr, also mussten härtere Sachen probiert
werden: Askese, Selbstgeiselungen, Enthaltsamkeit, Hunger,
Säulensteherei und was des Budenzaubers noch mehr existiert.

Wobei hier literarisch immer wieder der Vergleich zwischen einer Märtyrerakte und einer Heiligenvita ist…

Grüße,
taju

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Kam es vielleicht aus traditionellen Einflüssen?

Hallo, Rolf!

Genau dies ist der Fall, denke ich.

áskesis ("Übung) ist das griechische Wort für das Training der antiken Athleten.
Die antike Philosophie, vor allem die Schule der Stoa bei den Römern, hatte den Schwerpunkt Ethik, und zwar als Hilfe zum richtigen („guten“) Leben. Die dafür nötigen Haltungen und Verhaltensweisen musste man sich antrainieren, dafür war der Athlet das Muster.

Die frühen christlichen Schriftsteller übernahmen viele Gedanken der stoischen Philosophen* und auch das Prinzip der Askese.
[Der von den alten Kirchenschriftstellern betonte Unterschied: Der heidnische (= „griechische“) Philosoph erwirbt durch Askese aus sich selbst heraus die Vollkommenheit eines theios anér (göttergleicher Mensch), der Christ erreicht den Stand des Heiligen nur durch Gnade von oben zum eigenen Bemühen hinzu.]

Als nach dem Ende der Christenverfolgungen das Martyrium als höchste Glanzleistung eines Christen nicht mehr möglich war, begann eine - nun körperfeindliche - Askese als Lebensaufgabe: die Säulensteher, die in den Wüsten lebenden Eremiten …

* Das ganze Mittelalter hindurch wurde ein fingierter Briefwechsel zwischen dem stoischen Philosophen Seneca und dem Apostel Paulus für echt gehalten. Es gibt Texte aus der Spätantike, von denen sich nicht sicher sagen lässt, ob sie stoisch oder christlich sind.

Gruß
H.

Und genau das ist der Punkt, den ich im Auge hatte, nämlich
die sexuelle Enthaltsamkeit als Vorausbedingung um das
Reich Gottes zu erlangen. Obwohl es sehr fragwürdig ist, daß
dies nur mit Hilfe der Kastrierung möglich ist :smile: aber nur
dies würde ein priesterliches Zölibat rechtfertigen. Wobei wir
hier mal vom Sophismus absehen wollen.

Hallo, Rolf!
Täuscht mich der Eindruck, dass es sich bei Kastrierung aus religiösen Motiven um etwas Altorientalisches handelt? (aus Syrien oder so eingeschleppt?)
[Ein syrisches Heiligtum gab es auch in Rom: im heutigen Trastevere, oberhalb der Via Dandolo, kann man die Ausgrabung besichtigen.]

[Schön beschrieben die Entscheidung zur Kastration in Ägypten in Thomas Manns Roman „Joseph und seine Brüder“: Im Kapitel „Huij und Tuji“ im Zweiten Band rechtfertigen die alten Eltern rückblickend und zweifelnd den Entschluss zur Kastration ihres Sohnes „zum Herrlicheren, Reineren“: Sie hatten das Gefühl, dass dies einer neuen fortgeschritteneren Zeit entspreche!]

Frage an die Kenner des Alten Testaments: Gab es Vorschriften für die Priester über sexuelle Enthaltsamkeit vor dem jeweiligen Antritt ihres Dienstes, also eine Art Zölibat auf Zeit?

(Nebenbei: Es wäre der Sache nicht ganz unangemessen, wenn das Wort „Zölibat“ ein Neutrum wäre. Es ist aber ein Maskulinum : der … :smile:

Gruß
H.

Sich verstümmeln, egal in welcher Form, wird wohl kaum dazu beitragen, daß Reich Gottes zu erlangen. Dieses wurde mit Hilfe der Überwindung und Askese erlangt und nicht dadurch, daß man sich parallelisiert, - dann wäre nämlich nichts mehr zu überwinden.

Diese Redewendung vom Reich Gottes, welches im Innern des Menschen ist, wurde für die ewige Wahrheit verwendet, die mit dem Selbst der Yogawissenschaft identisch ist.

Aber es wurde auch für ein universales Herabkommen einer Göttlichen Wahrheit verwendet. Das muß man unterscheiden.

gruß
rolf

Lieber Rolf,

Dieses wurde mit Hilfe der Überwindung und Askese erlangt und nicht dadurch, daß man sich parallelisiert, - dann wäre nämlich nichts mehr
zu überwinden.

Da meinst Du offenbar paralysiert - aber das nur am Rande.

Diese Redewendung vom Reich Gottes, welches im Innern
des Menschen ist, wurde für die ewige Wahrheit verwendet, die
mit dem Selbst der Yogawissenschaft identisch ist.

Die Vorstellung, daß das Reich Gottes „inwendig in euch“ sei, stammr aus einer falschen Übersetzung von Lukas 17, 21.
Der ganze Abschnitt lautet: „Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, daß man’s mit Augen sehen kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier! oder: da! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17, 20f)

Auf griechisch heißt es: „hee basileia tou theou entòs hymoon estìn.“

Nach Walter Bauer, Wörterbuch zum Neuen Testament, bedeutet "entós " innen, drinnen, innerhalb, im Bereich von…
Er bietet im Artikel zu „entós“ eine Reihe von Literaturangaben zur Frage „inwendig in euch“ oder „mitten unter euch“, alle mit dem Ergebnis, daß es wohl „mitten unter euch“ zu übersetzen ist. Denn beide Übersetzungen sind zwar möglich, es gibt aber keine andere Stelle im NT, in der Jesus das Reich Gottes als eine innermenschliche Größe gedeutet hätte, sondern er hat es immer als ein von außen, also von Gott, kommendes Ereignis gedeutet.

Gruß - der andere Rolf

Da meinst Du offenbar paralysiert - aber das nur am Rande.

Stimmt :smile:

Literaturangaben zur Frage „inwendig in euch“ oder „mitten
unter euch“, alle mit dem Ergebnis, daß es wohl „mitten unter
euch“ zu übersetzen ist. Denn beide Übersetzungen sind zwar
möglich, es gibt aber keine andere Stelle im NT, in der Jesus
das Reich Gottes als eine innermenschliche Größe gedeutet
hätte, sondern er hat es immer als ein von außen, also von
Gott, kommendes Ereignis gedeutet.

Vielleicht wird dies nicht völlig richtig verstanden.

Erstens ist dieses Innere Reich, wenn es sich im Individuum offenbart, auch Äußerlich zu erfahren, da sich hier die Dimmensionen angleichen. Dann sieht man, daß es also bereits vorhanden war, denn man erinnert sich seiner wieder und das meinte Jesus möglicherweise, wenn er sagte…es ist bereits mitten unter Euch.

Zweitens wurde dies schon lange vor Jesus gewußt, das Reich Gottes könnte also ein im orientalischen Raum bekanntes Synonym für diese Innere Wahrheit gewesen sein. Andere Religionen haben es mit anderen Worten benannt. Es ist eine universale Wahrheit, sonst könnte sie keinen Anspruch auf Richtigkeit haben, oder ernst genommen zu werden, da die Menschen überall gleich sind.

gruß

Hallo Rolf,
Deine Antwort klingt irgendwie missbilligend.
Ich bin ja ganz Deiner Meinung. Vielleicht habe ich mich, was die Stelle in Manns Roman angeht, falsch ausgedrückt: Mit meinem Lob meinte ich nicht die Argumentation der beiden Alten, sondern die literarische Leistung des Autors.
Alles klar?
Gruß
H.