Hallo, Rolf,
Taju hat die entscheidenden Stelle schon zitiert:
Matthäus 19,12; Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
- die übrigens Origines bewog, sich zu kastrieren (wenn denn die Geschichte wahr ist) -
und man müsste hier Pauli Wort dazu stellen aus
Röm 14, 17 : Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken (und schon gar nicht Sex!), sondern Gerechtigkeit und Freide und Freude im Heiligen Geist."
Sowohl Jesus als auch Paulus rechneten fest damit, dass am nächsten Freitag um halb sechs das Reich Gottes/das Himmelreich ausbrechen werde; spätestens aber am übernächsten, und dass damit alle irdischen Verhältnisse ein Ende hätten.
Und angesichts solche endgültigen Ereignisse - endgültigen im wahrsten Wortsinne! - sich um solche Sachen wie Sex und Kinder und Familie sich zu kümmern, wäre höchst albern.
Dazu Lukas 9,57ff: Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: ‚Ich will dir folgen, wohin du gehst’. Und Jesus sprach zu ihm: ‚Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege’. Und er sprach zu einem andern: ‚Folge mir nach!’ Der sprach aber: ‚Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe’. Aber Jesus sprach zu ihm: ‚Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes!’ Und ein anderer sprach: ‚Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind’. Jesus aber sprach zu ihm: ‚Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes’“.
und Lukas 17, 31ff: Wer an jenem Tage auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, der steige nicht hinunter, um sie zu holen. Und ebenso, wer auf dem Feld ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. 32Denkt an aLots Frau! 33Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen.
Diese Art der Askese ist von ganz anderer Art, als die später sich entwickelnde der Mönche und Einsiedler. In einer sich etabliert habenden christlichen Kirche gab es keine echte „Nachfolge Jesu“ mehr, also mussten härtere Sachen probiert werden: Askese, Selbstgeiselungen, Enthaltsamkeit, Hunger, Säulensteherei und was des Budenzaubers noch mehr existiert.
Dabei hat das Christentum sich wohl umgeschaut bei anderen Religionen.
Das setzt sich fort bis heute => Die Exerzitien des Loyola und Opus Dei!
Fritz