Hallo Angel007,
was du über deinen Sohn schreibst, ist nicht unbedingt typisch für Kinder mit AS. Solche Ausraster könne auftreten, müssen aber nicht. Ebenso wie die hohe Intelligenz. Ich gehe also davon aus, dass ihr eine offizielle Diagnose habt.
Wichtig ist in jedem Fall, dass ihr dem Sohn auch während eines solchen Wutanfalls klare Grenzen setzt, also eindeutige Regeln festlegt, die Einfluss auf sein Verhalten haben. Handgreiflichkeiten und wüste Beschimpfungen dürfen nicht sein und er muss lernen, sich zu beherrschen. Dies sage ich besonders vor dem Hintergrund, dass ihr einen Hund anschaffen wollt.
Der Hund muss, egal in welcher Situation und was vorgefallen sein mag, mit Respekt und Rücksicht behandelt werden und darf nie Zielscheibe eines Wutanfalls werden. Man muss sich also im Griff haben, einmal, um das Vertrauen des Hundes auf Dauer zu erhalten und zum Anderen, um den Hund überhaupt erziehen zu können, ihm Sicherheit geben zu können. En Hund, dessen Familie (Rudel) unberechenbar ist, kann sich in eine sehr ungesunde Richtung entwickeln. Er könnte aus Unsicherheit zum Angstbeißer werden.
Ansonsen aber ist ein Hund gerade für Kinder mit AS prima. Hunde sind (im Idealfall) treu und verlässlich und auch der Körperkontakt mag zu einem Hund leichter fallen als zu einem Menschen. Dies natürlich nur, solange das Kind dem Hund keinen Stress macht (oder gemacht hat - Hunde vergessen nicht).
Mit der Auswahl der Rasse (oder Rassenzusammensetzung bei Mischlingen) solltet ihr sehr gründlich sein. Als Therapiehund eignen sich vor allem ruhige, geduldige Rassen wie z. B. Retriever (Golden oder Labrador). Jagdhunde oder welche mit starkem Schutztrieb würde ich nicht dafür nehmen. Auch sehr lebhafte Hunde wie Jack-Russel-Terrier sind nicht so gut geeignet, weil sie sehr viel Erziehung brauchen und das für Anfänger und Menschen mit noch anderen Aufgaben im Leben oft zu viel ist. Lasst euch gut beraten, damit ihr zusammen glücklich werdet!
Ich schreibe das aus eigener, leidvoller Erfahrung, da unser erster Hund auch nicht für ein Leben mit Kindern geeignet war, obwohl wir ihn von Welpe an hatten.
Wenn in eurem Mietvertrag Tierhaltung nicht ausgeschlossen ist und der Hund andere Mieter nicht stört, kann euch der Vermieter die Hundehaltung nicht verbieten.
Viele Grüße
ulla