Asphyxie

Schönen guten Abend,
ich wende mich an Euch, weil ich einfach nicht mehr weiter weiss.
Ich fange einfach an…
Ich habe einen vier Monate alten Sohn. Die Schwangerschaft verlief eigentlich gut, problemlos. Mit meinem Baby war nach der Aussage meines Frauenarztes immer alles in Ordnung. Doch ich fühlte mich die ganze Schwangerschaft über nicht wirklich wohl. Meine erste Schwangerschaft war herrlich, ich hatte keine Probleme, ich fühlte mich einfach super. Doch in der zweiten Schwangerschaft ging es mir (psychisch) nicht so gut. Ich hatte Angst, dass irgend etwas schief gehen könnte. Ich hatte einfach so ein Gefühl. Aber mein Arzt hat mich immer wieder beruhigt und meinte, es sei alles so, wie es sein soll. Mein Baby hatte ziemlich häftig gestrampelt, meistens bei der CTG-Untersuchung. Die letzte CTG-Untersuchung war sehr…ich weiss nicht…komisch. Eine Zeitlang hatte das Gerät Herztöne unter 100 Schläge angezeigt. Es hatte mir Angst gemacht aber nach einpaar Minuten waren sie wieder um die 160. Ich hatte meinen Arzt nicht angesprochen, weil ich dachte, dass es normal ist. Und mein Arzt hatte nach der Untersuchung gesagt, dass alles passt…
Dann kam die Entbindung. Es ging ziemlich schnell…aber dann…Mein Kleiner war da und ich hatte nur gesehen, wie der Arzt die Hebamme anschaut. Den Blick werde ich nie vergessen. Es ging alles so schnell. Sie haben meinen kleinen in einen anderen Raum gebracht, ich wusste nicht, was los war. Später hat man uns gesagt, unser Sohn braucht Sauerstoff, er sei ,gestresst", Diagnose lautete peri-/postnatale Asphyxie und wurde in die Kinderklinik gebracht, Intensivstation. Am fünften Tag hat man uns gesagt, der Kleine muss operiert werden. Nach der Op hat es geheissen, Darmverschluss…So hat der Kleine 15 lange Tage in der Kinderklinik verbracht, ganz am Schluss hat er sich noch RotaViren zugezogen…
Heute ist unser Kleiner 4 Monate alt und hat schon wieder ein Kh-Aufenthalt hinter sich gebracht. Diesmal war(ist) es eine akute Pyelonephritis (Nieren und Beckenentzündung).

Jetzt kommt meine Frage. Hätte mein Frauenarzt sehen müssen (können), dass es meinem Baby nicht so gut geht? Ich habe im Internet gelesen, dass Herztöne unter 100 auf ein Sauerstoffmangel hinweisen. Stimmt es? Hätte er es wirklich sehen müssen? Jeder stellt mir diese Frage, sogar damals in der Kinderklinik hatten mich Ärzte gefragt.Es bedrückt mich mehr und mehr…
und könnte diese Nieren-Beckenentzündung irgendwie mit der Vorgeschichte zusammenhängen??

Ich hoffe, jemand kann meine Frage(n) beantworten!!
Vilen Dank dafür!!
Liebe Grüße Kati

Meines Wissens sind die diagnostischen Möglichkeiten eines Frauenarztes sehr eingeschränkt, es gibt eine Menge Krankheiten die er nicht feststellen kann (Und dazu gehört wohl auch ein Darmverschuss). Ob er ein Fehler gemacht hat, kann hier nicht geklärt werden. Es kann sich keiner ein Urteil erlauben da uns die komplette Krankengeschichte nicht bekannt ist. Entweder du suchst das Gespräch mit deinem Frauenarzt (viele Ärzte reagieren positiv falls man das Thema subtil anspricht) oder aber du schilderest deinen Sachverhalt einen anderen Frauenarzt, der ist dann eher in der Lage die Situation zu bewerten.

Ich hatte in der Vergangenheit auch schon öfters Probleme mit Ärzten und man muss sich immer sagen: Das sind auch nur Menschen die sich ihre Fehler häufig zu Herzen nehmen…

Hallo,
vielen Dank für die Antwort.
Ich will natürlich niemandem irgendetwas unterstellen. Ich würde nur gerne wissen, ob mein Frauenarzt hätte sehen können, dass es meinem Baby bei dem letzte CTG nicht so tolle ging. Ich wollte ihn schon darauf ansprechen, ich weiss halt nicht wie. Ich bin mit ihm immer sehr zufrieden gewesen, deswegen fällt es mir schwer, ihn anzusprechen.

Liebe Grüße
Kati