Hallo zusammen,
bei mir steht morgen ein kleiner Eingriff (Extraktion eines leicht „dubiosen“ Muttermals) an. Von der Hautarztpraxis, wo das gemacht werden soll, wurde mir ein Infoblatt mitgegeben, auf dem u.a. steht, daß man 8 Tage vor und nach der Operation kein Aspirin o.ä. nehmen soll. Nun hatte ich aber gestern starke Kopfschmerzen und „mußte“ sozusagen ein Aspirin (ASS+C, 600 mg Brausetablette) nehmen (ich war auswärts und etwas anderes war nicht verfügbar).
Die Sprechstundenhilfe in der Praxis, wo ich vorhin mal angerufen hatte, meinte, das sollte kein großes Problem sein. Als Laie denke ich das prinzipiell auch, weil es ja schließlich nur ein „Mini-Eingriff“ ist (das Muttermal ist nicht mal einen halben Zentimeter groß) und keine große OP. Andererseits denke ich mir, daß die das bestimmt nicht aus Jux und Dollerei auf den Infozettel schreiben. Und die Sprechstundenhilfe klang mir irgendwie nicht 100%ig überzeugend.
Was meint ihr? Könnte die Einnahme dieser einen Brausetablette 2 Tage vor dem Eingriff tatsächlich Probleme verursachen? Sollte ich das Ganze vielleicht lieber verschieben? Oder mache ich mir gerade selber ein Problem, wo keines ist?
Vielen Dank und Gruß
„Raven“
Hallo zusammen,
Hallo,
bei mir steht morgen ein kleiner Eingriff (Extraktion eines
leicht „dubiosen“ Muttermals) an. Von der Hautarztpraxis, wo
das gemacht werden soll, wurde mir ein Infoblatt mitgegeben,
auf dem u.a. steht, daß man 8 Tage vor und nach der Operation
kein Aspirin o.ä. nehmen soll. Nun hatte ich aber gestern
starke Kopfschmerzen und „mußte“ sozusagen ein Aspirin (ASS+C,
600 mg Brausetablette) nehmen (ich war auswärts und etwas
anderes war nicht verfügbar).
Die Sprechstundenhilfe in der Praxis, wo ich vorhin mal
angerufen hatte, meinte, das sollte kein großes Problem sein.
Als Laie denke ich das prinzipiell auch, weil es ja
schließlich nur ein „Mini-Eingriff“ ist (das Muttermal ist
nicht mal einen halben Zentimeter groß) und keine große OP.
Andererseits denke ich mir, daß die das bestimmt nicht aus Jux
und Dollerei auf den Infozettel schreiben. Und die
Sprechstundenhilfe klang mir irgendwie nicht 100%ig
überzeugend.
Was meint ihr? Könnte die Einnahme dieser einen Brausetablette
2 Tage vor dem Eingriff tatsächlich Probleme verursachen?
Sollte ich das Ganze vielleicht lieber verschieben? Oder mache
ich mir gerade selber ein Problem, wo keines ist?
Das Absetzten des ASS ist erforderlich bei täglicher Einnahem, das einmalige Einnehmen macht da keine komplikationen. Hättest du es jetzt länger wie eine woche jeden Tag eingenommen dann müsste man den Termin verschieben, da ASS blutverdünnend wirkt.
Grüsse
Vielen Dank und Gruß
„Raven“
Hallo,
sag dem Arzt auf jeden Fall vor dem Eingriff, daß du Aspirin genommen hast. Ich war in der gleichen Situation, und bekam einen Anschiss, warum ich das nicht vorher gesagt habe.
Die Gefäße mussten nach dem Eingriff mit einem speziellen Gerät elektrisch „verkocht“ werden, da die Blutung nicht aufhörte.
Gruß,
Woody
Das Absetzten des ASS ist erforderlich bei täglicher Einnahem,
das einmalige Einnehmen macht da keine komplikationen. Hättest
du es jetzt länger wie eine woche jeden Tag eingenommen dann
müsste man den Termin verschieben, da ASS blutverdünnend
wirkt.
Auch die einmalige Einnahme von Aspirin hat einen blutverdünnenden Effekt. Auch dies kann Einfluss auf den Eingriff haben. Man sollte grundsätzlich in der Woche vor dem Eingriff komplett auf Acetylsalicylsäurehaltige Präparate verzichten… auch auf die einmalige Einnahme.
1 „Gefällt mir“
Hallo
bei mir steht morgen ein kleiner Eingriff (Extraktion eines
leicht „dubiosen“ Muttermals) an.
Excision
Die Extraktion will ich dir nicht wünschen 
Als Laie denke ich das prinzipiell auch, weil es ja
schließlich nur ein „Mini-Eingriff“ ist (das Muttermal ist
nicht mal einen halben Zentimeter groß) und keine große OP.
Keine große OP… aber man sollte bei der Excision beachten, dass, wenn es nicht gerade gestanzt wird, die Wunde auf Grund des schiffchenförmigen Ausschneidens ca. 3 - 4 x so lang wird, um eine gute Adaptation der Wundränder zu ermöglichen und das Aufwerfen der Wundränder gerade in den Eckbereich zu verhindern. Dadurch wird das kleine Muttermal doch ein bißchen größer rausgeschnitten.
Andererseits denke ich mir, daß die das bestimmt nicht aus Jux
und Dollerei auf den Infozettel schreiben. Und die
Sprechstundenhilfe klang mir irgendwie nicht 100%ig
überzeugend.
Was meint ihr? Könnte die Einnahme dieser einen Brausetablette
2 Tage vor dem Eingriff tatsächlich Probleme verursachen?
Sollte ich das Ganze vielleicht lieber verschieben? Oder mache
ich mir gerade selber ein Problem, wo keines ist?
Ich würde morgen nochmals den Arzt darauf hinweisen… dann weiß er, worauf er sich einlässt und kann entsprechend mit gutem, flächigen Wundverband oder blutstillenden Kompressen und und und reagieren und er kann das Risiko einer Einblutung, Nachblutung usw. besser einschätzen.
Liebe Grüsse.
Danke, dass Du darauf hingewiesen hast, BlutenderEngel: ASS ist ein irreversibler COX-Hemmer, d.h. die Funktion der Thrombozyten (weißen Blutplättchen) ist auch schon nach einer Dosis für die gesamt Lebensdauer (rd. acht Tage) gestört.
Trotzdem wird ASS heutzutage bei kaum noch einem Eingriff abgesetzt, da es meist aus gutem Grund (und meist nicht als Schmerzmittel) eingenommen wird und die perioperative Blutungsneigung nur gering erhöht ist. Eine Ausnahme sind z.B. Eingriffe im Schädel und an der Prostata. In Deinem Fall brauchst Du KEINE Angst zu haben, dass Dir ein Nachteil daraus erwächst, evtl. muss etwas sorgfältiger blutgestillt werden oder etwas länger die Wunde (manuell) komprimiert werden - Ende.
Gruß,
Manticor
1 „Gefällt mir“
danke an alle :o)
Hallo zusammen,
erstmal herzlichen Dank an alle für die Antworten.
Excision
Die Extraktion will ich dir nicht wünschen 
Ich wußte nur noch, es war irgendwas mit Ex…ion! *gg* Bin halt ein „medizinischer Depp“. ;o)
Ich würde morgen nochmals den Arzt darauf hinweisen… dann
weiß er, worauf er sich einlässt und kann entsprechend mit
gutem, flächigen Wundverband oder blutstillenden Kompressen
und und und reagieren und er kann das Risiko einer Einblutung,
Nachblutung usw. besser einschätzen.
Super, genau so werde ich es machen.
Danke nochmal und viele Grüße
„Raven“
(bald um eine Narbe reicher)
By the way
Hallo,
wo ihr grad beim Thema seid:
Immer wieder liest man, dass eine regelmässige Einnahme
von Aspirin über Jahre hinweg, gesundheitsfördernd und
krebsmindernd sein soll.
Neben den hier erwähnten Problemen, bei einem etwaigen
Eingriff, sind ja wohl auch Probleme bei einer
Verletzung oder gar einem Unfall zu erwarten.
Wie sieht denn der aktuelle Stand aus?
Macht das Sinn und wenn ja wie hoch soll die
Dosierung sein? Wirkt schon eine halbe Tablette
so blutverdünnend, dass es Probleme geben könnte?
Nein, ich spiele noch nicht mit dem Gedanken,
mich erstaunt nur, dass dieses Thema immer
wieder grasiert, selbst in niveauvollen Medien.
Gruß
ST