Asthma bronchiale

Hallo,

habe seit Jahren Asthma, welches sich nur für c.a. 2-3 Monate im Sommer und nur in der Nacht bemerkbar macht, indem ich durch eine sich langsam anschleichende Atemnot wach werde.

Mein Hausarzt verschrieb mir jahrelang ein Spray, was ich erst in der Nacht nahm, nichts zur Vorbeuge.

Jetzt bin ich seit einem Jahr bei einem Lungenfacharzt, bei dem ich mich sehr gut aufgehoben fühle. Und nun zu meiner

Frage: Er erklärte mir, dass Asthma eine dauernde Entzündung der Bronchien sei, die immer da ist, aber in meinem Fall nur 2-3 Monate im Jahr zu spüren sei, Wahrnehmung spiele ebenfalls eine Rolle. Er rät mir nun eine Therapie mit Kortison ( in Pulverform). Das ist ein Diskus, den ich jeden Tag 2 mal nehmen soll, bis zum Spätherbst um dann einen neuen Lungenfunktionstest zu machen.

Ich bin grundsätzlich gegen Medikamente, wenn es nicht zwingend nötig ist. Er weiß das und sagte es könne durch Nichtbehandlung zu irreversiblen Schäden der Bronchien kommen.

Sein Ziel ist es, dass wir soweit kommen, nie wieder ein Spray nehmen zu müssen, keine akkute Atemnot in der Nacht ect.

Er ist spitze, dennoch frage ich nach Eurer Meinung zu seinem Vorschlag und Erläuterungen.

Freue mich sehr über ähnliche Berichte, Hilfe und Tips.

Frage: Er erklärte mir, dass Asthma eine dauernde Entzündung
der Bronchien sei, die immer da ist, aber in meinem Fall nur
2-3 Monate im Jahr zu spüren sei, Wahrnehmung spiele ebenfalls
eine Rolle. Er rät mir nun eine Therapie mit Kortison ( in
Pulverform). Das ist ein Diskus, den ich jeden Tag 2 mal
nehmen soll, bis zum Spätherbst um dann einen neuen
Lungenfunktionstest zu machen.

Ich bin grundsätzlich gegen Medikamente, wenn es nicht
zwingend nötig ist. Er weiß das und sagte es könne durch
Nichtbehandlung zu irreversiblen Schäden der Bronchien kommen.

Sein Ziel ist es, dass wir soweit kommen, nie wieder ein Spray
nehmen zu müssen, keine akkute Atemnot in der Nacht ect.

Er ist spitze, dennoch frage ich nach Eurer Meinung zu seinem
Vorschlag und Erläuterungen.

Freue mich sehr über ähnliche Berichte, Hilfe und Tips.

Guten Tag,

der Vorschlag Ihres Arztes ist vollkommen richtig. Die inhalative Cortisongabe stellt eine verträglich und sehr gut Wirksame Methode dar, das Asthma bronchiale dauerhaft zu „heilen“. Sie brauchen keine Angst vor Nebenwirkungen zu haben, da das Cortison durch die Inhalation auch nur an den Lungen wirkt und so gut wie gar nicht auf den gesamten Organismus.

Asthma sollte man rigoros therapieren, da bei häufigen Asthmaanfällen über Jahre hinweg irreversible Erweiterungen der Lungenbläschen, ein Lungenemphysem, entstehen können.

Gruss, Dr. med. Abraxas

Hallo Janina,

aus eigener Erfahrung kann ich Dich beruhigen: Asthma kann sich mit der Zeit weiterentwickeln - mein Lungenfacharzt spricht oft von der sog. Asthma-Karriere. Mag es in Deinem Fall lange Zeit ausreichend gewesen sein, in den betreffenden Wochen ein spontanwirksames bronchialerweiterndes Spray zu nehmen so kann sich das durchaus verändert haben.

Das ist aber kein Grund zur Panik denn die Cortison-Sprays (oder Diskus) sind so minimal dosiert, daß sie auf den restl. Körper keine Auswirkungen haben. Die Entzündung wird bekämpft und das ist gut so und wirklich wichtig.

Oft wird das Cortison auch in Kombination mit einem anderen, langwirksamen bronchialerweiternden Beta2-Präparat verschrieben.

Fazit: was Dein Lungenarzt vorhat ist richtig, wichtig und es besteht kein Grund zur Panik.

Alles Gute weiterhin,
cu
Klaus

Sie brauchen keine Angst vor Nebenwirkungen zu
haben, da das Cortison durch die Inhalation auch nur an den
Lungen wirkt und so gut wie gar nicht auf den gesamten
Organismus.

Asthma sollte man rigoros therapieren, da bei häufigen
Asthmaanfällen über Jahre hinweg irreversible Erweiterungen
der Lungenbläschen, ein Lungenemphysem, entstehen können.

Gruss, Dr. med. Abraxas

Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben.
Das beruhigt mich, denn allgemein hat der Begriff Cortison etwas Negatives an sich. Kann Cortison dennoch einen „Schaden“ im Organismus anrichten?
Und was ist ein Lungenemphysem?

Fazit: was Dein Lungenarzt vorhat ist richtig, wichtig und es
besteht kein Grund zur Panik.

Alles Gute weiterhin,
cu
Klaus

Vielen Dank Klaus, man wird halt skeptisch. Selber weiß man nicht viel darüber und denkt es könnte auch andere Methoden zur Behandlung geben, die vielleicht sinnvoller bzw. verträglicher und schonender sind.