mein Freund hat jetzt schon seit 4 Monaten Atemnot und dahergehende Anfälle in denen er durch zu schneller Atmung hyperventiliert und anfängt zu krampfen. Anfangs verspürte er ein Kloßgefühl und seine Ärztin hielt es für ein psychisches Problem. Nach etlichen Untersuchungen in denen nichts gefunden wurde, schickte man ihn für zwei Wochen in eine Klinik mit dem Schwerpunkt Psychosomatik. Leider, half ihm auch das nicht. Seine Ärztin versuchte es dann mit Physiotherapie und siehe da, das Problem mit dem Kloß hat sich nahezu erledigt. Letzte Woche ging es ihm viel besser und wir dachten alle schon er könne wieder arbeiten, doch leider ging es dann von vorne los nur ging die Atemnot nun aus der Brustgegend aus. Als ob in jemand ganz arg umarmen würde, so beschreibt er das. Er ist auch appetitlos und wenn er die richtige Position zu liegen findet wird es manchmal besser. Die Anfälle sind seit Februar fast verschwunden, weil er sie „unterdrücken“ kann. Im letzten CT hat man herausgefunden, dass seine Milz und Leber vergrößert sind, könnte er davon diese Atemnot bekommen? Ist das gefährlich?
Ich schreibe euch, weil ich ihn nicht mehr so sehen kann und hoffe, dass vllt hier jemand ne Ahnung haben könnte. Vielen Dank schon mal.
Hallo,
ohne genaue Befunde kann man da leider nur Vermutungen anstellen und damit ist euch sicher nicht geholfen. Wenn die Durchuntersuchung (Blutbild, Lungenfunktion etc.) in Ordnung war, würde ich das mit der Leber- und Milzvergrößerung vorerst nicht all zu ernst nehmen.
Kann sich um Panikatacken handeln.
Sorry, aber eine derart komplexe Fragestellung kann und darf man beim besten Willen nicht per Internet beantworten. Das gehört in die Gand eines Spezialisten, wobei ich Ihnen anhand Ihrere Schilderungen nicht einmal empfehlen könnte, aus welchem Fachgebiet der Kollege sein sollte. In solchen Fällen hat es sich immer bewährt, sich an den Hausarzt zu wenden. Dieser kennt den Patienten im Idealfall langjährig, d. h. bereits vor dem Auftreten der Beschwerden und sollte sämtliche Untersuchungen als Lotse koordinieren. Mit freundlichen Grüßen Dr. S. F.
Hallo zusammen,
mein Freund hat jetzt schon seit 4 Monaten Atemnot und
dahergehende Anfälle in denen er durch zu schneller Atmung
hyperventiliert und anfängt zu krampfen. Anfangs verspürte er
ein Kloßgefühl und seine Ärztin hielt es für ein psychisches
Problem. Nach etlichen Untersuchungen in denen nichts gefunden
wurde, schickte man ihn für zwei Wochen in eine Klinik mit dem
Schwerpunkt Psychosomatik. Leider, half ihm auch das nicht.
Seine Ärztin versuchte es dann mit Physiotherapie und siehe
da, das Problem mit dem Kloß hat sich nahezu erledigt. Letzte
Woche ging es ihm viel besser und wir dachten alle schon er
könne wieder arbeiten, doch leider ging es dann von vorne los
nur ging die Atemnot nun aus der Brustgegend aus. Als ob in
jemand ganz arg umarmen würde, so beschreibt er das. Er ist
auch appetitlos und wenn er die richtige Position zu liegen
findet wird es manchmal besser. Die Anfälle sind seit Februar
fast verschwunden, weil er sie „unterdrücken“ kann. Im letzten
CT hat man herausgefunden, dass seine Milz und Leber
vergrößert sind, könnte er davon diese Atemnot bekommen? Ist
das gefährlich?
Ich schreibe euch, weil ich ihn nicht mehr so sehen kann und
hoffe, dass vllt hier jemand ne Ahnung haben könnte. Vielen
Dank schon mal.
Ich fürchte die angaben reichen nicht aus, um einen zusammenhang herstellen oder wiederlegen zu können. Die abklärung wird es ja zeigen, denn ich denke, dass man die gründe versuchen wird herauszufinden. Man kann natürlich, wenn man es darauf anlegt einen zusammenhang herstellen, aber das wird dann schon sehr speziell.
Leber-und Milzvergrößerung hat primär erstmal nichts mit Atemnot zu tun, kann aber Ausdruck einer inneren Erkrankung sein. Dazu müßte man weitere Bluttests (u.a. Blutbild groß (Eosinophilie?), BKS, LDH, CRP) und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchführen. Dort kann man die vergrößerte Milz und Leber nochmal besser darstellen als im CT. Das macht ggf auch ein Internist.
Zur Atenmot: Es hört sich ja tatsächlich an wie eine psychosomatische Ursache. Zwei Wochen in einer Klinik hört sich für mich doch sehr kurz an, warum wurde das abgebrochen?
Eine Sache sollte man bei Hyperventilation und Panikstörungen immer noch ausschließen: ein Phäochromocytom, eine ganz seltene gutartige Neubildung in der Nebenniere, die dazu führt, daß immer wieder unvermittelt Adrenalin ausgeschüttet wird, was zu Herzrasen, Panikanfällen und Hyperventilation führen kann. Dazu muß im Blut und /oder im Urin ein bestimmter Wert bestimmt werden (freie Metanephrine, Vanillinmandelsäure).
Gruß, JT