Atemnot in Ruhe und kein Befund

Hallo ihr,

angefangen hat alles vor 1,5 Jahren. Damals habe ich noch regelmäßig gekifft. Mit einem Mal merkte ich wie ich beim Kiffen das Gefühl hatte nicht genug Luft zu kriegen. Ich brauchte danach auch immer sehr lange zum Einschlafen, da ich über jeden Atemzug nachgedacht habe.
Irgendwann fingen dann die Atemprobleme auch nach normalem Rauchen an. Irgendwann dann auch wenn ich Alkohol getrunken habe, besonders am nächsten Tag. Auch von Kaffee kriegte ich die Atemnot. Einmal war es nach so schlimm, dass ich regelrecht Panik gekriegt habe und abgesehen davon, dass es extrem unangenehm ist Atemnot zu habe, auch dacht ich hätte ernsthaft gesundheitliche Probleme. Der Besuch in der Notfallklinik brachte jedoch kein Ergebnis. Die Tage danach war die Atemnot dann weiterhin da, auch ohne Rauchen oder Alkohol.

Ich habe danach komplett aufgehört zu Kiffen und nur noch ab und zu geraucht. Ausserdem habe ich einen Lungenfunktionstest beim Pneumologen und einen Komplettcheck beim Hausarzt machen lassen. Beides Ergebnislos. Es wurde dabei auch ein Herztest und dann beim Internisten eine Magenspiegelung gemacht (hatte da früher öfter Probleme mit), beides auch unauffällig.

Danach wurde ich vom Hausarzt zum Psychologen geschickt, da Stress als Auslöser in Frage kam. Nach 10 Sitzungen kam der jedoch zu dem Schluss, dass dies als Auslöser so gut wie ausgeschlossen ist, da ich sehr ausgeglichen sei. Auch eine Behandlung beim Physiotherapeuten brachte keine Besserung.

Ich scheine also körperlich fit zu sein, das Gefühl der Atemnot bleibt aber fast durchgängig und ist extrem unangenehm, teilweise kriege ich regelrecht Panik.
Besonders schlimm ist es beim Einschlafen, in Stressigen Situationen (z.B. Vorstellungsgespräch), als Beifahrer und im Kino. Ich trinke mitlerweile so gut wie keinen Alkohol, rauche nicht und nehme kein Koffein zu mir (nach einem Kaffee wird die Atemnot mitlerweile wirklich extrem).

Besser wird die Atemnot immer dann wenn ich abgelenkt bin, also z.B. beim Computerspielen, aber komischerweise auch beim Sport, solange der nicht an die Grenzen geht. Magnesumtabletten und Salbeidragees haben nicht geholfen (Tipp aus einem Forum).

Wenn die Atemnot kommt fühlt es sich meist so an, als wäre meine Bauchgegend (Zwerchfell?) verkrampft und ich habe nur dann das Gefühl genug Luft zu kriegen wenn ich ausgiebig gähne und auch das klappt nur selten (und macht sich bei der Arbeit nicht wirklich gut).

Hat jemand von euch ähnlich Probleme oder kennt jemanden mit den gleichen Problem? Oder wisst ihr vielleicht sogar was helfen könnte?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruß,

Stefan

Kann nivht helfen! Hausarzt fragen

Hallo Stephard,

ich bin Christ und möchte dir auf geistlichem Gebiet antworten. Du kannst ja selbst entscheiden, ob du es lesen möchtest oder nicht.

Erst nach dem Kiffen ist es also dazu gekommen… also ist die Möglichkeit, dass es direkt damit zusammen hängt nicht unbedingt auszuschließen.

Also, nimm mal an, dass es den Gott der Bibel wirklich gibt. Er beschreibt sich darin so, dass er ausnahmslos jeden Menschen liebt. Gott will, dass jeder einzelne Mensch gerettet wird und keiner verloren geht. Dass praktisch aber viele verloren gehen, das ist deren Schuld, weil sie niemals Jesus als ihren Herren angenommen haben.

Gott lässt es oft genug zu, dass es uns Menschen manchmal echt mieß geht. Dies dient aber zu unserem Besten, es fordert uns heraus, zu Gott zu schreien, auch, wenn diese Leute im normalen Leben Atheisten waren. Vielleicht ist diese „Krankheit“ von dir in etwa solches.

Was also nicht schaden kann, das ist, einfach mal im Namen Jesu (ganz wichtig) zu Gott zu …flehen. Dazu ist es NICHT sehr wichtig, dass du „fest“ daran glaubst. Ein kleiner Glaube reicht da schon aus. Glaube also ja nicht, dass dies psychosomatische Wirkungen hätte.
Gott wirkt wann und wo er will. Das heißt also, dass die Erhörung deines Gebetes nicht sicher ist.

Nur, du solltest wissen, dass Gott dir mit einer eventuellen Heilung einen Wink gibt. Also einen ausschließlich für dich gültigen Beweis (oder Hinweis)auf seine Existenz. Das bedeutet also im Rückschluss, dass du dein bisheriges Leben überdenken müsstest.

Bete zu Gott, in Jesu Namen, wenn etwas passieren sollte, möchte ich dir gerne mehr erzählen.

Grüße

hi stefan!

hm, das was du mir beschreibst, kommt mir verdammt bekannt vor! :wink:
was mich jedoch wundert ist, dass eine therapie da nicht weitergeholfen hat.
warst du bei einem psychotherapeuten oder bei einem psychiater (mediziner)?
ich hab die erfahrung gemacht, dass psychiater das ganze ein wenig anders angehen.
es gibt ja auch 100.000 verschiedene therapieformen, weißt du, welche du in anspruch genommen hast?

ma ich überleg grad, was ich alles schreiben kann, aber das würde hier echt den rahmen sprengen.
ich kann dir ein gutes buch empfehlen, das mir sehr viel weitergeholfen hat, vorallem erklärt hat, warum der körper mit panik/angst/atmung/herzrasen/magenweh… reagiert.
„wenn plötzlich die angst kommt“ von roger baker
isbn 978-3-417-20555-8 Buch anschauen
es ist gut geschrieben/erzählt, berichtet von patienten, in dem man sich sogar selbst sieht oder einem die situation bekannt vorkommt, die dann aufgesplitert wird, warum es zu so einer szene gekommen ist…

bei mir war das problem, dass ich unter unbewußten kontrollzwang und perfektionismus gelitten habe. alles musste so funktionieren, wie ich es mir vorstellte, und WEHE es wich von dem ein wenig ab. unwohl fühlen, bauchschmerzen, herzklopfen, auf einmal angst umzufallen, herzinfarkt zu bekommen, flucht-gedanke…
es hat mir sehr geholfen zu erfahren, wie der körper reagiert, warum er das macht. das alleine hat schon die halbe heilung erzielt. dann noch etwas lebensumstand umkrempeln, ruhiger und gelassener werden, mit psychiater über ängste, zunkunft und ziele quatschen und voilá es geht wieder den berg rauf.
die magensache kenn ich auch, hab auch eine magenspiegelung hinter mir und fakt war, dass wenn es mir zuviel wird (arbeit, kinder, umgebung, vorsätze,…) mein magen als erster mit mir spricht. das heißt dann: ganz zurück nehmen, überdenken, was man gerade macht, ob das richtig ist, wie ich es langsamer angehen kann usw.
es ist anfangs verdammt mühsam alles zu hinterfragen, überdenken und leben umzurekmpeln, aber es ist notwendig, wenn es nicht noch weiter nach unten gehen soll.

wenn du willst können wir gern in verbindung bleiben, tauschen gedanken usw aus, erzählst mir weiter von deinem leben und erfolge! :smile:
ich höre immer gerne zu, wie es anderen ergeht und ergangen ist, welche mittel sie für sich selbst finden (wie dein gähnen…ich mach das nämlich auch).

ich wünsch dir derweil mal alles gute!
liebe grüße
sbutnic

Hi,

danke erst mal für die Antworten.

@Nicola

Wie hat das denn bei dir angefangen und wie geht es dir jetzt?

Ich denke, dass ich einfach viel zu viel von mir und meinem Leben erwarte, nie damit zufireden bin was ich habe und ständig das Gefühl habe „der Zug ist abgefahren“.

Werde mir das Buch mal holen und hoffe, dass es mir hilft, denn von alleine geht das Problem nicht weg, sondern wird eher noch größer.

Manchmal ist die Atemnot so extrem, dass ich nachts kaum schlafe und dann am nächsten Tag total fertig bin.

Würde mich freuen mit dir in Kontakt zu bleiben, zur Zeit fühle ich mich mit dem Problem nämlich ziemlich alleine.

Liebe Grüße,
Stefan

Hi Stefan!

Magst du mir deine private Mailadi geben?
Dann antworte ich dir so zurück!

LG

Ich habe seit ca. einem halben Jahr genau das gleiche Problem. Lebe seit je her gesund, mache seit ein paar Jahren auch genügend Sport, habe keine bekannten Allergien und bin auch wirklich kein gestresster Mensch :smiley:. Habe nie geraucht und hatte auch nie viel mit Rauchern zu tun, aber seit 2 Jahren kiffe ich, aber selten. Im Schnitt ein Joint alle 2 wochen.
Daher schließe ich das als Grund auch schon fast aus, schließlich ist das wirklich wenig…

Auch bei mir tritt die Atemnot ausschließlich in Ruhesituationen auf und nur Ablenkung hilft (Computerspielen, schnell Treppen laufen). Hast du schon etwas neues dazu herausgefunden?

Wird das denn bei dir durch irgendwas verstärkt? Bei mir wird ja vor allem durch Alkohol und Koffein richtig schlimm, dann geht schön fast Richtung Panik. So wirklich was rausgefunden hab ich nicht, ein Arzt meinte nur mal es könnte was mit dem vegetativen Nervensystem zu zu tun haben. ist halt komisch, dass das bei uns beiden irgendwie mit Kiffen in Verbindung steht.

Ich habe seit ca. einem halben Jahr genau das gleiche Problem.

Lebe seit je her gesund, mache seit ein paar Jahren auch
genügend Sport, habe keine bekannten Allergien und bin auch
wirklich kein gestresster Mensch :smiley:. Habe nie geraucht und
hatte auch nie viel mit Rauchern zu tun, aber seit 2 Jahren
kiffe ich, aber selten. Im Schnitt ein Joint alle 2 wochen.
Daher schließe ich das als Grund auch schon fast aus,
schließlich ist das wirklich wenig…

Auch bei mir tritt die Atemnot ausschließlich in
Ruhesituationen auf und nur Ablenkung hilft (Computerspielen,
schnell Treppen laufen). Hast du schon etwas neues dazu
herausgefunden?

Okay habs mal ausprobiert und konnte nach Kaffee und Alkohol keine Verstärkung der Symptome beobachten.

Dafür habe ich etwas anderes herausgefunden:
Wenn ich mich selbst davon überzeugt habe, dass ich garnicht tiefer und schneller atmen muss und es schaffe irgendwo im Brustbereich zu entspannen, verfliegt die Luftnot. Als ich es das erste Mal geschafft habe, war es noch echt ein Wunder und hat mich auch wirklich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass das Problem bei mir nur psychischer Natur gewesen sein konnte, hab mich schließlich immer für psychisch sehr gesund und willensstark gehalten. Und ich war auch immer ein sehr entspannter und ruhiger Mensch…
Vielleicht hilft dir das ja weiter und du kannst eine ähnliche Technik entwickeln, falls bei uns überhaupt das gleiche Problem bestand.
Viel Glück