Atemzugvolumen - was sagt es aus?

Hallo zusammen,

ich habe nochmal eine Frage, diesmal geht es um das Atemzugvolumen. Mein Doc teilte mir gestern mit, dass meine Werte im zweistelligen Bereich seien, normal wären 300-400.
Ich nehme also zu wenig Luft auf, okay. Aber was bedeutet ein niedriger Wert auf Dauer? Können dadurch allein Schäden entstehen? Der Doc hat leider nicht viel dazu gesagt, außer dass er mir zu einer OP raten würde und das war’s.

LG,
Wheely

Hi,

ein normales Atemzugvolumen liegt in Ruhe bei ca. 500 ml, bei Belastung geht das über 2500ml. Bist Du sicher, dass Deines unter 100ml liegt?

Ich glaube nicht, dass das möglich ist, da das weniger als der Totraum (150ml) ist, Du also gar keine Luft in die Lunge bekämst. Das wär in der Tat sehr gesundheitsabtragend^^.

Muss also irgendein anderer Wert sein. Frag hier am besten nochmal nach!

Schöne Grüße, Bernhard.

Hallo Bernhard,

danke für deine Antwort.
Also ich hatte den Arzt konkret auf die Werte meiner Atmung angesprochen und bekam daraufhin diese Antwort. Allerdings ging es halt um die Nasenatmung.
Ich musste mir ein Messchlauch in jeweils ein Nasenloch stecken, Maske aufsetzen und dann ein- und ausatmen.
Wüsste nicht, was es sonst sein sollte…

Den Rest Atemluft hol ich mir wohl über Mundatmung rein; beim Test musste der Mund aber geschlossen sein. Zählt denn für das Atemzugvolumen beides? Oder nur die Atemluft über die Nase?

LG,
Wheely

Moin,

ich habe nochmal eine Frage, diesmal geht es um das
Atemzugvolumen. Mein Doc teilte mir gestern mit, dass meine
Werte im zweistelligen Bereich seien, normal wären 300-400.

300-400 was?
Maikäfer, ml, Frösche, Liebesperlen oder was?

So läßt sich Deine Frage nicht beantworten!

Gandalf

Hallo Gandalf,

näheres ließ der Doc leider nicht verlauten. Ich hab es in dem Moment auch nicht so realisiert muss ich zugeben. Es ging ja um Atmungswerte (danach hatte ich ihn zumindest gefragt, worauf die Aussage im Ausgangsposting bekam) und die werden soweit ich bisher weiß in ml angegeben.

LG,
Wheely

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Hallo Bernhard!

Das Totraumvolumen wird hat mit dem Atemzugvolumen nichts zu tun. Mit Atemzugvolumen ist tatsächlich nur der „bewegliche“ Teil des Lungenvolumens gemeint. Das Totraumvolumen steht zur Belüftung nicht zur Verfügung.

Gruß
finnie

Hi Finnie,

bist Du da sicher?

Laut Pschyrembel ist das AZV das „Luftvolumen, das pro Atemzug eingeatmet wird; 0,5 l (7–8 ml/kg KG)“

Ich seh da nichts, dass da der Totraum noch draufgeschlagen wird.

Auch hier steht, das das Totraumvolumen im AZV enthalten ist:

http://books.google.de/books?id=pQ_6Xq5a454C&pg=PA50…

Wenn du nur 150ml einschnaufst, bewegst Du halt nur den Totraum (Pendelatmung) .

Sowie ich unseren Fragesteller aber verstehe, gehts hier aber eh nicht um das AZV, sondern nur um das, was über die Nase eingeatmet wird. Deswegen auch die Idee mit der OP (wohl eine Nasenscheidewandbegradigung o.ä.).

Folgen von behinderter Nasenatmung: Es wird vermehrt durch den Mund geatmet. Dadurch trocknet die Rachenschleimhaut zunehmend aus. Das führt dann häufig zu Katarrhen des Rachens und des Kehlkopfs.Des Weiteren ist man anfällig für Infektionen der Bronchien und der Atemwege. Vorbestehende Entzündungen gehen schnell in eine chronische Verlaufsform über. Oft schnarcht man auch wie ein Bär oder bekommt Kopfschmerzen von sowas.

Grüße, Bernhard.

Hallo Bernhard,

es ging letztlich um eine Nasenscheidewand-OP, korrekt. Zur Krümmung kommen noch chronisch geschwollene Schleimhäute hinzu. Deswegen ist die Nase wohl ziemlich dicht.

Mundatmuung liegt schon vor, aber bislang ohne Probleme, außer Schnarchen. Zählt zum AVZ dann die Nasenatmung plus Mundatmung? Wie gesagt beim Test durfte ich nur durch die Nase atmen.

LG,
Wheely

Hallo Berhard!

Du hast Recht! Hatte das so in Erinnerung, dass der Totraum das Volumen bezeichnet, dass zum „Offenhalten“ der Lunge dient und aktiv (ausser bei Tod) nicht ausgeatmet werden kann. Daraus hatte ich geschlossen, dass das Volumen nicht beim AZV beinhaltet ist. Sorry :wink:

Aber was das nun für den Fragesteller bedeutetn weiß ich auch nicht… :wink:

Gruß
finnie

Hi Wheely,

da gehört alles dazu, was Du in einem Atemzug einatmest, egal ob durch Mund oder Nase.

Bei Dir hat man eine Rhinomanometrie gemacht und und den Volumenstrom gemessen, der durch die Nasenlöcher geht. Der wird in ml pro Sekunde angegeben und entspricht den von Dir angegebenen Durchschnittswerten von 300-400. Das ist also was ganz anderes.

Grüße, Bernhard.

Hallo Bernhard,

danke erstmal für die Aufklärung. Was bedeutet es denn dann für die Atmung, wenn die Werte nur zweistellig sind? Kann man über den Mund überhaupt genug Restvolumen einholen oder bedeutet es trotzdem eine dauerhafte Unterversorgung für den Körper?

Ich muss dazu sagen, ich scheue die Nasen-OP nämlich. Ich hab Gutes und Negatives gesehen, gelesen, gehört und es ist mir ehrlich gesagt zu ungewiss. Ich würde es also nur in äußerster Not machen lassen wollen.

LG,
Wheely

Ich musste mir ein Messchlauch in jeweils ein Nasenloch
stecken, Maske aufsetzen und dann ein- und ausatmen.

Und die Nase war frei?

Wüsste nicht, was es sonst sein sollte…

Das Atemzugvolumen ist das Volumen, was bei jedem Atemzug ein- und ausgeatmet wird.

Den Rest Atemluft hol ich mir wohl über Mundatmung rein; beim
Test musste der Mund aber geschlossen sein. Zählt denn für das
Atemzugvolumen beides?

Ja. Stell dir vor, man würde das Volumen direkt in der Luftröhre messen. Ganz egal, wo die Luft her kommt, alles zählt.

Wenn Du bei Nasenatmung nur ein AZV von weniger als 100ml erreichst (und kein Kleinkind bist!), dann behindert etwas die Atmung. Dauerhaft wirst du dann auch nicht alleine durch die Nase atmen können, denn AZV

Hallo xstrom,

ja, die Nase war frei, soweit ich das sagen kann. Von der schiefen Nasenscheidewand und den geschwollenen Schleimhäuten wusste ich schon. Was überraschend war, war die Tatsache, dass die Werte auch tagsüber so schlecht sind. Man ging bisher nur von Nachtproblemen (Schlaf-Apnoe-Syndrom) aus.

Wie gesagt, mich interessiert, ob man so auch leben kann, was mich auf Dauer bei Unterversorgung erwarten könnte oder ob die OP unbedingt sein muss? Ich bin was den Erfolg einer OP angeht eher skeptisch.

LG,
Wheely

Hi Wheely,

wenn Du Dich z.B. beim Laufen sehr anstrengst, atmest Du dann über die Nase oder über den Mund? Natürlich über den Mund, dann da geht einfach mehr durch.

Von der Sauerstoffversorgung her ist es also kein Problem, nur über den Mund einzuatmen. Wenn Du also sonst keine Probleme hast, brauchst Du auch nichts machen lassen.

Allerdings war in einem anderen posting von Dir von Verdacht auf Schlafapnoe die Rede. Das sollte man schon abklären (da wird dann auch die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen).

Grüße, Bernhard.

Hallo Bernhard,

Schlafapnoe wurde getestet, allerdings hieß es da noch die Werte wären über Tag okay. Allerdings ist das auch schon länger her. Dennoch war später eh auffällig, dass ich trotz Maske tagsüber müde/kaputt war. Nun gibbt das ja auch Sinn. Aber ich werde auch nochmal mein Blut untersuchen lassen.

Danke & LG,
Wheely

ja, die Nase war frei, soweit ich das sagen kann. Von der
schiefen Nasenscheidewand und den geschwollenen Schleimhäuten
wusste ich schon.

Na, „frei“ ist aber was anderes.

Wie gesagt, mich interessiert, ob man so auch leben kann, was
mich auf Dauer bei Unterversorgung erwarten könnte oder ob die
OP unbedingt sein muss?

Da Du durch den Mund atmest, hast Du keine Unterversorgung.

Eine dauerhafte Atmung durch die Nase mit einem AZV Beatmung (also durch eine Maschine) wurde damals, als ich im Rettungsdienst tätig war, eine Beatmung mit höchster Frequenz und geringstem AZV erprobt, dabei ging es um Neugeborene / Frühchen.
Aber das hat nun nichts mehr mit deiner Frage zu tun.

In wie weit eine Operation sinnvoll (also nötig und wirksam bei vertretbarem Risiko) ist, kann nur ein Facharzt sagen.
Ich könnte dazu in drei Wochen wieder einen Lungenfacharzt befragen, der sich viel mit Schlafapnoe beschäftigt.
Aber das bringt ja nix, Du solltest das mit Deinem Arzt besprechen.
Vielleicht kann er Dir die Angelegenheit doch noch mal in aller Ruhe gut erklären.
Oder es findet sich noch ein HNO Arzt hier, der darüber Bescheid weiß und dem Du noch fehlende Fakten mitteilen kannst.
Das sprengt aber m.E. das, was man in einem Forum erwarten kann.