Glauben bedeutet, etwas für wahr anzunehmen, ohne seine
Wahrheit nachgewiesen zu haben. Man nimmt etwas an, aufgrund
von höherer Wahrscheinlichkeit oder aus reinem Gefühl.
Wenn man über religiöse Fragen nachdenkt und den Begriff „glauben“ verwendet, dann sollte man bedenke, dass es nicht nur diese Definition des Begriffes gibt. Was du meinst wird im griechischen als gnosis bezeichnet, die „pistis“ spielt jedoch (zumiond) im christlichen Glauben eine etwas größere Rolle. pistis bedeutet dann so viel „ich vertraue dir (der als existent vorrausgesetzte)“
Deshalb ist es sicher auch sehr schwierig für Laubblatt, sich an den christlichen Glauben zu binden. Wie kann ich jemanden vertrauen, dessen Existenz ich anzweifle?!
Noch einmal:
Wenn Du glaubst, nicht zu glauben,
bist Du gläubig.
auch durch Wiederholung wird aus dieser Bauernweisheit keine
vernüftige Aussage.
Du verklitterst die Begriffinhalte des Wortes glauben einfach
und meinst damit einen logischen Schluß gefunden zu haben.
Leider ist es nicht so einfach, weil das Wort eben mehrere .
Bedeutungen hat.
Glauben (Verb), im Sinne von etwas „als wahr annehmen“
„Ich glaube, daß es morgen wieder hell wird“ - Das hat nun
wirklich nix mit Religion zu tun!!!
Glauben (Verb) als Ausdruck des Vertrauens
„Ich glaube deiner Aussage“ - hat auch nix mit Religion zu tun.
„Der Glaube“ als religiöse Lebens- und Geisteshaltung.
Nur dieser „Glaube“ (an Gott, an eine höhere Macht), ist
Maßstab für religöse Gläubigkeit.
Wer meint, daß es keinen Gott gibt oder daß Gott keine
Relevanz hat, weil seine Existenz und sein Wirken nicht
beweisbar und nicht erlebar sind, der ist eben gerade
kein „Gläubiger“ .