warum ist das Model Athlon 64 „Winschester“ deutlich kühler als Vorgängermodelle?
danke
Friedrich
PS:Utopie oder Wirklichkeit:-bleibt so kühl das der Lüfter ausfallen darf:smile:?-
warum ist das Model Athlon 64 „Winschester“ deutlich kühler
als Vorgängermodelle?
Das ist er nicht. Ein paar Grad Unterschied sind es evtl., aber das ist nicht die Welt.
Der Athlon 64 „Winchester“ wird im Gegensatz zum Vorgänger „Newcastle“ in einer kleineren Strukturgröße hergestellt. Der Newcastle hatte ein 130 nm-Design, bei Winchester wurden die Leiterbahnen auf 90 nm geschrumpft. Durch die dünneren Leiterquerschnitte vermindert sich der Strombedarf und somit auch die Verlustleistung des Prozessors und durch die kürzeren Signalwege lässt sich dieser gleichzeitig mit einem höherer Takt betreiben. Nebenbei wird der Prozessorkern kleiner und somit günstiger in der Herstellung. Allerdings hat die Verkleinerung auch eine problematische Seite: durch die kleinere Fläche kann weniger Wärme abgeführt werden. Dieser Effekt hebt den Effekt der geringeren Verlustleistung nahezu wieder auf, dadurch ist der Winchester zwar stromsparender und besser zu übertakten, aber nicht sehr viel kühler, als sein Vorgänger. Muss er ja aber auch nicht, der herkömmliche Athlon 64 ist ja auch schon recht kühl.
Bei Intels Pentium 4 hat die Umstellung von 130 nm („Northwood“) auf 90 nm („Prescott“) übrigens den gegenteiligen Effekt erbracht. Der neue Pentium 4 ist dadurch wesentlich stromhungriger und heißer geworden, da auf Grund des neuen Herstellungsverfahrens erhebliche Leckströme im Prozessorkern auftreten. AMD hat solche Probleme nicht, weil sie ein spezielles Herstellungsverfahren nutzen (SOI - Silicon On Insulator), das Leckströme verhindert.
PS:Utopie oder Wirklichkeit:-bleibt so kühl das der Lüfter ausfallen darf:smile:?-
Das nicht gerade, da schaltet auch der Athlon 64 ab. Allerdings läuft (mit einem guten CPU-Kühler) im Energiesparmodus (Cool & Qiuet) des Athlon 64 der Lüfter oft nicht einmal an, wenn der PC nur schwach ausgelastet ist (Musik hören, Officearbeiten…). Im C&Q-Modus wird der Athlon 64 nämlich wie eine Notebook-CPU betrieben - Taktrate und Stromverbrauch werden dynamisch an die aktuell benötigte Rechenleistung angepasst.
Hi,
zu der Antwort hätte auch ich eine Frage, wenn’s recht ist?!
Ich war jetzt seit meinen Anfängen 1996 eingeschworener Intel-Fan. Bei mir kam kein AMD ins Haus. Auch VIA-Chipsätze habe ich verschmäht. Die Gründe seien dahin gestellt, weil es mindestens genauso viele Gegenargumente gab und gibt.
Nun habe ich vor genau einem Jahr ein neues System zusammen gekauft. Das System war mehrfach beim testen. Auch die einzelnen Komponenten wurden fehlerfrei getestet. Doch sobald alles zusammen war, kam einfach keine Leistung. Das Problem - Die Hersteller haften nur für die Funktion der Geräte - nicht für die Leistung. Soll heißen, dass ein 2,8 P4 mit 2,8 GHz laufen muss. Tut er das nicht, tritt die Garantie in Kraft. Doch wenn die Teile zusammen ca 30% Leistungsverlust fahren - was gerade beim Spielen erheblichen Einfluss hat obwohl alle einzeln getesteten Teile Einwandfrei oder zuminddest Fehlerfrei ihren „Job machen“ interessiert das den Hersteller natürlich nicht. Logisch. Er ist rechtlich nur Verantwortlich für MHz nicht für Mflops
Na egal - jadenfalls hatte ich jetzt die Nase nach einem Jahr Kampf und Verteidigung gründlich voll. Nach einiger Überzeugungsarbeit von Seiten anderer habe ich mir 'nen 3000+ Winchester + VIA KT800 Pro auf Abit geleistet. Nach kurzer Eingewöhnung und Befolgen diverser Einstelltips etc. stelle ich fest - Des Teil rennt - sowas hat die Welt nicht gesehen. Gewusst wie. Doch nun endlich zu meiner Frage.
Ich habe auch schon gehört von „Quiet & Cool“ oder ähnlich - hört sich sinnvoll an und auch habe ich im BIOS die Einstellung gefunden und aktiviert - doch macht meine CPU immer „voll Druck“. Um’s Euch leichter zu machen - Das Board ist ein Abit „AV8-3rd eye“ ziemlich „fett“ des Teil. Doch das „Dritte Auge“ zeigt immer vollen Takt und 1,6 Volt. Man sagte mir er würde bei Leerlauf nur 900MHz laufen und 1,1 Volt ziehen. Muss ich da noch Software installieren, die auf der CD nicht zu finden ist? Könnt’ ich mir fast nicht vorstellen, da es 'ne entsprechende Einstellung im BIOS gibt und ich vermuten würde, dass das Board-intern geregelt würde. Oder kann es sein, dass diese Option trotz Aktivierung im BIOS beim Übertakten deaktiviert wird? Aber woher will das System wissen, dass ich übertakte? Ich will ehrlich sein - die CPU läuft momentan mit 2160MHz statt 1836MHz und bekommt 1,6Volt statt 1,4Volt - aber nach 2 Stunden Volllast bei 56°C denke ich, dass die Settings angemessen sind. Außerdem habe ich bei 70°C oder Lüfterfehler den sofortigen Shutdown eingestellt. Und im normalen Office- Internet-Betrieb habe ich 37°C an der CPU.
Selbstverständlich habe ich das Teil mit nem guten Kühler veersehen. Ist ja schließlich nicht der erste PC, den ich zusammen schraube.
Hmmm… Is schon wieder ein halber Roman geworden - Sorry
Also - muss ich noch irgendwas beachten, dass mir mein „Digitalometer“ (3rd eye) bei bringt, dass mein System gerade chillt weil es nicht gebraucht wird? Sprich - wie komme ich in den Genuß von „Coll & Quiet“ ?
Bis dann und Danke
Willi
damit der Athlon64 in den C&Q Modus schalten kann, muss (wie bei Dir schon geschehen) die entsprechende BIOS Option gesetzt sein. Ausserdem brauchst Du den richtigen AMD Prozessortreiber, zu finden hier: http://www.amd.com/us-en/Processors/TechnicalResourc…
Und schliesslich musst Du unter Windows XP in den „Power Schemes“ auf „Minimal Power Management“ stellen. Ich hab leider keine Ahnung, wie die Option auf deutsch heisst.
Danach müsste Cool and Quiet funktionieren.
Bei Deinem Pentium 4 würde ich mal folgendes Programm ausprobieren: http://www.panopsys.com/throttlewatch.php
Throttlewatch zeigt Dir an, ob Dein P4 sich gerade drosselt, weil ihm zu warm ist. Meistens sind die P4 mit hohen Taktraten im Throttlemode, weil sie sich zu sehr aufheizen, bei sogenannten Desktop Replacement Notebooks mit P4 kann das dann permanent sein…